Schweiz
Wo es sich in der Schweiz am besten lebt
Aktualisiert am 16.05.2012 22 Kommentare
Ist Zürich wirklich die beste Stadt der Schweiz? Die Passanten auf der Strasse sind sich uneinig. (Quelle: Keystone)
| Städte-Ranking 2012 (Quelle: Bilanz) |
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An der Spitze des diesjährigen «Bilanz»-Städterankings 2012 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel geändert: Zürich schwingt immer noch obenaus, Zug folgt auf dem zweiten Platz. Neu in die Top 3 geschafft hat es Bern: Die Bundesstadt verdrängt Luzern vom Podest.
Zürich sei führend bei Bildung und Mobilität und erziele auch beim Arbeitsmarkt, der Kultur, dem Freizeitangebot sowie bei den Einkaufsmöglichkeiten Top-Werte. Nur mittelmässig kommt die Wirtschaftsmetropole hingegen punkto Wohnungsmarkt und Erholung weg. Obwohl der Raum für Familien immer knapper wird, empfiehlt «Bilanz» Müttern und Vätern Zürich als besten Wohnort. Die Limmatstadt holt sich im Bereich Bildung und Erreichbarkeit den ersten Platz.
Bern kämpft sich nach vorne
Das beste Gesamtpaket bietet laut «Bilanz» die Bundesstadt: Bern belegt in den Bereichen Arbeitsmarkt, Kultur & Freizeit sowie Infrastruktur den ersten Platz. Beim Kriterium Mobilität habe sich Bern im Vergleich zu anderen Städten deutlich verbessert. Ausserdem sei die Hauptstadt, anders als Zürich, «noch nicht zum Opfer des eigenen Erfolgs geworden», sprich: Zwängen sich die Zürcher in überfüllte Cafés, Restaurants und Trams, ist in Bern mehr Platz zum Leben da.
Zug punktet nach wie vor als Steuerparadies und ist deshalb für Vermögende besonders attraktiv. Rentner finden dort Erholungsgebiete und ein gutes Angebot in Sachen Gesundheit und Sicherheit. Singles wiederum sind in Luzern am besten aufgehoben: Sie profitieren zum Beispiel vom grossen Kultur- und Freizeitangebot.
Romandie auf dem steigenden Ast
Schwer im Kommen ist immer noch die Westschweiz: Bereits letztes Jahr war die Romandie im Aufwind, 2012 konnten Städte wie Vevey (VD), Vernier (GE) oder Nyon (VD) teilweise mehr als 30 Plätze gutmachen. Laut «Bilanz» legten diese Städte zu, weil sich die Bevölkerung besonders dynamisch entwickelt.
Zu den Verlierern gehört das Aargauer Duo Aarau und Baden, das miteinander drei Plätze nach hinten rutscht. Schuld sei ein typischer «Ranking-Effekt», erklärt eine an der Auswertung beteiligte Mitarbeiterin gegenüber der «Bilanz»: Die beiden Städte seien zwar nicht schwächer geworden, andere aber dafür stärker.
Mit den letzten Rängen vorliebnehmen müssen Le Locle (NE, 138. Platz), Steffisburg (BE, 139. Platz) und Val-de-Travers (NE, 140). Das Problem: Es mangelt diesen Städten laut «Bilanz» an Bevölkerungswachstum, ausserdem schneiden sie bei den Themen Mobilität und Steuern schlecht ab. (fko)
Erstellt: 16.05.2012, 15:52 Uhr
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22 Kommentare
Zürich ist für Familien der "Place To Be"?
In den Restaurants Kinder sind Kinder nicht erwünscht, im ÖV werden Kinderwagen als störend empfunden, die Wohnungen sind überteuert, Familien finden kaum bezahlbare Wohnungen und dann erst noch keine Erholung weil man dazu die Stadt verlassen muss was mit Auto und ÖV schwierig ist und dazu braucht die Oma eine Bewilligung um die Enkel zu hüten...
Antworten
Die Lebensqualität einiger welscher Städte nehmen also zu weil die Bevölkerungsentwicklung besonders dynamisch ist. Das ist eigentlich genau ein Kriterium weshalb die Lebensqualität sinkt: Volle Züge, verstopfte Strassen, verbaute Natur. Antworten
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