Schweiz

Wikileaks Drähte in die Schweiz

Aktualisiert am 02.12.2010 36 Kommentare

Julian Assange betreibt seine Website laut einem Zeitungsbericht mit fachkundiger Hilfe aus der Schweiz. Zwei Partner und Berater hat er hier im Lande.

Unbekannt verreist: Julian Assange wird polizeilich gesucht.

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Bild: Reuters

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Konto bei Postfinance

Wikileaks hat auch weitere Beziehungen zur Schweiz. So hat der Julian Assange Defence Fund ein Konto bei der Schweizer Postfinance. Als Inhaber von 91-765019-6 aufgeführt ist «Julian Paul Assange, Genève». Der Fonds, der aus Spenden finanziert wird, zahlt laut Wikileaks die «Verteidigungskosten» Assanges und seiner Mitarbeiter. (vin)

Beschäftigt die ganze Welt, auch die Schweiz: Wikileaks. (Bild: Keystone )

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Wie die «Aargauer Zeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, ist das Schweizer Unternehmen Datacell für einen Grossteil der digitalen Spendenabwicklung von Wikileaks zuständig. Auf der Website könnten Sympathisanten über einen «Payment-Gateway» der Organisation Spenden zukommen lassen. Ein wichtiger Auftrag für die Firma des Baslers Andreas Fink. Erst mit den zahlreichen Spenden lässt sich Wikileaks betreiben – und auch die Reisen von Julian Assange oder anderen Mitarbeiter verursachen hohe Kosten.

Server in Island als Standortvorteil

Fink bezeichnet sich laut dem Bericht zwar als Sympathisant der Mission von Assange, doch der Auftrag ist für ihn ein Geschäft wie jedes andere. Getroffen hat er Assange nur einmal, nämlich zur Vertragsunterzeichnung. Und wo der Wikileaks-Mitbegründer sich derzeit aufhalten könnte, weiss natürlich auch Fink nicht.

Dass ausgerechnet die Basler Firma den Auftrag bekam, liegt laut Fink letztlich auch daran, dass sie einen Teil der Rechencenter in Island betreibt, wo auch Wikileaks eine Operationsbasis hat. Der Grund liegt darin, dass die Stromkosten dort sehr gering ausfallen. Nirgendwo sonst, so Fink, sei eine Kilowattstunde günstiger zu haben.

Assanges Recherche in der Schweiz

Assange pflegt laut dem Bericht der «Aargauer Zeitung» weitere Kontakte in der Schweiz. Bei seinem Besuch in Genf im vergangenen November sprach er offenbar auch mit der Spitze der Schweizer Piratenpartei, wie deren Präsident Denis Simonet gegenüber dem Blatt sagte. Das Gespräch habe sich um den Schweizer Föderalismus gedreht sowie um die Frage, wie Assange am besten mit den hiesigen Behörden in Kontakt treten könne. Ausserdem wollte der Wikileaks-Mitbegründer offenbar auch wissen, wie man politisches Asyl beantragt. (raa)

Erstellt: 02.12.2010, 08:50 Uhr

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36 Kommentare

Paul Thürig

02.12.2010, 11:24 Uhr
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Pressefreiheit heisst nicht Narrenfreiheit! Wikileaks bewegt sich am Rande von Wirtschaftskriminalität.Das dürfte noch böse enden... Antworten


Rolf Schumacher

02.12.2010, 09:49 Uhr
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Wikileaks ist ein zu heisses Eisen. Die Schweiz sollte sich ganz klar davon distanzieren. Datenklau, bleibt Datenklau, das gilt auch für Wikileaks. Antworten



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