Schweiz
Wie die Wirtschaft versucht, den Atomausstieg zu vereiteln
Von Patrick Feuz. Aktualisiert am 25.06.2011 78 Kommentare
Artikel zum Thema
- Wer vom Atomausstieg profitiert
- «Der Entscheid zum Atomausstieg ist nicht nachvollziehbar»
- Atomausstieg kostet mehr als 100 Milliarden Franken
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Bundesrat und Nationalrat haben sich vor wenigen Wochen zum Atomausstieg bekannt. Doch definitiv entschieden ist nichts, wie hinter vorgehaltener Hand auch AKW-Gegner sagen. Im Herbst wird der Ständerat darüber befinden, ob er ebenfalls das Signal zum Verzicht auf die Atomkraft geben will. Falls ja, kommt das konkrete Ausstiegsgesetz 2013 ins Parlament, und ein Jahr später ist das Volk am Zug. Will heissen: Dem Pro-Atom-Lager bleiben drei Jahre, um den Ausstieg abzuwenden. Und selbst danach bieten sich noch Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass die Schweiz doch ein neues AKW baut.
Beraten von der Kommunikationsagentur Burson-Marsteller, haben Economiesuisse und die Branche eine Strategie festgelegt, wie sie die kommende Diskussion beeinflussen wollen. In einem ersten Schritt hat die Atomszene damit begonnen, die eigenen Reihen zu schliessen, wie ein Insider erklärt. Denn Fukushima hat auch AKW-Befürworter verunsichert. Um den Glauben an die Atomkraft wieder zu stärken, hat die Axpo im Internet einen «Energiedialog» eingerichtet, um «Fragen zu beantworten». Vor allem aber sind die Atomlobbyisten jetzt daran, einzelne Ständeräte zu bearbeiten, damit im Herbst die Tür für die Atomkraft offen bleibt. «Wir führen Gespräche im kleineren Kreis», sagt Ursula Fraefel, Kampagnenleiterin bei Economiesuisse. Der Ausstiegsbeschluss soll mit einer Formulierung aufgeweicht werden, die sicherstellt, dass die Option Kernkraft «mit Blick auf die künftige technologische Entwicklung» offenbleibt.
Auch die Medien gehen nicht vergessen: Anfang Juli lädt das Nuklearforum – eine PR-Einrichtung der Atombranche – zu einer Reise nach London ein. Hier sollen Journalisten «ungefiltert» Informationen über die «nuklearen Neubaupläne Grossbritanniens» erhalten. Die Botschaft ist klar: Nicht die ganze Welt verzichtet auf die Atomkraft, streng genommen reden nur die Deutschen und die Schweizer davon.
Alternativenergien hinterfragen
In der Öffentlichkeit soll nicht direkt für die Kernkraft geworben werden – nach Fukushima wäre das ungeschickt. Stattdessen ist laut einem Insider «in den nächsten zwei bis drei Jahren eine breite Diskussion über die Nachteile und Schwierigkeiten der Alternativen» geplant. Fraefel kündigt eine «neue Studie» an, deren Stossrichtung schon festzustehen scheint. «Die Ausstiegsbefürworter überschätzen das Potenzial der Alternativenergien und unterschätzen den künftigen Strombedarf», sagt die Economiesuisse-Frau. Man sehe bereits, wie nur schon der geplante Ausbau der Wasserkraft auf Widerstand stosse.
Der Wirtschaftsdachverband schöpft Hoffnung aus der Vergangenheit: Bereits nach Tschernobyl ist es ihm gelungen, nach nur vier Jahren eine deutliche Mehrheit gegen den Atomausstieg zu organisieren. «Die Meinung der Bevölkerung ist nicht in Stein gemeisselt», sagt Fraefel.
Ersatz von Gösgen «möglich»
Die Atombefürworter denken in weiten Zeiträumen: Mit ihrer Kampagne wollen sie das Terrain ebnen, um dereinst die Werke in Leibstadt und Gösgen durch neue AKW zu ersetzen. Die Diskussion darüber müsste konkret um 2020 beginnen. «Wenn die Leute sehen, wie hoch der Preis für den Ausstieg ist – sei es in Form höherer Energiepreise, einer unsichereren Versorgung oder in Form von weniger Natur- und Landschaftsschutz – kann ein neues Kernkraftwerk für den Ersatz von Leibstadt und Gösgen wieder möglich werden», sagt Fraefel.
Auch Kurt Rohrbach, BKW-Chef und Präsident des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, hält es für «denkbar, dass wir das Problem am Schluss mit technologisch weiterentwickelten Kernkraftwerken lösen». Die Option Kernenergie müsse aber auch deshalb offen bleiben, um Lehre, Forschung und Ausbildung in diesem Bereich sicherzustellen. «Wenn wir diese Technologie ächten, wird uns der Nachwuchs ausgehen.» Ohne Personal hat die Atomenergie keine Zukunft. Im Lager der Atomgegner wird darüber gerätselt, ob Economiesuisse und die Stromkonzerne tatsächlich an ein neues AKW in der Schweiz glauben – oder ob es ihnen nur schwerfällt, sich vom Geschäftsmodell zu verabschieden, das sie über 20 Jahre praktiziert haben.
Der grüne Nationalrat Jo Lang vermutet, die AKW-Promotoren seien gefangen in ihrem bisherigen Koordinatensystem, wonach nur mit Grosskraftwerken eine sichere Stromversorgung möglich sei. Die dezentrale Stromversorgung mit erneuerbaren Energien und Kleinkraftwerken kollidiere mit ihrem Weltbild. Es gehe aber auch um Handfestes: Die neue Energiepolitik werde die grossen Konzerne marginalisieren und neue Unternehmer hervorbringen. Ob Atom, Kohle oder Gas, ob Schweizer Strom oder Strom aus dem Ausland: Das sei den grossen Stromkonzernen letztlich gleichgültig, mutmasst Jürg Buri, Geschäftsleiter der Energiestiftung. «Sie wollen vor allem grosse und rentable Kraftwerke.» Mit Blick auf grosse Gaskraftwerke warten die Unternehmen laut Buri nur darauf, dass die Schweiz Zugang zum europäischen Emissionshandelssystem ETS erhält. Dadurch werden solche Werke rentabler, denn so lässt sich der CO2 mit billigen EU-Zertifikaten kompensieren.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.06.2011, 10:03 Uhr
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78 Kommentare
Etwas Polemik: Wenn ich mit dem Velo im Fahrverbot fahre werde ich gebüsst, wenn jemand auf der Autobahn 160 fährt, auch wenns kein Verkehr hat und es total übersichtlich ist, wenn er dabei erwischt wird, wird er kriminalisiert. Wenn jemand sich für eine Technologie einsetzt, die das Potenzial hat, die halbe Schweiz auf immer zu zerstören... eigentlich sind das höchst kriminelle Elemente. Antworten
Interessant zu Lernen dass der Strom auch bei einem Ausstieg nicht allzusehr verteuert werden sollte. Denn bereits heute ist dieser viel zu teuer. Wäre dies nicht der Fall müssten der Lobby die Mittel (Geld) für solche Kampagnen fehlen. Vernunft braucht man nicht tuer zu bewerben - diese setzt sich von selbst durch. Antworten
Im Gegensatz zur Atomenergie welche z.B. in Deutschland bereits €204 Milliarden vom Steuerzahler erhalten hat und weiter Steuermilliarden erhält, zahlt die erneuerbare Industrie mehr Steuern als sie indirekt über die Einspeisevergütungen einnimmt, schafft zukunftsfeste Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von importierten Energieträgern: bit.ly/cwMnGR bit.ly/e6zMeL
Die Schweiz produziert keine Reaktoren und hat keine Uranminen.
Neue, teure, ausländische AKWs verschlechtern unsere Wettbewerbsfähigkeit schaffen unnötige Restrisiken und erhöhen unsere Abhängigkeit von ausländischen Energieträgern. bit.ly/cwMnGR
Erneuerbare Energien und Effizienzmassnahmen sind günstiger, schneller, sicherer und schaffen zudem zukunftsfeste Schweizer Arbeitsplätze.
Antworten
Weil neuer Atomstrom zu teuer ist, wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200 mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung trotz grosszügigen, jahrzehntelangen Subventionen sogar abgenommen hat: bit.ly/cF5ezk bit.ly/cwMnGR
Da die CH keine Reaktoren produziert und keine Uranminen hat, müssten die Atomenergiesubventionen eliminiert werden.
Economiesuisse scheint überhaupt nicht ökonomisch, wenn dieser Club weiter an der Atomenergie festhält, das Risiko eines Supergaus weiter in Kauf nimmt und weiter hochradioaktiven Abfall produziert und gleichzeitig noch die Forschung bei Sonne, Wind und Erdwärme links liegen lässt. Katastrophale Economiesuisse. Antworten
Windenergie und Solarstrom verursacht keinen CO2 Ausstoss!Wir haben in der Schweiz noch genug Platz für Windenergie und auf jedem Hausdach für Solarstrom!Wieso diese Panik vor dem Strommangel?! Windenergie und Solarstrom verursachen auch keinen strahlenden Abfall!Mit dem weiss man nämlich immer noch nicht wohin damit!!! Antworten
Doch, auch Wind und Solar verursachen CO2, z.B. bei der Herstellung und dem Recycling. Aber im Vergleich zu fossilen Energieträgern ist das Pipifax.
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Aber Sie haben Recht: Auf jedes Dach Solar, zumindest für Warmwasser. Warum man nun mit grossem Aufwand Wärmepumpenboiler verkauft, noch bevor man den Leuten WW-Solar aufs Dach macht, kann ich nicht verstehen.
Mit dem proklamierten Ausstieg aus der Atomenergie durch den Bundes- und Nationalrat wird auch der Kernforschung in der Schweiz geschadet. Projekte wie der von C.Rubbia vorgeschlagene Reaktor, der Atommüll verbrennt und dank Fremdzündung nicht durchbrennen kann, aber auch die Kernfusion, werden nur noch im Ausland weiterentwickelt, während die Schweiz ins Offside läuft. Antworten
"In der Fachwelt ist die praktische Realisierbarkeit der Transmutation und damit des Rubbiatrons umstritten, da der enorme Aufwand und damit die zu erwartenden Kosten möglicherweise nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum erzielten Nutzen stehen."
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Soviel noch zum Thema. Quelle: Wikipedia
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Mit dem Geld hätte man schon längst alle Gebäude in der CH saniert...
Die CH buttert seit Jahrzehnten Millionen in die Atomenergieforschung, obwohl die CH nie Reaktoren produzieren wird. Das Experiment mit dem eigenen CH Reaktor hat bereits in den 1960ern kläglich versagt.
Österreich ohne AKWs zahlt übrigens ebenfalls jährlich €40 Millionen für die Europäische Atomindustrie, während es gleichzeitig seine eigene Windkraft mit nur €24 Millionen fördert: bit.ly/b4pN2G
Herr Maag: A long time ago, in a galaxy far, far away...
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FALLS Rubbias Reaktor läuft, nicht wenn!
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ITER verspricht uns heute das Goldene Paradies, AKWs haben es in den 60ern getan, Rubbias tuts in 100 Jahren. Wissen Sie, was man den NEE immer (hier allerdings zum grössten Teil zu Unrecht) vorwirft?
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NEE muss man nicht noch entwickeln, brigt nicht noch unbekannte Gefahren, NEE gibts HEUTE!
Den Müll haben wir schon, aus der Kernenergie und aus dem Gesundheitswesen. Wenn Rubbias Reaktor läuft, könnte ein grosser Teil dieses Mülls auf tiefe Halbwerte gebracht werden. Rechnet man dies zu den Erstellungs- und Betriebskosten dazu, so könnte dieser Reaktor eventuell zu einem rentablen Zweig der Stromproduktion werden. Aber Sie wollen eher den Kopf in den Sand stecken. Paranoia hilft nie.
@Hans Maag: Ja, es ist ja auch einfach, heute Müll zu produzieren, den man nicht mehr selber entsorgen muss...!
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Nichts lebt so sehr von den Schulden in der Zukunft wie Atomstrom! Nichts!
@Hans Müller: "wäre schön" - und warum tun Sie sich so schwer mitzuhelfen? Müssen wir tatsächlich aufgeben, bevor wir es versucht haben? Sollen wir nach dem Motto "es geht ja sowieso nicht" tatenlos dem Prinzip "nach uns die Sintflut" weitermachen?
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Es liegt AUCH an Ihnen! Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Und jetzt los! Heute!
Herr Rothenbühler, warten wir doch einmal ab, wie lange es dauert, bis die AK-Gegner beantragen, keine Gelder mehr für Atomforschung auszugeben und der Bundesrat aus Angst vor kommenden Wahlen einmal mehr weiche Knie kriegt. Es ist einfach, Beschlüsse zu fassen die man nicht mehr ausfressen muss.
Fe Rothenbuehler: Weltweit? Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst. Sie wissen doch, dass das nicht geht, dass das nicht realistisch ist. Wenn man sich nicht mal in einer Stadt, einem Kanton, einer Schweiz, oder der EU einigen kann ... wie dann weltweit. Meinen Sie China hört auf die SP oder die Grünen? Oder Russland. Kyoto ist Papier ... wäre schön Ihr Anliegen, ist aber nicht realistisch.
Die Schweiz hat ihre Kernreaktoren schon immer aus dem Ausland gekauft. Man darf zudem nicht vergessen, dass die Versprechen der Atomkraft in den 50er/60er Jahren gigantisch waren: Autos, Häuser, Küchenmaschinen - alles mit Atomkraft betrieben. Solche Versprechen sind heute längst vom Tisch - AKWs und das entsprechende Knowhow sind für die Gesellschaft und die Schweiz praktisch irrelevant.
Kernfusionsorschung ist schlicht zu teuer, als dass die Schweiz den im Alleingang machen würde. Abgesehen davon ist die Schweiz am weltgrössten Fusionsreaktorprjekt ITER in Caderache sehr wohl beteiligt. Übrigens, wenn man jemandem den Vorwurf machen kann nach dem Prinzip Hoffnung zu agieren, dann den Kernfusions- und Transmutationsromantikern.
Das ist völlig irrelevant. Schon heute bezahlt die CH an ITER. Forschung - egal in welchem Bereich - wird längst international betrieben.
So oder so: Die aktuellen Probleme wie CO2, Energieversorgung u.a.m. müssen WELTWEIT gelöst werden, das Denken in Nationalgrenzen ist sinnlos + nicht zielführend.
Dazu: Die CH hat schon mal selber einen Reaktor entwickeln wollen, endete per GAU in Lucens 1969!
"In der Öffentlichkeit soll nicht direkt für die Kernkraft geworben werden [...] Stattdessen ist [...] eine breite Diskussion über die Nachteile und Schwierigkeiten der Alternativen“… Lügen mit denen versucht wird die riesigen Erfolge von Cleantech mieszureden kursieren doch jetzt schon zuhauf. Braucht es da noch eine Schmierenkampagne? Antworten
Ich finde es bedenklich für unsere Demokratie, dass die Stromkonzerne versuhen, Einfluss auf dir Politik zu nehmen. Bei den grossen Energie Konzernen handelt es sich noch immer über Staatsbetriebe. Als solche sollten sie die Meinung des Volkes umsetzen und nicht beeinflussen. Welche Meinung das Volk im Moment hat, ist ziemlich klar und es steht diesen Konzernen nicht zu dies zu beeinflussen. Antworten
Die LINKEN sehen sich stets als bessere, wertvollere und klügere Menschen. Sie denken an die nächsten 27 Generationen, sie wissen genau, was gut für ALLE ist, nicht nur für die CH, für die ganze Welt. Sie schreiben die Energie vor, die Autos, die Heizungen, die Gesetze, die Religion. Wer nicht für sie ist, ist ein Faschist, ein Kapitalist, Ignorant und Dummkopf. Das macht Diskussionen unmöglich. Antworten
Robert Mueller: "uns alle", der Sprecher des Newsnetzes. Und weil Sie und Peer überhaupt antworten ... habe ich ja die Wahrheit gesagt. Sie Gutmensch, was Sie sind (LOL).
Und was bleibt mit den Atommüll übrig. Der strahlt od links oder rechts gesinnt gleich. Melden sie sich doch und lagern sie diesen Müll bei ihnen zu Huase ein. Dann muss ich diesen Müll nicht mehr lesen...
Ach Herr Hans Meier, wenn sie schon nichts anderes zu tun haben, als unzählige Kommentare zu schreiben, bleiben sie doch bitte beim Thema und verschonen Sie uns alle mit Ihrer Politpropaganda, die den scheinbar äusserst beschränkten Horizont von Linken und Rechten-Klischees nicht übersteigt. Herzlichen Dank !
Herr Meier, wie ist eigentlich so die Bezahlung als gekaufter Forenschreiber für die Energielobby?
... und für die RECHTEN sind die linken naive Gutmenschen und hysterische Wollsocken. So what?
Bleiben wir doch bei der Sache: Die Zukunft der AKW und Stromversorgung in der Schweiz.
Und in einem Beitrag der Printausgabe der gestigen Baz wurde nachgezählt dass in den letzten 50 Jahren durch Wasserkraftunfälle mehr Menschen ihre Existenz verloren und es mehr Tote gab als ducht Nukleare Unfälle. Ich sehe also keinen Grund aus der Kernenergie auszusteigen. Ansonsten müssten wir konsequenterweise wie vor 2,5 mio Jahren ohne Feuer auf den Bäumen leben.... Antworten
Keller. 435 GW PV-Module mit CH Arbeitsplätzen produzieren rund 435 TWh mit CH Wetter, während Mühleberg nur 3 TWh produziert.
Apropos: Leibstadt hat 2005 während 6 Mt keinen Strom produziert - es gibt keine Nächte die so lange andauern.
Ein neues, teures, ausländisches AKW benötigt zudem teures Uran, Kühlwasser, teurer Rückbau, teures Endlager, IAEA etc. und birgt nach wie vor ein Restrisiko.
Die beiden Zahlen 0.4 und 435 GW machen sich gut nebeneinander. Es kommt aber nicht primär auf die installierte Leistung an. Viel wesentlicher ist, wieviel elektrische Energie pro Jahr damit durchschnttlich gewonnen werden kann.Sie haben immer so schöne Zahlen. Sicher haben Sie auch hier eine Zahl die mehr aussagt als die Zahl der installierten Leistung.
Apropos 100% Uranlücke: Die bestehenden ausländischen Uranminen können kaum 70% des Welturanbedarfs decken: bit.ly/1376LZ
Und das obwohl Atomenergie weniger als 3% des Weltenergiebedarfs deckt (2600 TWh Atomstrom vs. 107'000 TWh Weltenergiebedarf): bit.ly/hc24V2
Lieber Schweizer Arbeitsplätze als mehr teure Abhängigkeit mit Restrisiken.
Apropos angeblich günstiger Evakuierungsradius von 30 km:
Wenn man jedem m2 nur 100.- Schadenskosten beimisst, kostet das übrigens bereits: 283 Milliarden Franken.
Damit können Schweizer Photovoltaikmodule mit Schweizer Arbeitsplätzen mit einer Leistung von 435 GW finanziert werden. bit.ly/iVYrRr
Als Vergleich: Mühleberg mit 100% ausländischer Uranabhängigkeit hat nicht einmal 0.4 GW.
Die Kommentare in diesem Beitrag zeigen einmal mehr, dass es beim gefordeten Kernenergieausstieg nicht um die Sicherheit der Bevölkerung geht, sondern etwas abzuschaffen womit der Nachbar - dem man es nicht gönnen mag - Geld verdient. Die bemängelte lange Dauer des Rückbaus zeigt, wie lange ein KKW auch nach seiner Abschaltung noch Arbeitsplätze bietet. Leider werden viele Leute Bildungsresistent.
Sie können problemlos IMMER etwas finden, was noch schlimmer ist als das gerade Aktuelle. Im Verkehr sterben z.B. TÄGLICH weltweit rund 3300 Menschen, rund 100'000 werden schwer verletzt.
Aber nichts davon stellt ein so grosses, konzentriertes Klumpenrisiko dar wie Atomkraft: 1 kleiner Fehler in Tschernobyl- und ein ganzer Kontinent musste bangen!
wenn die wahren Kosten der Kernkraft (Entsorgung, Rückbau, Risikoversicherung GAU mit Umsiedlung + Entschädigung von 1-2 Mio Schweizern inkl Ersatz Infrastruktur im Mittelland etcetc) in die Kostenrechnung der Energieproduktion einbezogen würden, müsste man AKWs nicht verbieten. Der Markt würde das von selbst regeln. Die Risiken von Wasserkraft sind dagegen Peanuts.
Der Unterschied ist: kalkulierbares Risiko vs. unkalkulierbares Risiko. Unter Populisten unbeliebt, lernt man aber schon in der Mittelstufe. Und Atomkraft ist völlig unkalkulierbar. Wir produzieren ziemlich bösartigen Müll, wissen aber nicht wohin damit. Cool Strategie! Vorausgesetzt Sie haben eine Firma und da steckt ihr eigenes Geld drin. Gehen Sie so eine Risiko ein? Eben.
haha, aus einer Katastrophe nichts gelernt, es gibt immer solche wie sie und die Politiker sind auch nicht besser
Fe Rothenbuehler: Noch was: Kurze Aussagen wie Ihr "problemlos" ist bei AKWs - leider - eine masslose Untertreibung" bringen immer viele Daumen. So wie die Passivisten vor der BKW wie z.B. "Mühlerberg ade" oder "AKW nein Danke" oder mit den Urenkeln der KindesKinder. Ist mein Typ für Sie, dann kriegen Sie noch mehr Daumen. Antworten
Machen Sie aber dann einen Reload der Seite, ist es nur noch auf 1.
Daumen ?????? Diesen kann man gleich deaktivieren da sinnlos !!!! Versuchens sie mal: innert 1 Minute 100 mal anklicken und der Zähler ist um 100 gestiegen !!!
Fe Rothenbuehler: Also diese Daumen sagen überhaupt nichts aus. Ich habe schon mal mehr als 300 Daumen gehabt, aber da bilde ich mir nichts ein. Das sind ein paar Leser, nicht mehr, nicht weniger. Ich sage Ihnen ja eigentlich nur, dass die Situation in ein paar Monaten oder Jahren wieder anders aussieht. Schauen Sie mal Ghadaffi, keiner interessiert sich mehr in der CH. Antworten
@Baier: Natürlich kann man jedes online System manipulieren, es ist nicht soooo schwer. Eine einfache Sperre ist schon eingebaut. Wenn Sie hier z.B. 10x drücken und es dann 10 mehr zeigt: die werden nicht gezählt. (F5 drücken)
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Darum schreibe ich ja auch: Die Tendenz wird stimmen. Denn wenn man für jeden Beitrag, den man puschen möchte, manipulieren muss, wird der Aufwand wieder sehr gross
Daumen kann man beliebig oft Drücken, es ist keine Sperre eingebaut!
Sie vielleicht. Andere haben da ein längeres Gedächtnis als nur bis zur eigenen Nasenspitze.
man muss schon blauäugig und naiv sein um zu glauben, dass ein AKW Unfall und die Meinung von einigen Bürgern aus CH und BRD reichen, um einfach so den kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie beschliessen können. DIe Wirtschaft und ihre Politikerfreunde sind auch bei dieser Sache am längeren Hebel und machen einfach was sie wollen. Dabei spielen wir Bürger nur den Zahl- und Arbeitssklaven. Antworten
Stimmt, wenn man sich so passiv verhält wie wir Schweizer und nur erstaunt zuschauen, wie wir verschaukelt werden. In anderen Länder wehren sich die Bürger bedeutend mehr, nur wir werden mit ein bisschen Wohlstand, der jederzeit vorbei sein kann, ruhig gestellt. Gekauftes Schweigen.
Die Stromkonzerne haben doch nicht im Ernst ein Interesse daran, dass künftig dezentral Strom produziert wird - und dann auch noch nachhaltig. Deshalb halten diese Monopolisten mit ihrem "dreckigen" Strom die Marktpreise tief, so dass erneuerbare Energien keine Möglichkeit haben, im Markt Fuss zu fassen. Man Merke: Zu wenig Strom wird Investitionen auslösen - daran haben die Multis kein Interesse. Antworten
Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Wie das ist , wenn man bewusst Zweifel sät, werden wir sehen. Das ist von Fall zu Fall verschieden. Eine Schande ist das! Es geht den Atomlobbyisten nicht um echte Verantwortung, sondern nur um die Sorge um ihre strahlende Michkuch. Ich komme mir vor wie in einem schlechten Film! Aber wer hätte auch echte Umkehr erwartet? Ich säe lieber erneuerbare Hoffnung! Antworten
Ich freu mich schon auf die PR-Kampagne."Stromlücke riesig, wirtschaftl. Schaden immens,Arbeitsplätze gehen verloren,Strom wird 100x so teuer." Das wichtigste Argument wird bewusst vergessen gehen,"Die Stromlobby verdient nicht mehr Milliarden in den eigenen Sack sondern muss auch den Preis für den Ausstieg zahlen."Man muss aufhören sich zu belügen und die fakten auf den tisch legen.... Antworten
Informieren Sie sich besser - die sog. "Atomlobby" in der Schweiz sind Stromkonzerne, die zum grössten Teil der öffentlichen Hand (kant. EW und den Kantonen) gehören. Die Gewinne (aus linker und grüner Sicht sind Gewinne bekanntlicherweise "Profite" ...) fliessen nach Rückstellung für Investitionen und Abschreibungen in den regulären öffentlichen Haushalt - und senken so die Steuerbelastung.
Ich bin gegen KKW's. Bin aber sofort bereit zuzustimmen, wenn mir jemand aufzeigt wie man die Entsorgung des Abfall löst und wie man verstrahltes Gebiet nach einem GAU wieder bewohnbar macht. Das Entsorgen des Abfalls ist für mich durch vergraben nicht gelöst. Aus den Augen aus dem Sinn ist keine Lösung. Antworten
Ich empfehle der Economiesuisse doch auch mit Auswandern zu drohen da ja nur die Schweiz und Deutschland den Atomausstieg will. Vielleicht können Sie den kaum entdeckten Waldmenschen ein AKW aufschwatzen und behaupten wie Rückständig die Schweizer und Deutschen sind. Antworten
Sehr gute Strategie, die meiner Meinung nach auch gut funktionieren wird. Denn solange die Branche die Bevölkerung mit dem gewählten Thema "neues KKW - ja oder nein" vom wesentlichen ablenken kann, wird die Diskussion ganz in Ihrem Sinne verlaufen. Denn der Fac,t dass das Problem des >10'000j lang strahlenden Abfalls überhaupt noch nicht gelöst ist, wird damit subtil in den Hintergrund verdrängt. Antworten
@ Lara Kraft- Stimmt, merke ich jetzt auch....wäre ja sonst fast "geschenkt."...Mit Millionen, Milliarden und Billionen ist man oft nicht "schwindelfrei"
Der Abfall strahlt nicht nur 10.00 Jahre! Die strahlungs dauert je nachdem mindetens 200.000 jahre und mehr! im übrigen wird bis zur Abstimmung so ab 2013 wieder die Angst vor einer Stromlücke verbreitet un mit Verlust von arbeitsplätzen gedroht. Das wird bei den meisten Schweizern wiederum ein Umdenken bringen. Lügen zahlen sich eben doch aus wenn man sie als Wahrheiten darstellt.
Herr Wunderig. Alles Richtig. Nur kostet der Rückbau 20 Milliarden. Etwas mehr :-)
Nach der Stillegung kommt der Rückbau. Das ex DDR Kraftwerk Greifswald wird seit 1995 abgebaut, jeder Zentimeter muss dekontaminiert werden. Zeitplan 20 Jahre Rückbau, Kosten 20 Millionen Euro, wenn es reicht. Und wer zahlt das? Der Steuerzahler und nicht der Betreiber. Das verschweigt man auch. Und dann eben noch der strahlende Abfall, Sie schreiben es....wohin damit...
Also sogar AKW-Gegner müssen zugeben. Das Bild ist wirklich schön, und lädt doch zum Picknick an der Aare ein. Fukushima ist doch heute schon fast vergessen, wann war das eigentlich?
In 3 Jahren weiss man mehr, und wenn die Rädlis und Sünnelis dann genügend Strom produzieren, reden wir wieder darüber.
Antworten
Schweizer Dächer können übrigens alleine bereits 40% des Schweizer Strombedarfs decken (ohne Biomasse, ohne Wind, ohne Kleinwasserkraft etc.).
Bayerns Dächer decken mit weniger Sonne als die Schweiz bereits heute und nicht in 25 Jahren 8% des Bayerischen Strombedarfs. Die EU hat bereits heute und nicht in 25 Jahren mehr Windstromanteil als die Schweiz Mühlebergstromanteil hat (nur knapp 5%).
Nicht immer über etwas reden heisst nicht das es vergessen ist und solang die Gefahr besteht wird es auch nicht vergessen.
Sie irren. Leider kann man keinen einzigen AKW-Standort, ob havariert oder nicht - einfach so vergessen. Im Gegenteil: Wir, unsere Kinder, Enkel und Urenkel werden noch viel Freude daran haben, diese Anlagen abzuschalten, rückzubauen, zu entsorgen und zu sichern. DAS hingegen vergessen viele Leute noch so gerne.
Richtig, denn die Alternativen werden ebenso bekämpft wie die AKW !! Nämlich durch den Naturschutz, WWF Heimatschutz etc. etc.
links? Die Anliegen des Volkes sind ebenso Bestandteile rechter Parteiprogramme.
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ich wiederhole meinen Punkt: Experten, die dem Volk vorrechnen, dass es hysterisch sei, sind so überflüssig wie, äh, AKWs...
Vor allem wenn sich herausstellt, dass diese sogenannten Experten oder informierten Politiker auf der Lohnliste der Atomkraftbetreiber stehen. Absolut unglaubwürdig.
Ach Marc Peer, auf dieses Niveau wollte ich eigentlich gar nicht sinken.
Aber Sie haben wirklich einen Komplex mit ihrem Neid auf "jene die Geld verdienen". Ihre gehässigen linken Beiträge sind auf die Dauer ermüdend.
Rossi, (10h13), "Hysterie verschwinden, nüchtern betrachten" heisst soviel wie: Das Volk hält besser die Klappe, jene die mit AKW Geld verdienen, bestimmten über die Zukunft der AKW in der Schweiz.
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Ich bin sehr erstaunt, dass nicht einfach das Volk abstimmen kann, wie die Energiezukunft aussehen kann. Klar weshalb nicht: Die Mehrheit des Volks kann man nicht kaufen, im Gegensatz zu Poliitkern.
@Fe Rothenbuehler: Die Energie muss aber irgendwie erzeugt werden, deshalb muss man "entweder - oder" denken.
Mir wäre es auch lieber, man könnte AKW und CO2 Emissionen abstellen, aber Energie brauchen wir dann doch irgendwie. Und ich persönlich ziehe AKWs den Kohle-und Gaskraftwerken vor, und Windenergienutzung ist in der Schweiz nicht in nennenswertem Masse durchsetzbar. Solar reicht nicht.
Herr Meier, ich gebe nicht viel auf die Gefällt-mir-Daumen, aber sehen Sie sich doch jeweils die Zahlen an, die Tendenz stimmt schon. Sie werden als einer der letzten Helden der AKW-Saurierzeit in die Geschichte eingehen. Ihre "gueti Luunä" können Sie gerne für sich behalten, geniessen Sie sie doch einfach. Sie wird auch nicht annähernd an das gute Gefühl herankommen, Solar auf dem Dach zu haben.
Den Japanern machte man auch weis, dass die AKW's sicher seien. Das Resultat kennen wir. Das ganze Volk wurde belogen und betrogen. Bei uns ist es nicht besser. Der Gewinn zählt!! Die Befürworter muss man bei einem, hoffentlich nie eintretenden GAU, zum Aufraumen an vorderster Front einsetzen. Ich bin dafür, dass man heute bereits eine Liste solcher Befürworter erstellt. Zuoberst die Betreiber!!
Fe Rothenbuehler: Sie sollten endlich aufhören, gegen AKWs zu wettern. Denn die sind sicher, sauber und effizient.
AKWs sind gut, und geben e gueti Luune! Schauen Sie sich nochmals oben das idyllische Bild an.
Herr Rossi, wir sollten endlich, endlich aufhören, die Probleme gegeneinander auszuspielen, das ist absolut sinnlos und eine riesen Energieverschwendung.
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Beginnen wir doch einfach HEUTE damit, die Probleme zu lösen: Die Risiken von AKWs, deren Müllendlagerung UND die CO2-Emissionen. Mit dem Finger auf andere zeigen machen wir schon viel zu lange.
Ist die Klimaerwärmung durch CO2 nicht schlimmer und unausweichlicher?
Erstens braucht es dafür keinen GAU, sondern das läuft immer und zweitens reicht es um den Auswirkungen zu entkommen nicht, eine begrenzte Zone zu sperren.
Ihr "problemlos" ist bei AKWs - leider - eine masslose Untertreibung.
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