Schweiz
Wer hats erfunden?
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 03.05.2012 77 Kommentare
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Kaum zu glauben: SP-Bundesrätin Sommaruga hat eine Aussage ihres FDP-Kollegen Schneider-Ammann zum zentralen Thema ihrer Rede am Tag der Arbeit gemacht. Die SP erhebt trotzdem Anspruch auf die Urheberschaft an dieser Forderung von Sommaruga.
Die Schweizer Wirtschaft hole jedes Jahr Zehntausende neue Arbeitskräfte aus dem Ausland in die Schweiz. Das müsse nicht sein. Denn gleichzeitig seien sehr viele gut ausgebildete Schweizerinnen nicht erwerbstätig. So lautete die Kernbotschaft von SP-Bundesrätin Simonetta Sommarugas 1.-Mai-Ansprache auf dem Bundesplatz.
Schneider-Ammans Worte
Dumm nur, dass ihr freisinniger Regierungskollege und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann vor einem Jahr in einem Zeitungsinterview dieselben Worte wählte.
Der Wirtschaftsminister kündigte damals im «SonntagsBlick» an, dass er etwas gegen den Fachkräftemangel in der Schweiz unternehmen wolle, dies als Massnahme gegen die Zuwanderung. Es brauche mehr und besser geschulte Fachleute, sagte der Wirtschaftsminister. Und: «Ich bin überzeugt: Das Potenzial bei den Frauen ist bei weitem nicht ausgeschöpft – es gibt mehr Frauen, die arbeiten wollen.» Dadurch sei man weniger aufs Ausland angewiesen.
«Klassische Forderungen der Linken»
Hat Sommaruga die zentrale Aussage ihrer 1.-Mai-Rede vom wirtschaftsnahen FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann abgekupfert? SP-Präsident Christian Levrat verteidigt seine Bundesrätin: «Die Ideen, welche Simonetta Sommaruga in ihrer Rede darlegte, sind klassische Forderungen der Linken.» Es sei wahrscheinlich eher so, dass der Wirtschaftsminister vor einem Jahr eine SP-Position übernommen habe.
Ob diese ursprünglich von links oder rechts kommt, ist allerdings unwesentlich. Denn Experten wie der Freiburger Ökonomieprofessor Reiner Eichenberger zweifeln an diesem Rezept gegen die Zuwanderung. Wenn noch mehr Schweizer Frauen arbeiteten oder ihr Pensum aufstockten, führe das in der Schweiz nur zu höherem Wirtschaftswachstum und zusätzlichen Stellen, sagte Eichenberger dem «Tages-Anzeiger». Und dafür müsse man wieder Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutieren. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.05.2012, 17:34 Uhr
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77 Kommentare
Es sollten 'mal wieder die über 45jährigen (viele mind. formal ebenso qualifiziert wie ein Bologna-Bachelor oder -Master aus dem grossen Kt.) gefördert und eingestellt werden statt einerseits von "Rente ab 67" zu faseln und gleichzeitig jeden dahergelaufenen "hochqualifizierten" Ausländer ohne verifizierbaren Leistungsnachweis zuerst anzustellen. - In welchen falschen Film sind die CH da geraten? Antworten
Wen man das schweizerisch/politisch durchsetzen/einführen will, dann sollen ALLE Politiker mal ein NEIN was EU/Personenfreizügigkeit herrrscht durchsetzen im Ausland. Man sugeriet dem CH-Volk ohne EU gehts nicht und streitet seit Jahren mit bilaterallen Abkommen. Wenn die nächste Volksabstimmung kommt was irgendwie mit der EU/Personenfreizügigkeit zu tun hat dann möchte ich ein klares NEIN hören. Antworten
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