Schweiz

«Wenn die Geiseln nicht zurück sind, fliege ich nicht nach Tripolis»

Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 31.08.2009

Zum Jahrestag von Qadhafis Machtübernahme reist Jean Ziegler immer nach Libyen. Weil die zwei Schweizer Geiseln noch nicht ausreisen durften, will er diesmal zu Hause bleiben.

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Die Heimkehr des Terroristen: Der Lockerbie-Attentäter Abdel Baset al-Megrahi wird auf Grossleinwand noch einmal geehrt.
Bild: Keystone

   
Mit Qadhafi befreundet: Jean Ziegler.

Mit Qadhafi befreundet: Jean Ziegler. (Bild: Keystone)

Der Genfer ist als Gast zu Qadhafis Jubiläumsfest eingeladen. Am 1. September sind es genau 40 Jahre her, dass Muammar Qadhafi sich in Libyen an die Macht geputscht hat. Jean Ziegler und der Beduinensohn sind seither miteinander befreundet. Bis Ende letzter Woche war der Genfer alt Nationalrat darum auch fest entschlossen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Er weile normalerweise am Jahrestag von Qadhafis Machtübernahme immer in Tripolis, sagt Ziegler gegenüber DerBund.ch/Newsnet.

Doch am Montag Nachmittag waren Max Göldi und Rachid Hamdani noch immer nicht in die Schweiz zurückgekehrt. Darum hat Ziegler jetzt beschlossen: «Wenn die Geiseln nicht in der Schweiz sind, fliege ich nicht nach Tripolis.» Die Liste der Absagen wird damit um einen prominenten Namen länger.

Vor Ziegler haben bereits französische Präsident Nicolas Sarkozy und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew dem Revolutionsführer eine Absage erteilt. Auch Regierungschef Wladimir Putin will dem Anlass am 1. September fernbleiben. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.08.2009, 23:02 Uhr

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