Schweiz
Weniger Wohnungen, mehr Geld
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 10.05.2012 18 Kommentare
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Verlangt mehr Fördergelder für den Tourismus: Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina, Präsident der Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren. (Bild: Keystone )
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Es sieht nach einer abgestimmten Aktion der Kantone aus: Nicht nur die Regierungskonferenz der Gebirgskantone (DerBund.ch/Newsnet berichtete) will vor den morgigen Von-Wattenwyl-Gesprächen des Bundesrats und der Parteispitzen die Stimmung mit einem Forderungskatalog zur Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative aufheizen. Die Wirtschaftsdirektoren der Kantone fordern vom Bundesrat flankierende Massnahmen zu diesem Volksbegehren. Will heissen: Die kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren wollen vom Bund Geld.
Der Brief ist vom Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina, der die Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) präsidiert, unterschrieben. Er fordert im Namen der VDK eine Aufstockung der Gelder für das Förderprogramm Innotour für Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus. Der Bund will dafür zirka 20 Millionen Franken ausgeben. Cina verlangt aber auch mehr Geld für die Regionalpolitik, Hotelkredite und die Tourismusforschung.
Pikant ist das Schreiben von Cina darum auch, weil die Regierungskonferenz der Gebirgskantone, in der Cina als Walliser Vertreter ebenfalls einsitzt, in ihren Forderungen vom 9. Mai an die Parteien eine Konkretisierung der geforderten flankierenden Massnahmen zu einem späteren Zeitpunkt liefern will. Die von den Gebirgskantonen eingesetzte Arbeitsgruppe müsse noch ein wenig Grundlagenforschung betreiben. Der Brief von Cina an die Parteien, in dem er die flankierenden Massnahmen ausdeutscht, trägt dagegen das Datum des 8. Mai.
Was am Ende bedeutet, dass die Wirtschaftsdirektoren Forderungen aufgestellt haben, die aus Sicht der Gebirgskantone noch nicht völlig durchdacht sind.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.05.2012, 17:54 Uhr
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18 Kommentare
So funktioniert das Wallis: Alles hängt am 600-Mio.-Subventions-Tropf des Bundes. Die CVP, die den Kanton seit über einem Jahrhundert wie eine Demokratur regiert, wacht über die Verteilung der Millionen an die kantonale und regionale Baulobby. Man wird im Wallis nicht gewählt, um in Bern eine gute Figur zu machen, sondern um für den Kanton sprichwörtlich die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Antworten
Das ausgerechnet Herr Cina aus dem Wallis mehr Geld vom Bund, also von den Steuerzahlern fordert, erstaunt mich nicht. Die üben sich schon lange im "Nehmen". Das Wort "Geben" kennen die gar nicht. Wieviel soll den noch in diesen Kanton gepumpt werden ?
Die hohle Hand machen ist einfacher, als Ideen zu entwickeln.
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