Was sagt uns dieses Bild über den Bundesrat?
Aktualisiert am 01.07.2010 47 Kommentare
(Video: Keystone)
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«Es ist schön farbig geworden», stellte Bundespräsidentin Doris Leuthard nach getaner Arbeit vor den Medien im Keller des Aargauer Kunsthauses fest. Und sie betont: «Wir haben das als Team gemacht.» Es sei eine gute Erfahrung für den Bundesrat, auch kreativ zu sein. «Das Ziel war, uns in der Mitte zu treffen.» Als «kreativen Akt des Bundesrates» bezeichnete Ueli Maurer das Bild.
Die sieben Regierungsmitglieder wirkten etwas verlegen, als sie ihre Gemeinschaftsarbeit den Medienvertretern präsentierten. Die Bundesrätinnen und Bundesräte hatten während der knapp halbstündigen «Mal-Aktion» unter sich bleiben wollen.
Bild hat Symbolwert
Das abstrakte Bundesratswerk war ein begehrtes Sujet der zahlreichen anwesenden Bildmedien. Es hat im Zusammenhang mit der Diskussion über das Klima unter den Regierungsmitgliedern einen Symbolwert.
Leuthard stellte jedoch in Abrede, dass es sich beim gemeinsamen Werken um eine «Maltherapie» für den Bundesrat gehandelt habe. Es sei aber völlig klar gewesen, dass dies so interpretiert werden könne.
Künstler helfen Bundesrat
Zwei Aargauer Kunstschaffende standen dem Regierungskollegium begleitend zur Seite, als es zum Pinsel griff. Die Mitglieder des Bundesrats malten zuerst ihre Signaturen auf die weisse Leinwand.
«Auf diese Weise verloren sie die Furcht vor der leeren Leinwand», berichtete Künstler Max Matter. «Das brachte die Sache in Gang.» Es habe auch «mutige Sachen» gegeben. So habe ein Bundesrat den Farbkübel auf dem Bild ausgeleert.
Entsprechend wild und abstrakt ist das rund 1,5 Meter breite und 3 Meter lange Bild herausgekommen. Es sei in «einem gewissen Sinn Aktionskunst» gewesen. Was mit dem Bild geschieht, ist zunächst offen.
Viele Bodyguards
Nach der Aktion im Kunsthaus spazierte der Bundesrat, begleitet von zahlreichen Bodyguards, durch die Altstadt zum ersten Bundeshaus der Schweiz, zum heutigen «Haus zum Schlossgarten». Einige der wenigen Zuschauer am Strassenrand applaudierten.
Im Park gab es einen Apéro mit der Bevölkerung. Den Nachmittag verbrachte der Bundesrat abseits von Journalisten und TV-Kameras im Fricktal.
Velotour in die Natur
Auf der zweitägigen «Schulreise» durch den Heimat- und Wohnkanton von Bundespräsidentin Leuthard unternimmt die Landesregierung am Freitag eine Elektrobike-Tour. Sie lässt sich auch über Naturschutzprojekte im Reusstal informieren.
In der Klosterkirche Muri besucht der Bundesrat ein öffentliches Orgelkonzert. Den Abschluss findet die «Schulreise» am Nachmittag auf dem Klosterhofplatz bei einem Apéro mit der Bevölkerung. (sam/sda/)
Erstellt: 01.07.2010, 16:10 Uhr
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47 Kommentare
Man muss sich nicht unbedingt sehr annstrengen um zu sehen, wer hier als Staatsdiener am besten macht. Trotz ewiger Schelte, zeigt sich unsre Herr Merz von der allerbesten Seite zusammen noch mit Ueli Maurer. Die beiiden haben es mehr als nur verdient, sich in einem illusteren Feld zeigen zu können, als von denen sie hier umgeben sind. Antworten
Ich finde dieses Bild farbenfroh und so ist auch unser Bundesrat. Stellen Sie sich vor, das Bild wäre nur schwarz, rot oder braun? Was wollen die Kritiker eigentlich von unserer Regierung? Sie sind auch nur Menschen - und Menschen machen Fehler. Wer aber Fehler nicht verzeihen kann und nur solche sucht, der hat ja die Möglichkeit sich in ein anderes Land abzusetzen. Ich jedenfalls bin zufrieden. Antworten
Ich denke da an die "der blaue reiter" Gruppe mit Franz Marc und Wasilij Kandinsky, welche im Jahre 1911 gegründet wurde, ihren Glanz im 1912 erreichte und dann kurz vor dem ersten Weltkrieg unterging."Die Gleichberechtigung" in der Kunst war die Substanz der Idee dieser beiden Genies. Von daher- nicht schlecht, was unsere BR,s malten. Vielleicht als Gruppe kommen sie in die Kunstgeschichte ein. Antworten
Ach wie herzig. Auf jeden fall Provinziel. Gar nicht zu vergleichen mit einem Napoleon Bonaparte oder König Friedrich II von Preussen.Die waren von ganz anderem Kaliber. Na ja,die Schweizer bringens halt einfach nicht,liegt wohl an der 'Mentalität', gelle. Antworten
Es zeigt die derzeitige Gemütsverfassung verschiedener Magistrat/innen auf. Ein Inneinandergreifen der vereinzelten Werken ist nicht zu erkennen ( eben wie die nichtvorhandene Kollegialität ). Farblich lassen sich die Werke jedes Einzelnen gut zu unterscheiden. Jedenfalls als "Helge- oder Latärnemoler" wären sie nicht zu gebrauchen, da fehlt eindeutig die Harmonie ! Antworten
Ich bin sehr enttäuscht wie "meine" Basler Zeitung alles vom Bundesrat schlechtredet. Wir haben eine sehr gute Regierung und ich bin stolz auf unser Land. Vor allem unsere Frauen machen im Bundesrat einen Superjob. Hut ab auch vor unseren Präsidentinnen der beiden eidgenössischen Kammern. BRAVO. Antworten
Echt peinlich - damit sind allerdings die reisserische Überschrift dieses Artikels und die vorhergehenden Kommentare gemeint. 'Geschlarke', 'Chaos', 'Malstunde'...hat jemand ernsthaft nach knapp 30 Minuten einen Hodler oder Anker erwartet? Und 'Kindergärtler', 'Sackhüpfen' und 'zusammen Kuchen' backen....wohl noch nie selbst auf einem Betriebsausflug gewesen?!? Antworten
Was sagt uns dieses chaotische Bild über den Bundesrat - mit ein bisschen mehr grau, schwarz und gelb (farbe des neides) entspricht genau der stimmung im bundesrat. auch die körpersprach der bundesräte und die gruppierung entsprich dem zustand dieses heheren gremiums. Antworten
Alle Spötter und Abgrund-Kritiker sollen es doch erst mal besser machen! Es wäre doch gut wenn etwas von dieser Farbenfröhlichkeit abfärbt auf das weitere schwierige Wirken des Bundesrates. Fröhlichkeit täte uns allen besser als die ewige eidgenössische Stänkerei!!! Antworten
Hört doch jetzt mit diesem "Bundesrat-Bashing" auf. Macht ihr nie ein Schulreisli mit euren Firmen? Es bringt uns doch nicht weiter als Nation, wenn wir jede körperliche und geistige Regung des BR gleich in Lächerliche ziehen. Werdet endlich erwachsen...Volk! Antworten
Man sollte nicht dauernd haltlos über unseren Bundesrat lästern. Er hat - trotz aller Fehler und teilweise personenbezogenen Unzumutbarkeiten - Respekt verdient. Jedenfalls finde ich so ein Bild ist nicht das Dümmste. Man könnte es für einen guten Zweck versteigern. Es gilt auch der Intriganten und Informanten im engsten Umkreis des Bundesrates endlich habhaft zu werden! Antworten
Es überwiegen Gelb- und Blautöne. In der Farbenpsychologie gibt es für jede Farbe sowohl positive als auch negative Aspekte. Und diese treffen 100%ig zu: gelb: Gelbtöne vermitteln negative Assoziationen wie Täuschung, Rachsucht, Pessimismus, Egoismus, Geiz und Neid. blau: kann Traumtänzerei, Nachlässigkeit oder Melancholie vermitteln. kann man das Bild treffender analysieren? Antworten
ein deutscher freund sagte jüngst zu mir: ihr habt die finanzkrise besser überstanden als alle nachbarn, merz hat geschickt mit den usa verhandelt, mit ghaddafi habt ihr einen der schlimmsten despoten der gegenwart zu einer vernehmlichen lösung gebracht und was machen die schweizer: sie zerfleischen sich gegnseitig und schimpfen auf die regierung. recht hat er... Antworten
Bravo ihr Kinderlein -so war die Rühmung unserer Kindergärtnerin -damlas vor ein paar Jahrzenten -als wir Kindergärteler so etwas ähliches wie nun dieser BR hingeschlargt haben. Unterdessen sind wir alle von damals aus diesem Kindergarten entwachsen -und erwachsen geworden. Wir geben diesem BR -wenn gewünscht, gerne einige Tips für ihre weitere Entwicklung zum erwachsen werden. Antworten
Sehr interessant! Unsere Kindergärtner abzulichten,bei ihrer gelungenen Malstunde.Alle wirken ja so glücklich und zufrieden.Mal, im ernst:Ich finde diese Story überhaupt nicht witzig.Nachdem viel Unmögliches wegen diesen BR. in der Schweiz passiert ist. Antworten
sich in bildender kunst zu betätigen, ist dem allgemeinen heil förderlich. hoffentlich findet der bundesrat auch die musse zum gemeinsamen gesang...! (mehr spiel und sport wäre dem bundesrat auch zu gönnen...!). der bundesrat soll in jeder beziehung bestmöglich betreut und motiviert werden, es handelt sich nämlich immerhin um den bundesrat unserer schweiz, das will doch was heissen, oder...? Antworten
In tiefenpsychologischen Ansätzen der Maltherapie können die gemalten Bilder Ausgangspunkt eines therapeutischen Gesprächs sein. Die Maltherapie ist dann ein zweistufiges Therapieverfahren, das das Malen und das Gespräch über das entstandene Bild umfasst. Die entstandenen Bilder gelten als Visualisierungen von Unbewusstem, das sich in symbolischen Darstellungen manifestiert. Spannendes Ergebnis! Antworten
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Martin Meier
Das ist kein Bild das ist Planlose Pinselei.Typisches Bild zum zustand des heutigen Bundesrates.Hat mit Kunst nichts zu tun. Antworten