Schweiz

Was BMW-Fahrer dazu sagen

BMW soll laut Weko seine Fahrzeuge in der Schweiz zu teuer verkauft haben. Fahrer dieser Autos ärgern sich – nicht nur über die Preise für Neuwagen. Eine Umfrage in der Zürcher City.

1/5 «Natürlich ärgert mich, dass ich zu viel bezahlt habe. Niemand bezahlt gerne mehr, wenn er woanders die gleiche Ware für weniger Geld bekommt,» sagt Elena Koposova gegenüber DerBund.ch/Newsnet zum Weko-Entscheid von heute morgen.
Bild: Chantal Hebeisen / Tagesanzeiger.ch

   

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Wegen Behinderung von Parallelimporten und Wechselkurs-Vorteilen profitierte der deutsche Autohersteller BMW (BMW 71.93 0.74%) jahrelang bei seinen Verkäufen in der Schweiz. Autokäufer mussten deutlich tiefer in die Tasche greifen als Konsumenten aus dem Nachbarland. Dies gab die Wettbewerbskommission heute bekannt und verhängte eine Busse in der Höhe von 156 Millionen Franken. Was denken Schweizer BMW-Käufer nach dem brisanten Entscheid?

Gemischte Reaktionen

Die Reaktionen fallen durchmischt aus. In der Umfrage von DerBund.ch/Newsnet in der Zürcher City machen viele Fahrer ihrem Ärger Luft und prangern die Preispolitik des deutschen Autoherstellers an. Einzelne fühlen sich über den Tisch gezogen und fordern sofort Preisanpassungen und ein entsprechendes Entgegenkommen des Autokonzerns. Angeprangert werden aber nicht allein die hohen Preise, die man für Neuwagen hinblättern muss. Viele stören sich ob den hohen Servicegebühren und teuren Ersatzteilen.

Treue Fahrer-Gemeinschaft

Obwohl die Mehrheit ihren Unmut ausdrückt, eine andere Automarke kommt nicht infrage. BMW sei zwar teuer, jedoch eine gute Investition. Die Qualität und der Komfort seien einzigartig. «Einmal BMW, immer BMW. Ich fahre seit 30 Jahren diese Marke. Wechseln würde ich nie», meint eine Frau, die anonym bleiben möchte. Auch ein Arzt setzt seit Jahren auf die Luxusmarke: «Ich kaufe allerdings nie einen Neuwagen. Nach einem Jahr sind sie nämlich 20 Prozent billiger zu haben. Was mich stört, sind einzig die hohen Servicekosten. Aber das weiss man, wenn man ein solches Auto kauft.»

Für einen Skandinavier stösst der verbale Frust anderer BMW-Fahrer auf Unverständnis: «Was jammert denn ihr Schweizer? Bei uns im Norden bezahlen wir für einen BMW rund 30 Prozent mehr. Die Schweiz ist ein Paradies!» (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.05.2012, 13:39 Uhr

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148 Kommentare

Jan Maurer

24.05.2012, 13:57 Uhr
Melden 383 Empfehlung 0

Eben doch: Was billig ist kaufen wir Schweizer nicht, weil billig nicht gut sein kann. Da denken die Konzerne zu recht :"Lasst uns diese Deppen über den Tisch ziehen". Antworten


Armin Bühler

24.05.2012, 13:56 Uhr
Melden 378 Empfehlung 0

Mit den 30% zu viel für den BMW in Skandinavien, bezahlt Skandinavien z.B. die Krankenkasse der Skandinavier. BMW zahlt dagegen keinem einzigen Schweizer die Krankenkasse auch wenn sie 20% zu viel abzocken.
Aber schon interessant: 20'000 Franken zu viel für einen BMW ohne geringste Mehrleistung ist absolut kein Problem, aber bei einem Solarrappen mit CH-Arbeitsplätzen nimmt das Jammern kein Ende..
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