Warum eine Einheitskasse ökonomisch sinnvoll ist

Freie Märkte funktionieren bei Krankenversicherungen nicht. Die alte Erkenntnis der Ökonomen bringt jetzt selbst Bürgerliche in der Schweiz dazu, ein linkes Postulat zu unterstützen.

Wettbewerb unter Krankenversicherer funktioniert nicht: Diese Ansicht teilt ex-FDP-Präsident Franz Steinegger mit den Wirtschaftsnobelpreisträgern Joseph Stiglitz und Kenneth Arrow

Wettbewerb unter Krankenversicherer funktioniert nicht: Diese Ansicht teilt ex-FDP-Präsident Franz Steinegger mit den Wirtschaftsnobelpreisträgern Joseph Stiglitz und Kenneth Arrow
Bild: Keystone

Die Idee einer Einheitskasse bei der Krankenversicherung scheint sich nicht totkriegen zu lassen. Jetzt zeigen sich sogar Bürgerliche von ihr angetan, wie gestern die Zeitung «Sonntag» schrieb und heute der einstige FDP-Präsident Franz Steinegger in einem Interview des «Tages Anzeigers» bekennt. Als erstaunlich gilt das deshalb, weil eine Einheitskasse bisher als linke Idee lanciert wurde und weil sie offensichtlich einer Lösung über den freien Markt eine Abfuhr erteilt.

Dabei verstellen hier ideologische Rücksichtnahmen nur den Blick für die Realität. Märkte funktionieren in vielen Bereichen hervorragend, nicht aber im Bereich der Krankenversicherungen. In der Zunft der Ökonomen ist diese Erkenntnis bereits uralt. Als erster hat sie der nachmalige Nobelpreisträger Kenneth Arrow in einem Artikel von 1963 begründet. Arrow ist unter den Wirtschaftswissenschafter vor allem dafür berühmt, dass er zusammen mit dem Franzosen Gerard Debreu schon 1954 die genauen Bedingungen für einen perfekten Wettbewerb beschrieben hat. Auch der dank seiner populären Bücher bekannt gewordene Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat zusammen mit Michael Rothschild 1976 einen Artikel verfasst, der in der Ökonomenzunft noch immer Referenzcharakter hat. Die Erkenntnis auch hier: Freie Märkte im Bereich der Krankenversicherungen führen zu unbefriedigenden Ergebnissen.

Warum Märkte bei Krankenversicherungen nicht funktionieren

Die wichtigsten Gründe, die die Ökonomen für ihre Schlussfolgerung anführen, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Potenziell Kranke werden nicht genügend selbst vorsorgen, weil sie nicht wissen, was an Krankheiten auf sie zukommt und weil sie sich die Kosten für eine schwere Krankheit kaum leisten können. Da in einer entwickelten, zivilisierten Gesellschaft Leute in der Not medizinische Hilfe erhalten, macht es Sinn, sie zu einem Beitrag an die Gesundheitskosten zu zwingen. Einen privaten Anreiz dazu hat sonst niemand.

  • Auch Krankenversicherungen wissen nicht, wer unter ihren Kunden ein höheres Risiko einer Erkrankung aufweist. Sie lösen das über allgemeine Kriterien wie das Alter oder das Geschlecht. Sie versuchen zusätzlich – wie bei jedem Markt – für die unterschiedlichen Risiken auch entsprechende Preise in Form von Prämien zu verlangen. Doch sie können die Preise nur im voraus festlegen. Eine Versicherung mit durchschnittlich «schlechten Risiken» wird hohe Prämien verlangen müssen. Steht sie allerdings im Wettbewerb mit anderen Versicherungen, werden die verbleibenden «guten Risiken» zur Konkurrenz abwandern. Dem Anbieter mit durchschnittlich hohen Prämien verbleiben dann nur noch die ganz schlechten Risiken, für die die Prämien am Ende sogar zu tief sind.

  • Das führt dazu, dass Krankenversicherungen vor allem eins versuchen: «Schlechte Risiken» möglichst nicht unter ihrer Kundschaft zu haben. Das ermöglicht ihnen, tiefere Prämien zu verlangen. Das hat allerdings zwei perverse Effekte. Die Versicherung versucht erstens ihrem eigentlichen Zweck auszuweichen, nämlich Menschen im Krankheitsfall beizustehen und sie wird viel Geld dafür aufwenden, um möglichst Gesunde anzuziehen. Die Ausgaben aller Kassen zusammen zu diesem Zweck hat daher der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman als «sozial destruktive Aktivitäten» bezeichnet.

Ein freier Markt im Bereich der Krankenversicherungen existiert weltweit nirgendwo. Weitgehend marktorientiert ist das Gesundheitswesen nach wie vor in den USA. Gleichzeitig hat aber dieses Land auch die höchsten Gesundheitskosten pro Kopf.

Jagd nach guten Risiken als einziges Unterscheidungsmerkmal

Mit dem System in der Grundversicherung hat die Schweiz schon einige Probleme gelöst: Es herrscht Versicherungszwang und die Versicherungen dürfen keine Kunden ablehnen. Das Angebot ist hier zudem für alle dasselbe. Konkurrenzieren können sich die Versicherungen daher in diesem Bereich nur über die Kosten. In der Praxis läuft das auf die Jagt nach den besten Risiken hinaus. Dieses einzige Unterscheidungsmerkmal führt aber bloss zu Marketingkosten, denen kein gesellschaftlicher Nutzen gegenübersteht.

Die Gefahr einer Einheitskasse ist ihre grosse Macht. Das erfordert strikte Regeln und ein gutes Kontroll- und Führungssystem. Einheitsversicherungen in anderen Bereichen, wie bei der AHV, der IV oder der Suva zeigen, dass solche Lösungen funktionieren. Das Monopol einer Einheitsversicherung würde auch durch den verbleibenden Wettbewerb im überobligatorischen Bereich eingeschränkt. Wer Leistungen wünscht, die über die medizinische Grundversorgung hinausgehen, kann diese nach wie vor bei privaten Anbietern versichern. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.11.2009, 18:13 Uhr

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86 Kommentare

Marco Simone

16.02.2011, 21:30 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ich kann der Idee der Einheitskasse bei der Grundversicherung nur zustimmen, denn dem ruinösen Wettbewerb soll endlich ein Riegel geschoben werden! Eine andere Lösing sehe ich darin, dass man den Wettbewerb bei der Grundversicherung verbietet, so könnten auch wieder Millionen eingespart werden, denn wie die Okonomen sagen, dass KVG funktioniert nicht nach der Marktwirtschaft. Antworten


Hans P. Grimm

18.01.2010, 07:45 Uhr
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Die Idee der Einheitskasse ist bestechend für das erhalten des Abzockertum der Pharma- und der Medizinalindustrie. Die Kosten würden munter weiter steigen! Ist nur Sand in die Augen des doofen Volkes gestreut. Das Problem ist das Obligatorium. Das Obligatorium muss geknackt werden, dann werden auch bezahlbare Kassenleistungen angeboten. Bald kann ich's nicht mehr bezahlen! Antworten


Franz-Dominik Imhof

05.11.2009, 22:06 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Pierre Rapazzo: Die schlimmsten und teuersten Monopole sind ja: das Gewaltmonopol (Polizei und Militär wären so viel billiger/effizienter, wenn jeder seine eigene Bürgerverprügel-Firma aufmachen könnte), das Zulassungsmonopol (Zulassung von ÄrztInnen, Anwaltspatente, Führerscheine usw. sollte man dringendts privatisieren, da liegt ein grosser "Wohlfahrtsgewinn drin... (zuwenig Zeichen für mehr) Antworten


Michael Meienhofer

03.11.2009, 21:10 Uhr
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Warum wohl haben die Bürger bei der letzten Krankenkassen-Abstimmung ein Nein für die Einheitskasse eingeworfen? Stellenabbau ! Die Vielzahl der KK kocht jedes ihr eigenes Süppchen.Wird gehätschelt von Verwaltungsräten ,Pollitiker und Direktoren ( überbezahlte, wohlverstanden)die mit einer EK ihre Felle davonschwimmen sehen. Warum wollen die gleichen Lobbyisten Gemeindefusionen?St.Floriansprinzip. Antworten


René Fischer

03.11.2009, 14:15 Uhr
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Zum Glück gibt es noch die Möglichkeit, seine Krankenkasse selber zu wählen. Mit dem Wechsel zu einer günstigen Kasse habe ich und meine Frau über Fr. 1'800 pro Jahr gegenüber der bisherigen Kasse eingespart. Da kann ich gut auf einen Haufen unnötigen Schnickschnack der bisherigen Kasse verzichten. Ein solches Kundenverhalten nenne ich ökonomisch sinnvoll, nicht die Schaffung einer Eiheitskasse. Antworten


Marcel Eicher

03.11.2009, 12:49 Uhr
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@ Elsa Lüthi.: Ich hoffe das ist nicht dein ernst... Und die IV sollte deiner Meinung nach wohl auch privatisiert und das Obligatorium abgeschafft werden, ganz nach dem Motto: "Wer behindert auf die welt kommt und nicht versichert ist, ist selber schuld." So ganz nach dem grossen Vorbild USA... dein Kommentar widert mich an... Antworten


Martin Meier

03.11.2009, 12:29 Uhr
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Es sollte auch möglich sein, dass Krankenkassen mit ausländischen Ärzten und Spitälern (z.B. Deutschland) Verträge abschliessen können. Damit hätte der Patient auch die Möglichkeit sich im Ausland günstiger behandeln zu lassen. Als Arbeitnehmer ist man ja infolge Zuwanderung aus dem Schengen-Raum auch einem höheren Konkurrenzdruck ausgesetz, warum Heimatschutz für teuere Schweizer Ärzte ? Antworten


Pierre Rappazzo

03.11.2009, 12:20 Uhr
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Eine Einheitskasse ist nur effizient, wenn ein Markt simuliert wird. Beispielsweise mit direkter Demokratie und einem eigens dafür gewählten Parlament. Ansonsten ist die Einheiskasse nichts anderes als ein profanes Monopol und jeder Erstsemestler BWL weiss, das Monopol ist teuer und schlecht. Antworten


Rudolf Steiner

03.11.2009, 11:12 Uhr
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@ Elsa Lüthi: Genau solche Leute wie Sie meine ich. Sie haben nicht die allergeringste Ahnung von der Materie, posaunen aber einfach mal die alten, abgelutschten Parolen von 'der Staat kann nichts führen' und 'der Markt regelt alles besser' raus. Die Einheits-KK kann funktionieren, sie löst wie gesagt zwar das Grundübel nicht. Aber wie absurd unsere Kassen agieren hat diesen Herbst jeder gesehen. Antworten


Peter Waldner

03.11.2009, 10:22 Uhr
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Konkurrenz inst nicht einzig "gut" für's Geld resp. die Kosten, sondern auch für den Service. Gerade in rein administrativen Bereichen ist es selten von Vorteil, wenn ein Monopol für etwas "Oblilgatorisches" besteht. Wenn man heute nicht zufrieden ist, kann man wechseln - bei einer Einheitskasse muss man vor Gericht, oder jede Zumutung schlucken. Ich bin gegen die Einheitskasse! Antworten


Ilija Rajkovacic

03.11.2009, 10:19 Uhr
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Endlich geht die Diskusion in richtiger Richtung?EinheitsKasse auf Bundesebene wäre die Lösung! Wie können unzähligen K.Kassen für gleiche Leistungen sehr hohe Unterschiede bei der Premien verlangen?Sind es nicht faule Machenschaften??? Sehr gut, stabil und geregelt ist die Bundes-KrankenKasse in Oesterreich! Warum nicht das Nachbarn-Modus uebernehmen und ev. etwas anpassen fuer die Schweiz. Antworten


Ben Müller

03.11.2009, 09:48 Uhr
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Eine Einheitskasse spart im Gesundheitswesen vielleicht 200 Mio CHF pro Jahr bezogen auf die Gesamtkosten von 60 Mrd CHF pro Jahr. Ist zwar (vielleicht) der richtige Weg aber das Gesundheitwesen ist noch lange nicht saniert! Die Kosten werden weiter steigen soviel ist klar. Seien wir ehrlich, wir werden nicht um unangenehme Diskussionen herumkommen (Leistungskürzung, Altersbeschränkungen etc) Antworten


Hans Erbacher

03.11.2009, 09:39 Uhr
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Grundversicherungsprämie in der ganzen Schweiz bei alle KK's für alle Versicherten gleich. Franchisen ab Fr. 300.-- bis max. Fr. 1' 000.--. Alles andere wie Zusatzversicherungen sollen die privaten KK-Anbieter weiterhin nach ihrem Gutdünken tätigen dürfen. Antworten


Markus Niederberger

03.11.2009, 05:59 Uhr
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Markus Ehrler: "Die Selbstheilungskräfte des Marktes sind ausgerottet, die Vernunft damit vorbei." Versicherung ist nie Markt. Solidaritätsprinzip gegen Eigennutz. Die Systeme sind sich grundsätzlich fremd. Antworten


Hans Saurenmann

03.11.2009, 04:29 Uhr
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Wir brauchen neben AHV,IV/SUVA eine einh. KK, "SKKVA" fuer die Grundversorgung, sollte jemand extra Leistungen und Konfort wuenschen kann Frau/Mann diese Leistungen zusaetzlich selbst bezahlen.Das amerikanische System funktioniert ueberhaupt nicht.Solange das arme Cuba fuer alle eine Grundversorgung garantiert,muessen auch wir dies Moeglichkeit haben und den Wasserkopf subito weg operieren per Lex Antworten


Fritz Ganser

03.11.2009, 02:46 Uhr
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Bravo Herr Steinegger! Es braucht Mut, der Wahrheit in die Augen zu schauen, vor allem wenn diese dem ideologischen Grundkonzept der eigenen Partei widerspricht. Manches Problem wäre einfacher zu lösen, wenn man zuerst hinschaut, bevor man davon überzeugt ist, wie es sein sollte. Die Offenheit unterscheidet den homo sapiens vom Computer. Danke! Antworten


Elsa Lüthi

03.11.2009, 00:58 Uhr
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Jetzt wollen sie uns wieder etwas weismachen. Verstaatlichung, Einheitskasse, das funktioniert mit Garantie nicht. Es ist doch eine Tatsache, dass seit sich der Staat in die KK eingemischt hat und dirigiert, gar nichts mehr funktioniert. Das ganze KVG ist ein Desaster und sollte abgeschafft werden. Das KK-Obligatorium ist Mitverursacher, dass wir heute so hohe Prämien haben. Kein Sozialismus b.KKV Antworten


Nadine Gautschi

02.11.2009, 23:33 Uhr
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Ja, ich fine auch, dass Organisationen wie die AHV und die IV effizient und kostenguenstig funktionieren ... das ist ja wohl ein Witz! Genau wie bei der IV werden wir bei einer Einheitskasse wieder neue Steuern erfinden um die davonlaufenden Kosten zu decken. Ich finde,dass wir im Vergleich zu allen Laendern mit verstaatlichtem Krankensystem super abschneiden. In Leistung und Kosten! Antworten


Kurt Aegeri

02.11.2009, 23:10 Uhr
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Lachhaft, wie die Bürgerlichen nun als eigene Idee oder Erkenntnis feiern, was sie höchstselbst bis anhin mit verbalen Panzerfäusten bekämpft haben. Aber es passt zu ihrer auch sonst zu konstatierenden Überheblichkeit und Verlogenheit. Antworten


Conradin Kessler

02.11.2009, 22:13 Uhr
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Die Bahnen in England wurden privatisiert: Katastrophe. Stromnetz in den USA: Katastrophe. Es gibt nun einmal Aufgaben, die der Staat (Staat steht hier für das Volk, das geht vergessen, es ist kein abstraktes Gebilde, der Staat sind wir) übernehmen muss. Die Grundvers. soll wie bei der Suva funktionieren, Aerzte endlich vernünftige Gehälter erhalten (Kann es sein, dass ein Urologe 700k erhält?) Antworten


reinhard hertig

02.11.2009, 22:09 Uhr
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Es tönt schon verlockend. Jedoch, mir fehlt der Glaube, dass eine Verstaatlichung / Einheitsbrei günstiger kommt als jetzt. Bekanntlich haben Krankenkassen tiefere Verwaltungskosten als andere Versicherungen. Und tiefer als zum Beispiel eine SUVA, auch eine Staatskasse. Und die IV??? Darum bin ich doch sehr kritisch und mag nicht an Besserung glauben. Dringend wäre es, die Leistungen abzubauen. Antworten


Karl Niedermann

02.11.2009, 22:03 Uhr
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@ Walter Kunz zur Erinnerung: Damals wurde die Abstimmung über die Einheitskasse parteiideologisch kombiniert mit der Forderung nach einkommensabhängigen Prämien anstelle der Kopfprämien. Antworten


Markus von Flüe

02.11.2009, 22:00 Uhr
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Die Entwicklung der Gesundheitskosten würde eine Einheitskasse nur abfedern, aber nicht stoppen. Dabei gingen einige tausend Arbeitsplätze verloren (KK-Administration bis hin zu Werber). Wechsel wäre trotzdem sinnvoll, wenn die übrigen kalkulatorischen Rahmenbedingungen (unterschiedliche Prämien je Region für unterschiedlichen Leistungsbezugs-Kultur) und die Prämien einkommensunabhängig blieben. Antworten


steve walthard

02.11.2009, 21:24 Uhr
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Die Hauptursache für die Kostenexplosion ist die demografische Entwicklung. Das wird noch ca. 40 Jahre so weitergehen. Eine Einheitskasse jedoch lässt den ganzen Apparat effizienter bewirtschaften. In Kantonen mit Monopol-Gebäudeversicherungen sind die Vers-kosten 30-70% tiefer. In Kantonen mit Monopol-Kaminfegern sind diese Kosten 20-30% tiefer. Auch wenn's einigen Leuten gegen die Doktrin geht. Antworten


Charles Dupond

02.11.2009, 21:22 Uhr
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Ob Banken, Strom, Bahnen, obligatorische Haftpflichtversicherungen, Krankenkassen usw. pp. In guten Jahren werden Aktionaere und Maenatscher ueberfettet, und in schlechten Jahren wird nach Steuergeldgeschenken gekraeht oder aus Invaliden Scheingesunde gebastelt. Geht goar nix mehr, wird ganz verstaatlicht; kaum saniert, wird Gewinn wieder privatisiert. Und wenn sie noch nicht gestorben sind.... Antworten


Tobias Nänny

02.11.2009, 21:19 Uhr
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Endlich kommt das Thema wieder mal auf den Tisch. Das finde ich super. ich würde eine einheitlich vom Staat geführte und somit rentable KK sofort unterstützen. Antworten


Mark Warden

02.11.2009, 21:17 Uhr
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Ich verstehe nicht, wieso die Bevölkerung glaubt, alles, was die Gesundheit betrifft, an den Staat bzw. Krankenversicherung zu delegieren zu können und gleichzeitigt, was Bedürfnisse, wie Wohnen, Wohnungsausbau, Inneneinrichtung, Renovationen ohne Fachkenntnisse über Baumärkte selbst erledigen kann. Meine Vision ist: Selbstdiagnose, Selbstmedikation. Ist möglich mit heutigen Technologien, Interne Antworten


Roman Günter

02.11.2009, 21:15 Uhr
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Paul Meier: Das stimmt fast, leider wird immer vergessen, die Leistungen der Privatwirtschaft und anderer Staatsstellen einzubeziehen, daher die günstige Bilanz. Effiziente Rechnungskontrolle müsste natürlich auch eine effiziente Bedürfnis-, Risikokontr. und Zukunftssicherung beinhalten und da ist es eben schon nicht zum Besten bestellt mit der AHV/IV. Meine Kernaussage sprengte leider den Rahmen. Antworten


Urs Erny

02.11.2009, 21:12 Uhr
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Die Bundesverwaltung als 5. Macht im Lande greift mit ihren Weisungen massiv in die Unternehmungspolitik der Krankenkassen ein. Den Kassen sind nach BAG-Belieben die Hände gebunden. Der Hinweis auf die SUVA als "erfolgreiche" Einheitsversicherung zieht nicht, denn diese schiebt ihre Problemfälle einfach auf die IV ab und weist so eine verschönte Bilanz auf. Wann ist die nächste IV - MwSt Erhöhung? Antworten


Hans Ernst

02.11.2009, 21:11 Uhr
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Vielleicht gäbe es eine viel einfachere Lösung als die Einheitskasse: Man müsste den Krankenkassen einfach in der Grundversicherung jegliche Marketingaktivität verbieten und ausserdem Ausgleichszahlungen zwischen den Kassen besser den Risiken anpassen. Dann könnte das Ganze durchaus funktionnieren. Weshalb hingegen die Kassen Marketing machen dürfen, verstehe ich nicht. Antworten


André Gerber

02.11.2009, 20:44 Uhr
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Das wäre schon lange die beste Lösung, dann hört die unsägliche Diskussion jedes Jahr über günstige und teure Kassen endlich auf, die Risikoselektion ist hinfällig und somit die Jagd nach günstigen Risiken. Und viel unnötiger Papierkram bei den Kassen für die Wechselnden gehört der Vergangenheit an. Antworten


René Fischer

02.11.2009, 20:42 Uhr
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Da die Leistungen der Grundversicherung für alle Versicherungen von Gesetzes wegen die gleichen sind, die Grundversicherung für alle obligatorisch ist und und schliesslich die Versicherungen keine Kunden ablehnen dürfen, sehe ich nicht, wie eine Jagd nach guten Risiken funktionieren sollte. Jeder Kunde (ob gutes oder schlechtes Risko) kann ja selbst bestimmen, welcher Kasse er beitreten will. Antworten


Rudolf Steiner

02.11.2009, 20:38 Uhr
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Eine Einheitskrankenkasse löst zwar das Grundübel im Gesundheitswesen nicht, wäre aber ein wichtiger erster Schritt in die Richtung von mehr Gewichtung der Interessen der Versicherten, und weniger Macht für Lobbies. An alle die hier irgendwelche Behauptungen aufstellen, ohne die geringste Ahnung von der Materie zu haben: Es kann funktionieren, Taiwan zeigt wie es geht. Antworten


Curt SIEGFRIED-ROSSI

02.11.2009, 20:37 Uhr
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Spät kommt diese an sich logische Erkenntnis in der Schweiz, aber Hauptsache sie kommt. Antworten


marcel sigrist

02.11.2009, 20:35 Uhr
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Bitte unbedingt auch gleich die Pensionskassen auflösen und die AHV als Einheitskasse ausbilden. Hier besteht das gleich unsinnige und undurchschaubar Kässeliwesen, mit dem alle abgezockt werden. Antworten


Karim Yehia

02.11.2009, 20:20 Uhr
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Etwas muss jetzt geschehen!! Wenn K-Kassen günstigere UnterKassen gründen, dann ist aber ein Riesenwurm im System. Jede KK hat einen kostspieligen Verwaltungsapparat. Je mehr KK'en, umso mehr unnötige Kosten müssen wir bezahlen. Antworten


Walter Kunz

02.11.2009, 20:15 Uhr
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Woher plötzlich dieser Sinneswandel. Gratuliere. Wurde über dieses Thema nicht auch schon einmal abgestimmt. Damals mit einem eigneflüsterten Nein aber leider verworfen. Trotzdem die ehemaligen Befürworter unsere bewährte SUVAL als gutes und funktionierendes Vorbild für ein ja beizogen. Antworten


Jolanda He

02.11.2009, 20:09 Uhr
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Es gibt Krankenkassen, bei denen belaufen sich die Verwaltungskosten auf rund 5 Prozent. Dass das eine Einheitskasse hinkriegt, bezweifle ich stark. Die Suva schafft es jedenfalls nicht unter 10 Prozent. Antworten


ruth leemann

02.11.2009, 20:04 Uhr
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Die FDP-Leute richen den Braten und stehen bereits in den Startlöchern um neue Mandate zu ergattern - mit FDP-Politikern ist jedoch in vergangenen Jahren in der Wirtschaft einiges schief gelaufen - man denke nur mal an die FINMA-MANAGER die im Vorfeld der Finanzkrise versagt haben und immer noch im Amt sind - solle doch diese Grossverdiener etwas an die kränkelnde Wirtschaft zurück geben. Antworten


Markus Ehrler

02.11.2009, 20:02 Uhr
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Wo auch immer, sobald der Staat in die sensible Balance von Angebot und Nachfrage eingreift, verändert sich das Verhalten der Teilnehmer. Es führt zu Ueberreiz und/oder Demotivierung. Es entsteht ein andere "Welt, eine Schweinwelt", mit der Zeit Blasen, die irgend früher oder später einmal schmerzlich platzen müssen. Die Selbstheilungskräfte des Marktes sind ausgerottet, die Vernunft damit vorbei Antworten


Sabine Ziegler

02.11.2009, 19:56 Uhr
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KK gehen auf Fang... Neukunden, tiefes Risiko und schön ein Jahr lang abgarnieren. Für den Versicherter ist es intransparent, was er/sie für das kommenden Jahr braucht und lässt sich durch aufwändige Werbekosten ablenken. Ich möchte eine Prämien die echt, nicht gewinn-ornientiert ist und nicht für Werbsspots, Ärtzegeschenke und Marketing-Gags bezahlen. Ob links od rechts wir brauchen Ehrlichkeit! Antworten


Paul Meier

02.11.2009, 19:53 Uhr
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Roman Günter: Ich weiss nicht, was Sie aussagen wollen. Zumindest die AHV und die IV sind die mit riesigem Abstand am günstigsten geführten Sozialversicherungen. Die Verwaltungskosten betragen einen Bruchteil dessen, was beispielsweise die SUVA oder die Krankenversicherer in Anspruch nehmen. Zudem würde die IV das ganze Instrumentarium zur effizienten Rechnungskontrolle bereits besitzen! Antworten


babs widmer

02.11.2009, 19:36 Uhr
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linkes Postulat ?? das hatten wir dank dreifuss und ist kläglich gescheitert. es gibt nur eines KVG abschaffen! Antworten


Roman Günter

02.11.2009, 19:30 Uhr
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Da werden frisch und fröhlich Schweizerische, amerikanische und skand. Systeme miteinander verglichen...Öpfel, Birre, Zwätschge. Und darauf pappen wir noch einkommens- und vermögensabhängige Beiträge. Bruttosozialprodukt geteilt durch Einwohner und wir werden alle Beamte. Geringere Administrationskosten bei einer Einheitskasse-ein schönes Märchen, wie SUVA, AHV und IV beweisen - korrekt gerechnet. Antworten


Ernst Boller

02.11.2009, 19:29 Uhr
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Es ist an der Zeit, dass die Politiker begreifen, dass der "Markt" hier nicht funktionieren kann. Meine Recherchen haben ergeben, dass allein die fünf grössten Kassen etwa 1000 Agenturen unterhalten. Dieser Verwaltungsmoloch verschlingt sicher einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Die Kundenjagd mit Werbespots, die wir zur Zeit erleben, ist der absurdeste Auswuchs im Gesundheitsmarkt. Antworten


Roland Mèhlemann

02.11.2009, 19:27 Uhr
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Plötzlich ist eine Einheitskasse sinnvoll... Wie peinlich muss die bürgerliche Politik noch werden? Antworten


andi matata

02.11.2009, 19:12 Uhr
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Findet eine Partei für eine Volksabstimmung, mit Gesetzesvorlage in welchem Zeitraum (2-3Jahre) die Einheitskasse eingeführt ist, es wird keine geben. Das war auch bei der 3.Säule so, Anlehnung an das AHV System, jetzt machen die Versicherungen und Banken das grosse (billige) Geld und senken uns die Zinsen nach gut dünken, zu Lasten der Sparer. Weiter so macht die sozialen Einrichtungen kaputt. Antworten


Maria Schmalz

02.11.2009, 19:04 Uhr
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Eine Einheitskasse würde durch massve Unkostenreduktionen (EDV, jede Kasse anderes EDV-System, Verwaltungskosten z.B. CEO-Honorare, etc.) günstiger werden. Antworten


Alfredo Garcia

02.11.2009, 19:02 Uhr
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Das bisherige System dient primär dazu, lukrative Pfründe gegen Konkurrenz bzw. Wettbewerb abzuschoten; eine sog. Einheitskasse wird zur Problemlösung wenig beitragen können. Antworten


Hans Morret

02.11.2009, 19:01 Uhr
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Genau richtig. Her mit der Einheitskasse. Bund diktiert wieviel eine Leistung kosten darf. Einheitliche Kosten- und Leistungsstruktur. Marktwirtschaft in diesem Bereich ist ja wirklich der absolute Blödsinn. Jeder muss ja versichert sein. Alles schaukelt sich auf bis zu einer Superwelle "Tsunami" Antworten


Martin Waeber

02.11.2009, 18:58 Uhr
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Beim Thema Einheitskasse ja oder nein geht es nicht um die Thematik der freien Märkte. Dass das heutige System mit freiem Markt nichts zu tun hat ist wohl jedem klar (siehe z.B. Vertragszwang). Die Frage ist vielmehr, ob eine Einheitskasse effizienter arbeitet. Die SUVA dient jedenfalls kaum als exemplarisches Vorbild für ein effizientes Einheitsmodell. Antworten


Rolf Schumacher

02.11.2009, 18:57 Uhr
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Fallbeispiel (heute erlebt). Der Bruder einer in der CH lebenden Frau, hat für eine Arztvisite (Allgemeinpraktiker) im Kosovo 2000sfr bezahlt. Der Arzt stellte die Diagnose Hepatitis C. Der Pat. müsse für 15`000sfr Interferon haben, sonst sterbe er. Der Patient hat alles Geld aufgebraucht und keine KK (wie viele andere) . Das ist freie Marktwirtschaft in der Grundversorgung. Wollen wir das Antworten


Beat Weinberger

02.11.2009, 18:53 Uhr
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Grundsätzlich wäre eine Einheitskasse ideologisch sinnvoll. Jedoch sind die Menschen nicht mehr ideologisch zu erziehen (zu viel Lobby). Eine Einheitskasse würde erst an 4. Stelle etwas bewirken. Zuvor kommen die Leistungserbinger wie Ärzte, Spitäler und Pharmaindustrie. Die Kosten explodieren nicht durch die Verwaltung der KK's. Es sind hauptsächlich Krankenkosten, die immer mehr steigen... Antworten


Patricia Galli

02.11.2009, 18:51 Uhr
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Wenn man aus den Werken von gleich 2 Wirtschaftsnobelpreisträgern ableiten kann, dass der Prämienanstieg mit der Einheitskasse gebändigt werden kann, tönt das zunächst sehr überzeugend. Doch genau betrachtet ist das alles Theorie, nichts als unbestätigte Theorie: Welche Nation hat denn mit Stiglitz/Arrow-Rezepten eine Grundversicherung-für-Alle bei stabilen Prämien geschaffen? Keine! Antworten


Rolf Schumacher

02.11.2009, 18:48 Uhr
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@Giovanni Fiore:. AHV, IV ,UVG und die med. Grundversorgung sind der soziale Sockel unserer Gemeinschaft. Wenn dieser Sockel fehlt, ist der innere Frieden bedroht. Das MINIMUM zum Leben muss auch in einem offenen, liberalen Staat allen zugänglich sein. Nota Bene: Viele können sich in den USA keine KK leisten und sterben auf der Strasse. Dieses (LIBERALE) Syst. kostet weltweit am meisten! Antworten


Abdul R. Furrer

02.11.2009, 18:43 Uhr
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Sogenannte "Billigkassen" und Wahlfranchisen sind für die Zwangs-Versicherten die einzigen Möglichkeiten zu möglichst günstigen Prämien zu kommen. Glaubt jemand ernsthaft, eine Monopol-Einheitskasse wirke prämiensenkend ? Das Gegenteil wird - mangels Konkurrenz - der Fall sein ! Wenn Einheitskasse, dann nur unter der Bedingung von einkommens - und vermögensabhängigen Prämien. Antworten


Kaspar Scheidegger

02.11.2009, 18:42 Uhr
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Aber dann können wir ja bald keine Gratis FcB Leibchen von der Helsana mehr beziehen und im Joggeli verschwindet die halbe Werbung?!?! Am Schluss wird noch die Saisonkarte teurer.. Ich will doch meine Krankenkassenprämien nicht in medizinische Leistungen verlochen! Damit sollen lieber Werber, Grafiker, Head- und Risikohunter, Controller und Preisausschreiben finanziert werden wie zzt.! /Ironie of Antworten


Andreas Keller

02.11.2009, 18:38 Uhr
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Ich kann den studierten Politikern und Ökonomen heute schon voraussagen, was das Ergebnis des Umbaus zur Einheitskasse sein wird: Die Prämien steigen weiterhin stetig an. Antworten


Luzia Keller

02.11.2009, 18:35 Uhr
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Die Einführung einer Einheitskasse hätte jetzt gute Chancen, vom Volk angenommen zu werden. Die Kostenexplosion ist in vollem Gange und presst dem Mittelstand und besonders Familien den letzten Rest von Kaufkraft aus. Also nicht mehr lange diskutieren und rasch handeln! Dabei ebenfalls ein Malus-/Bonussystem wie bei den Autoversicherungen einbeziehen, damit der Anreiz zur Prävention erhöht wird. Antworten


karl hopper

02.11.2009, 18:29 Uhr
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Für diese Erkenntnis braucht es kein Studium - zudem kommt dazu, dass wrder Kassen noch Ärzte noch Spitäler grundsätzlich Interesse an tiefen Prämien haben.Denn amerikanisch infiltrierte wollen Gewiinn und Kosten im gesundheitswesen hochschrauben. Die Humanität endet hier beim Neoliberalen Business, denn ein sterbenskranker zahlt alles- oder eben die Gemeinschaft... umdenken... Antworten


Giovanni Fiore

02.11.2009, 18:27 Uhr
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@T.Matter, H.Schwaller,S.Bisig und H.Frey: schön, dass immerhin einige ein bisschen weiterdenken als nur bis an die Floskel "Einheitskasse=günstig!" Dass AHV und IV Löcher haben, ist klar, und auch eine Einheitskasse müsste die Leistungen bezahlen. Die Prämien würden dann halt einfach indirekt über Steuern erhoben, welche sicher steigen würden. Antworten


Thomas Hürlimann

02.11.2009, 18:26 Uhr
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So viele gute, ja notwendige Ideen werden heute noch mit der Bemerkung "linke Idee" abgetan. Aber was ist "links"? Es handelt sich längst nicht mehr um gefährliche Extreme. Im Gegenteil: Anarchie kommt heute von denen die auf freie Marktwirtschaft pochen. Dass diese Richtung in eine Sackgasse führt wissen wir inzwischen. Die Zukunft ist mehr Zusammenarbeit, weniger Egoismus und Gier! Auch bei KK. Antworten


Dieter Wundrig

02.11.2009, 18:25 Uhr
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@ Adi Merz-Können Sie sich wirklich einem Kostenanstieg entziehen?Im nächsten Jahr beginnt das Spiel von vorne,die jetzt gewählte Kasse wird wohl höher aufschlagen als die bisherige.Da ja der Markt nicht spielt, die Kassen nicht billiger werden, sondern stetig unterschiedlich aufschlagen. Eine Augenwischerei und Verdummung der Bürger,man ist stets beschäftigt, aber billiger wird es dennoch nicht. Antworten


alfred bleuler

02.11.2009, 18:24 Uhr
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warum wird das ökonomisch sinnvolle meistens mit "linken ideen" schlecht gemacht. -- in den skandinavischen ländern gibt es schon lange einheitskassen inkl. arbeitslosenschutz zum teil mit integrierten volkspensionskassen. dies werden nicht gewinnorientiert, zentral verwaltet, -- diese funktionieren gut ohne exorbitante gewinne für die manager und aktionäre der privaten versicherungen. Antworten


Hans Georg Nägeli

02.11.2009, 18:13 Uhr
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Ja, Ja dieser Herr Steinegger. Immer erst herum hören damit er ja nicht etwas sagt, das der bürgerlichen Mehrheit in den "falschen" Hals gerät. Er könnte sonst ein paar lukrative Mandate verlieren. Was ist bloss aus der freisinnigen Partei geworden. Postenjäger nichts weiter. Antworten


Martin Uhr

02.11.2009, 18:12 Uhr
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Wenn eine Einheitskasse hilft, die Prämienexplosion zu stoppen, dann sollte man diese in Betracht ziehen. Dabei dürfen wir uns aber nicht auf einzelne Massnahmen beschränken, sondern müssen im gleichen Zuge auch die Pharmabranche, Spitäler und Ärzte in ihre Pflicht nehmen. Eine Verbesserung ist dann ersichtlich, wenn wir für eine vergleichbare Leistung nachhaltig weniger bezahlen. Antworten


Heinz Frey

02.11.2009, 18:01 Uhr
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Vielleicht müsste auch die politische Linke von ihren Ideologien abwechen und einsehen, dass das stetige Steigen der Krankenkassenprämien auch mit dem stetigen Ausbau der Leistungen einhergeht. Es sind gerade die Linken, welche die Leistungen immer mehr ausbauen (Drogenabgabe, Komplementärmedizin etc.). Die Kostensteigerung hat nicht nur etwas mit dem gewählten System zu tun. Antworten


Norbert Eichler

02.11.2009, 18:01 Uhr
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Na endlich! Warum hat mir damals bei der (abgelehnten) Abstimmung über die Einheitskasse niemand die selben Argumente abgenommen? Warum braucht es erst Nobelpreisträger, damit solche trivialen Erkenntnisse salonfähig werden? Antworten


Alois Leimgruber

02.11.2009, 18:00 Uhr
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Ich bin nur für die Einheitskasse wenn die Prämie einkommensabhängig ist. Heute bezahle ich die volle Prämie obwohl ich gar kein Einkommen habe. Antworten


Marc Dimanch

02.11.2009, 17:56 Uhr
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kann ein "krankenkassensystem" das zusätzlich zu den kosten noch den "sozialisierten" gewinn verteilt wirklich "billiger"sein? ich denken nicht. SCHEINKONKURRENZ in einem monopolisierten markt... es müsste eine einfache, günstige staatliche kasse sein, die sich mit einer privaten, von mir aus exklusiven spitzen medizin misst. ein"ferrari" für alle ist leider unbezahlbar!das wäre ehrlicher!! Antworten


Alexander Meier

02.11.2009, 17:55 Uhr
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interessant, dass nobelpreisträger dies schon vor 50 jahren wussten und wir immernoch 90 verschiedene krankenkassen mit 90 verschiedenen verwaltungen finanzieren... aber die AHV und die IV als funktionierende systeme zu bezeichnen find ich dezent fragwürdig... wie wärs mal mit einer initiative die NUR eine staatliche kasse fordert - ohne einkommensabhängige prämien etc. Hätte sicher gute chancen Antworten


Stefan Bisig

02.11.2009, 17:55 Uhr
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Auch die andere Seite des Gesundheitswesens ist kein freier Markt: Zum einen haben dank Patentschutz Pharmakonzerne ein Quasi-Monopol auf neue Medikamente und Heilverfahren, zum anderen sind die Regulationsbehörden, die Kantone, oft bestimmender Teil des Marktes (Kantonsspitäler). Was vor allem fehlt, ist eine landesweite Gesundheitsplanung. Antworten


Werner Holliger

02.11.2009, 17:55 Uhr
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@Markus Ernst: Sehr interessant, Ihre Zahlen! Könnten Sie uns bitte die Höhe der Verwaltungskosten pro Versicherten und die Quelle angeben und uns mitteilen, was in den jeweiligen Zahlen genau enthalten ist? Danke! Antworten


Hermann Schwaller

02.11.2009, 17:55 Uhr
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Ein echter Risikoausgleich zwischen den Kassen würde das Problem, dass die Kassen vor allem einen Anreiz haben gute Risiken zu jagen, auch lösen.Modelle (ökonometrische und medizinische) dazu gibt es bereits.Bevor wir einen Systemwechsel vornehmen, sollten wir das existierende System ökonomisch sinnvoll anpassen. Eine Einheitskasse ist zwar interessant hat noch mehr Nachteile als hier beschrieben. Antworten


Bruno Bucher

02.11.2009, 17:50 Uhr
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Das beste wäre eine Einheitskasse,dass andere System ist *faul" und funktioniert in keiner Weise, mit jedem Jahr ausschau halten, nach der billigsten Krankenkasse ,dass kann es sicher nicht sein und mit der dazugehörigen Kostenexplosion jedes Jahr ,bis zum geht nicht mehr!! So nicht mehr tragbar für eine normale Familie. Mit freundlichen Grüssen B. Bucher Antworten


Tom Matter

02.11.2009, 17:49 Uhr
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Funktionieren AHV, IV und SUVA wirklich? Sind Milliardenschulden Zeichen für ein gutes Kontroll- und Führungssystem? Eine Einheitskasse hat grundsätzllich das Potenzial gewisse Administrativkosten zu mindern, die Kostenspirale wird sie aber keineswegs beenden. Wie in prämienbilligeren Ländern wird wohl nur eine Leistungskatalogkürzung einen nachhaltigen Effekt zeigen. Wollen wir das wirklich? Antworten


Martin Loretz

02.11.2009, 17:46 Uhr
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Der Mangel an Wettbewerb bei den Kassen ist nicht das Problem. Vielmehr liegt dieses bei den Praktiken der Pharma und Ihren Handlangern in der Politik. Die zentralistischen Lösungsansätze für Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt, Sicherheit, etc. sind meiner Meinung nach zu einer echten Bedrohung für eine freie, selbstbestimmte Menschheit geworden und die Probleme vielfach vorgeschoben oder konstruiert. Antworten


hans zumstein

02.11.2009, 17:44 Uhr
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Noch eine staatliche Institution à la AHV / IV ? Nein danke! Gegen die Arroganz der Mitarbeiter in diesen Institutionen ist nämlich kein Kraut gewachsen, man ist ihnen auf Gedeih oder Verderb ausgeliefert. Viele arbeiten dort nach dem Prinzip, dass die Kunden (Versicherten) für die Institution da sind und nicht umgekehrt. Wieso? Weil sie wegen ihrer Monopolstellung keinen Komkurrenzdruck haben. Antworten


Kurt Gschwind

02.11.2009, 17:39 Uhr
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Endlich, endlich kommt die Einsicht; es braucht offenbar einfach einen sehr hohen Leidensdruck bis die Vernunft wie ein zartes Pflänzchen durch den kühlen Herbstboden spriesst. Endlich, wirklich! Antworten


Adi Merz

02.11.2009, 17:39 Uhr
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Nicht nachvollziehbar am heutigen System ist auch, dass eigentlich überall die Krankenkassenprämien ansteigen müssten, ich mich jedoch durch einen Wechsel in eine andere Kasse mit denselben Konditionen dem Kostenanstieg entziehen kann. Da stimmt doch die Logik nicht. Wenn das alle tun, wer trägt dann am Schluss die höheren Kosten? Antworten


Giovanni Fiore

02.11.2009, 17:37 Uhr
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Der Witz ist doch, dass bei den KK der freie Markt gar nicht spielen muss. Solange die Leistungserbringer quasi eine Monopolstellung haben, können KK nichts weiter tun, als die 22Mia Leistungen/Jahr weiterzugeben. Ein gutes Gesundheitssystem ist eben nicht gratis. Antworten


Hans K. Willi

02.11.2009, 17:36 Uhr
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Na ja, warum nicht wieder einmal. Aber habt Ihr noch immer nicht begriffen, dass der Leidensdruck für die Mehrheit in der Schweiz noch nicht hoch genug ist. Das Ziel heisst auch für Krankenkassen (alles AG's heute ?): Gewinnmaximierung. Also weiter so mit dem "Liberalisieren". ÖV, Elektrizität, Wasser und so bald als möglich Atemluft. Alles in private Gesellschaften. Antworten


Markus Ernst

02.11.2009, 17:35 Uhr
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Ausgerechnet die SUVA unter dem Präsidium von Franz Steinegger ist exemplarisch für die hohen Kosten eines Monopolversicherers: Der Prämienanteil für die Verwaltungskosten ist um ein Mehrfaches höher als bei privaten Krankenkassen. Die Differenz beträgt etwa 10%. Mit dem KVG wurde die Kostenexplosion im Gesundheitswesen gezündet - eine totale Verstaatlichung bremst diese sicherlich nicht. Antworten


Gion Saram

02.11.2009, 17:35 Uhr
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Die Schweiz ist ein föderalistischer Staat, wo lokale Experimente möglich sind. Warum nicht die Idee einer Einheitskasse in einem begrenzten geografischen Raum ausprobieren. Zum Bsp. im Kt. Tessin oder Genf und dann nach ein paar Jahren die Resultate analysieren. Die SP Initiative zur Einheitskasse ist vorallem an den einkommensabhängigen Prämien gescheitert, aber es ginge auch ohne. Antworten


Rolf Jucker

02.11.2009, 17:32 Uhr
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Da werden sich aber die bestens besoldeten Krankenkassenverwalter nicht scheuen mit Krankenkassen-Prämiengelder eine grossangelegte Propoganda gegen eine Einheits-KK zu lancieren. Antworten


Felix Schacher

02.11.2009, 17:27 Uhr
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Sehr richtig! Jetzt müssen nur noch die Lobbyisten und Stimmungsmacher im Bundeshaus Bern überwunden werden - und dies wird das grösste Hindernis sein! Antworten



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