Warum die SVP die politische Herkunft Blochers vernebelt
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 30.09.2011 132 Kommentare
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Vergangenen April kündete die Corona der SVP mit Parteipräsident Toni Brunner und Vizepräsident Christoph Blocher vor den Medien einen Angriff ihrer Partei auf den Ständerat an. Dieser sei nach links gerückt. Es brauche jetzt in der «Dunkelkammer Ständerat», wo man nicht wisse, wer wie gestimmt habe, «mehr SVP». Die Kampagne für Ständeratskandidat Christoph Blocher in Zürich ist aber optisch nicht darauf ausgelegt, als ob man mehr SVP in den Ständerat bringen wolle.
Auffallend ist, dass der zugkräftigste SVP-Kandidat inzwischen häufig in Inseraten und auf Plakaten ohne Logo der SVP erscheint. «Es gibt zwei Komitees für Christoph Blocher im Ständeratswahlkampf, ein SVP-Komitee und ein überparteiliches Komitee», sagt SVP-Generalsekretär Martin Baltisser. Das SVP-Komitee habe den SVP-Auftritt übernommen, das überparteiliche Komitee laufe aber unter einem «neutralen» Auftritt. Von aussen betrachtet hat man trotzdem den Eindruck, der neutrale Werbeauftritt Blochers überwiege.
Nicht als SVP-Kandidat zu erkennen
Der Berner Nationalrat und SVP-Kantonalpräsident Rudolf Joder hat dagegen nicht zwei Unterstützungskomitees. Er wirbt in der Bahnhofsunterführung in Bern aber auch mit einem Plakat, welches seine politische Herkunft stark vernebelt. Nationalrat Joder ist mit diesem Plakat auf den ersten Blick nicht als SVP-Politiker zu erkennen. Joder wählte nämlich ein ganz anderes Grün als jenes der SVP. Auch das Design ist anders als auf den üblichen SVP-Plakaten. Man muss schon ganz genau hinsehen um rechts unten klein, das Logo der SVP zu erkennen. Joder war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Gar kein Logo hat der Obwaldner SVP-Kandidat Christoph von Rotz in seinen Inseraten, wie die «Luzerner Zeitung» in den vergangenen Tagen berichtete. Von Rotz muss seinen Sitz gegen einen Kandidaten verteidigen, der praktisch von allen anderen Parteien unterstützt wird. Es sei nicht so, dass man in den Inseraten etwas verstecken wolle, erklärte der Obwaldner SVP-Präsident gegenüber der «Luzerner Zeitung». Es wisse wohl jeder in Obwalden, dass von Rotz der SVP angehöre. «Es geht nicht darum, dass wir etwas verstecken wollen. Das ist nun Mal unsere Wahlstrategie.» Und das, obwohl die Partei mit dem Slogan «Schweizer wählen SVP» wirbt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.09.2011, 17:59 Uhr
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132 Kommentare
Meines Erachtens ist Blocher als Ständerat nicht wählbar. Er will dort "mehr SVP" einbringen. Ständeräte müssen aber mehr von ihrem Kanton einbringen, also "mehr Zürich". Er hat seinen Auftrag überhaupt nicht verstanden, um mal im Blocher-Jargon zu bleiben. Antworten
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