Warten auf Göldis Begnadigung
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Man müsse nun den richtigen Moment abwarten, ist Göldis Anwalt Salah Zahal überzeugt. «Wir arbeiten am juristischen Dossier», sagte Zahal am Mittwoch der Nachrichtenagentur SDA. Er hatte bereits am Montag angekündigt, beim Obersten Rat ein Begnadigungsgesuch für Göldi einzureichen.
Der Rat kann Urteile der Gerichte umstossen. So wandelte er zum Beispiel die Todestrafen für die bulgarischen Krankenschwestern in lebenslängliche Haftstrafen um.
Der Oberste Rat sei direkt dem Justizminister unterstellt und basiere seine Entscheide auch auf andere Faktoren als die rein rechtlichen, sagte Göldis zweiter Anwalt, Emmanuel Altit. Es gebe Raum für Verhandlungen und die Chancen einer Änderung des Urteils gegen Göldi seien intakt.
Begnadigungsgesuch und Rekurs
Nach Angaben von Manon Schick, Sprecherin der Schweizer Sektion von Anmesty International, dauert das Vorgehen bei einem Begnadigungsgesuch auch weniger lang als ein normaler Rekurs vor dem höchsten Gerichtshof. Dort müsste der ganze Fall von neuem aufgerollt werden.
In Göldis Fall jedoch bestehe Dringlichkeit und deshalb ziehe auch Göldis Anwalt wohl das Begnadigungsgesuch vor, sagte Schick. Trotzdem will Zahal nächste Woche parallel dazu beim Gerichtshof Rekurs gegen die viermonatige Gefängnisstrafe einreichen. (jak/sda)
Erstellt: 25.02.2010, 17:18 Uhr
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