Schweiz
Diskussion
Versicherungsriese kratzt an Generationensolidarität
Die Krankenkasse Groupe Mutuel fordert erneut höhere Prämien für Alte. Diesmal legt der Konzern eine Studie vor: 20,3 Milliarden Franken fliessen demnach schon bald von den Jungen zu den Alten. Mehr...
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49 Kommentare
Wie kann eine Kasse bei diesen horenden Prämien verantworten, dass die gesamte Belegschaft eine Kreuzfahrt macht. Sprich - wir bezahlen mit den höheren Prämien den Arbeitern von der Groupe Mutuel eine Kreuzfahrt!? Und uns in der Industrie wird das Weihnachtsessen gestrichen. Ich finde das eine Sauerei! Antworten
Ich finde es so etwas von unfair, dass ausgerechnet die Prämien der "Älteren" teurer werden sollen. Welche "Alten" können sich noch Halbprivat oder gar die Privatversicherung leisten? Das ganze Leben haben sie brav die Prämien bezahlt auf etliches verzichtet weil es ihnen wichtig war "gut" versichert zu sein und dann wenn sie die Versicherung brauchen würden, können sie sich das nicht mehr leisten Antworten
Dem Verursacherprinzip sollte mehr Rechnung getragen werden. ZB: 10.- Gesundheits-Steuer pro Liter Alkohol, 10.- Steuer pro Kg Butter, 10.- pro Päckli Zigis, 1.- pro Liter Benzin etc. Alle Gesundheitskosten wären damit längstens bezahlt und die Menschen würden gesünder leben! Wäre doch sooo simpel... und vernünftiger als eine Hetzjagd alt-jung zu inszenieren. Antworten
Jawolle, und die Steuern auch abschaffen, denn dort sind die Reichen auch nicht solidarisch, die Schulen privatisieren, Infrastruktur dem (hätte fast gesagt:Diktator) Privatsektor/Banken, dann sind die Ausländer endlich auch weg und wer da nicht mitkommt, stirbt halt, hat sowieso zuviel Leute auf der Welt, gell!
SIE, Hr.Mathis, wird's sicher nicht treffen, oder?!
@Mathhis. Die Notfallaufnahmen sind in den AAA - Städten jetzt schon übervoll von Patienten die die Prämien nicht bezahlt haben und wollen Sie tatsächlich USA Situationen mit Millionen Bürgern die keine Versicherung haben?
Wieviel kleine Miliönchen fliessen demnächst eigentlich in Richtung Groupe Mutuels Sparschweinchen?
Gesundheit ist aus meiner Sicht keine Handelsware und hat daher bei gewinnorientierten Unternehmen nichts zu suchen. Sie ist Sache des Staates und gehört daher in staatliche Hände (aber nicht in griechisch-artige).
Antworten
Man muss die Prämien dort Verursachergerecht gestalten, wo der Versicherungsnehmer etwas bewirken kann. Z.B. beim Alkohol- und Tabakkonsum und seinen immensen Kosten. Vor allem die Droge Nr. 1 Alkohol gehört endlich aus dem KVG gekippt, sodass die Behandlungen nicht mehr von der KK bezahlt werden, sondern vom Verursacher. An der Generationensolidarität wird nicht gekratzt. Antworten
@ Bea Habegger: Und Radioaktivität gibt es nicht, weil man Sie nicht sieht? Rauchen ist gesund, haben Studien in den 70ern festgestellt, oder doch nicht?
Ewig die egleiche Leier, Raucher, Alkohol, Dicke, Dünne, je nach dem welche Statistiken gerade Mode sind oder was die Pharma gerade in der Pipline hat um es zu vermarkten. Aber kaum wird die aufgeblasene Bürokratie dieses Gesundheitssystems hinterfragt. Droge Nr. 1 im dereinst besten Gesundheitswesen ist die Bürokratie und der Lobbyismus für Krankheiten, statt für Gesundheit.
Um was geht es eigentlich? Dass die Versicherungen mehr verdienen! Deshalb hetzt man Junge gegen ältere Menschen auf. Die jetzt verpönten älteren Menschen haben vermutlich in ihrer Jugend auch schon solidarisch bezahlt für ihre Eltern und Grosseltern. Dann führt doch eine Lebensbegrenzung ein für ältere Menschen - vermultich wären viele jüngere (nicht alle!) dafür - bis sie dann selbst drankommen. Antworten
Solidarität ist nicht das Geschäft von Super-Individuen, die in unserer Gesellschaft mehr und mehr die Mehrheit (en) stellen. Dort liegt doch der Hase im Pfeffer. Bezgl. Krankenkassen - man nehme den Krankheitskatalog WHO von 1970 und den von 2011 - aha; entsprechend nehme man die Anzahl Menschen die ab 40 mit täglichen Medikamenten leben - aha; also wichtig ist einfach auf die Raucher einzuhauen. Antworten
Sie haben offenbar nur eine beschränkte Ahnung: Fast 40% in der Schweiz profitieren von Prämienverbilligungen. Dieses Geld kommt nicht von den KK, sondern vom Steuerzahler und die Finanzierung des Systems ist demzufolge bereits seit Jahren zu einem guten Teil vom steuerbaren Einkommen abhängig. Nein: Tabak- und Alkoholsteuer gehören erhöht und zu 100% in die KK!
Das ist so, weil der arme Schlucker den Millionär subventionieren muss. Nicht nur bei der Krankenkasse.
Krankenkassenprämien sind heute staatl. verordnete "Solidaritätsbeiträge". Soladirisch einzig für KK's mit Prunkbauten hinstellen und Bürokratie aufblasen, unnütze Comparisdienst-Herumhüpferei,BAG-/ und Santésuisse-Bürokratie, sog. Präventionsfantasten (nicht selten Politiker/verdienen mit Märligrippen und Co.), Das ist die heutige Realität und will/darf sich noch Solidarität nennen? Antworten
Einheitskasse, es kann nicht die Lösung sein, dass es so viele Krankenkassen gibt, die alle die selbe Grundversicherung anbieten müssen. Wenn ich da nur an die Saläre der Manager und des Verwaltungsrat denke, könnte man Millionen sparen! Das Parlament hat sicher kein Interesse, da die Politiker ja gerne solchen Nebenerwerb nachgehen! Antworten
... und was tun Sie mit den armen Versicherungsscheffli, die dann ihre Stelle verlieren?? Da diese ja offensichtlich zu wenig zu gebrauchen sind, werden wir mehr Arbeitslose haben u. Politiker in Bern weniger Zustupf...
Ironiemodus: AUS
Was so ein Versicherungsheini wieder zu Tage bringt mit seinen hohen Jahressalär. Ein 25-jähriger Börsenboy verdient jetzt schon 5'000.-/mtl., ein Rentner in Ehe hat das vielleicht knapp auch, aber der Renter hat über 65 Jahre KK-Prämie einbezahlt, der Boy erst 25 Jahre, wovon ca. bis zum 18 Altersjahr eine Kinderprämie. Antworten
Die grossen Kostenverursacher sind weder Junge noch alte Versicherte. Die grossen Kostenverursacher sind die aufgedunsenen Bürokratieapparaturen in BAG, Santésuisse und Co.,soewie Krankenkassen und die lobbyierenden Politiker, welche durch "Krankreden des Volkes" immer mehr als verlängerten Arme der Pharma agieren. Antworten
Genau Frau Habegger, so ist es: Bürokratieapparaturen mit Wucher am Werk und die Quersubventionen auch in der KK-Branche, die die Kosten bis zur Explosion treiben.
Ist tatsächlich so. Die reinen Krankheitskosten steigen in der Schweiz seit Jahren in etwa zusammen mit anderen Kosten gleichauf... den grössten Anteil an den vergangenen Kostensteigerungen haben die Versicherungen selber dann die Zulieferer wie Apparate, Zubehör und Medikamente... Ganz sicher aber nicht die Patienten und mögen Sie noch so oft zum Arzt rennen...
Das gesamte Prämienvolumen aller Krankenkassen betrug im 2010 nicht ganz 21 Milliarden Franken. Da stellt sich doch schon die Frage, wie man da 20 Milliarden von den Jungen zu den Alten umverteilen kann. Das ist für mich zu hohe Mathematik. Bei der Groupe Mutuel wundert mich das aber nicht (war auch mal bei denen versichert). Antworten
Die Frage wie stark Junge belastet werden sollen ist in meinen augen berechtigt.
Wenn ich sehe, dass in gewissen Kantonen ein 25 Jähriger 500 -600 Franken im Monat für die KK bezahlen soll, die er vermutlich nur selten braucht frage ich mich schon ob das fair ist.
Vor allem wenn man wieder liest, dass die grösten Vermögen bei den Rentnern liegen müssen die Rentner dann wieder profitieren bei KK?
Antworten
willi williamson: Ihre Ratschläge sind richtig! Habe selbst so eine Wahl getroffen. Man spart tatsächlich... Aber die Krankenkassen mit ihren Jammertälern und dem jährlichen Aufschlag geben mir echt zu denken. Es müsste was her wie die SUVA, die schreibt wieder schwarze Zahlen und ist in den Beiträgen stabil geblieben.
Habe auch als junger Familienvater vor vielen Jahren über die KK-Prämien gemotzt. Es wurde gepredigt, dass ist Solidarität zu den "Alten." Die jetzt Jung sind, bleiben die immer Jung? Wie wäre es wenn die Jungen mal sparen würden, so wie wir gespart haben? Neues Handy, sofort Auto, immer Ferien, X-Box, jedes Wochenende Ausgang, Open-Air. Dann wäre das Berner Nachtleben nach 24'00 Uhr gelöst.
Jemand, der die Krankenkasse selten beanspruchen muss, wählt mit Vorteil eine hohe Franchise mit entsprechendem Prämienrabatt oder - falls er die freie Arztwahl nicht als wichtig erachtet - eine Hausarzt, HMO oder Telemedizinversicherung, ebenfalls mit hoher Franchise.
Eher früher als später wird sich die Gesellschaft die Frage stellen müssen - wie alt dürfen die Menschen noch werden, selbst wenn sie grösste Altersbeschwerden haben? Irgendwann kann diese Kosten niemand mehr bezahlen, schon gar nicht, wenn man selbst keine eigenen Kinder hat! Unsere eher Kinder unfreundliche Gesellschaft vergisst gerne, die Kinder von heute sind die Leistungserbringer von Morgen! Antworten
Stimmt genau! Es gibt sogar bereits staatl. annerkannte Organisationen die sich "erlaubenb/erfrechen" auf ihren Prospekten/bzw. Bettelbriefen zu vermerken wo man Legate spenden könnte/oder sollte.... Fragwürdig aber Realität in unserem Land! Jung gegen alt und umgekehrt, damit sich irgendwelche Institutionen bereichern können. Eine Schande sondergleichen!
Habe da ein logisches Problem: Einerseits jammert alles, die Leute werden immer älter u.kosten deshalb immer mehr.
Andererseits wird dauernd davon geredet, man müsse besser essen, trinken, Sport treiben, damit man älter wird.
Ja, was jetzt, nu?!
Lasst die Raucher rauchen, die Säufer saufen, Junkfoodies junken, Base-jumper jumpen... und sterben, oder? Oder nicht?! (??)
Alterskategorie ab 35? Eine solch weitere Altersdiskriminierung - neben dem BVG - finde ich echt super! Dann fühle ich mich endlich nicht mehr so allein mit 50, arbeitslos und bereit, nächstes Jahr ausgesteuert zu werden. Dank der PFZ gibt es ja ein fast unbeschränktes Reservoir an jungen, billigen Risiken. Fehlt eigentlich nur noch, dass Behandlungen nach Prämienzahlpotential bewilligt werden. Antworten
René Müller: Schön, dass Sie damals schon auf Lücken aufmerksam gemacht haben. Schade nur, dass dies nicht gehört wurden oder gehört werden wollten. Genau wegen den extrem Linken und extrem Rechten stossen wir immer wieder an Grenzen und das bringt die Schweiz wirklich nicht weiter. Schade einfach! Wir werden noch Weltmeister in der Überdemokratisierung und Blockierung.
@ Meier. Als Junggewerkschafter, habe ich 1971 gegen das BVG Vorträge gehalten. Warum? Schon damals war klar, dass die steigenden Prämien eine "Arbeitsplatzfalle" wird. Ich wurde als Arbeiterhasser, Nestbeschmutzer von den "Linken" verschrien. Von den "Rechten" im Burgdorfer Tagblatt und der Berner Zeitung verhöhnt. Die Einen wollten sofort Sicherheit, die Andern witterten das Geschäft. Und nun?
Ja bei bei den Gesetzesmacher in Bern und bei der Wirtschaft finden die Mittelalterlichen keine Gnade mehr. Gleicher BVG-Lohn-Beitrag-Satz (25 - 65 gleich) hat der Ständerat vor Wochen abgelehnt. Gesundheitslobby will die mittelalterlichen auch noch schröpfen. Na da kommen gute Zeiten auf das Volk in der Schweiz zu. Hoffentlich laufen nicht eines Tages alle Amok vor lauter Verzweiflung!
Vermutlich sollen die AHV-Rentner mit den Minimalrenten in Zukunft noch mehr Krankenkassenprämien bezahlen, was sie sowiso müssen. Aber auch noch etwas an die jungen gutverdienenden Manager. Diese Leute haben ein Leben lang gearbeitet und solidarisch an die Alten bezahlt. Aber jetzt wo sie selber alt sind, soll die Solidarität nicht mehr gelten. Antworten
also, wenn wir Mieter uns klagen, ist es unsere Schuld, dass wir nix auf die Seite bringen, um ein EFH zu kaufen/bauen. drehe den Spiess um: AHVler hatten ein Leben lang zeit, zu Sparen fürs Alter. Selber Schuld, wenn sie das nicht gemacht haben und jetzt von der AHV leben müssen. Mitleid hält sich in engen Grenzen. Solidarität adé.
Ursi Brock: "...Alte gegen Junge auspielen..." geschieht doch auch im Arbeitsmarkt. Jetzt sieht man wohin die fallenden Mauern vom Kommunismus zum Kapitalismus den Menschen hinführt haben. Was für eine a-soziale Gesellschaft da entsteht wegen des freien (kapitalistischen) Marktes!
Herr Meyer so ungerecht sind unsere Versicherungen.
Die Alten sind nicht um jeden Preis gegen höhere Prämien, aber wir fordern unseren Solidarbeitrag zurück, den wir seit vielen Jahren geleistet haben.
Vielleicht ist es wirklich Zeit für eine Einheitskasse.
Ja, so ist das! Wir haben 4 Jahrzehnte solidarisch bezahlt und nun, wo wir selber alt werden, gibt es keine Solidarität mehr für uns! Man spart IMMER bei den Schächsten! DAS war schon immer so.
Ganz einfacher Trick. Die Armen Renter die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind erhalten das Geld ja so oder so von allen anderen. So fliesst mehr der Ergänzungsleistungen zu den Aktionären der Versicherungen und anderen Profiteuren. Wie gut kann man doch den Staat und damit all die hier leben ausnehmen wenn man nur die richtigen Argumente findet. In diesem Fall Alte gegen Junge ausspielen...
Was für eine Logik! Jetzt sollen die Alten, zusätzlich zu ihrer Altersvorsorge, auch noch für die krankenkasse sparen? Wenn man gegen die Solidarität Jung versus Alt ankämpfen will, so solte man überlegen ob einkommensabhängige Prämien nicht sinnvoller wären! Antworten
Generationensolidarität sollte schon längst durch Einkommenssolidarität ersetzt werden. Das Alt und Jung ob reich oder arm, gleich viel bezahlen das ist unsolidarisch. Ich denke wenn jemand 60 Mio im Jahr verdient kann er sich auch 3 Mio Krankenkassensolidarbeitrag leisten. Wer viel verdient soll auch mehr Krankenkasse zahlen, das ist echte Solidarität. Antworten
Interessante Idee. Eine indirekte Verkleinerung der Lohnschere. Wie wäre es mit einer direkten auf max. 1 : 3 netto bei 100 % Pensum?
@Stefano Franscini: Wenn jemand 60 Mio. im Jahr verdient, kann er trotzdem Null Franken steuerbares Einkommen haben (worauf „Ihre“ Prämien dann basieren würden). Mit Ihrem Modell hätte er dann neben der Prämienverbilligung auch noch sehr günstige Prämien.
Neinnein, das dürfen wir niemals tun, denn die Reichen investieren ja ausschliesslich in der Schweiz, und wenn wir denen die hart erarbeiteten Millionen wegnehmen, dann wandern die ab nach Somalia, an die Elfenbeinküste oder nach Zentralafrika. Besser, wir schröpfen die Armen, die wehren sich ja eh nicht und können hier auch nicht weg.
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