Toter Häftling war mutmasslicher Datendieb
Von Matthias Chapman, Olivia Kühni, Samuel Reber, Michel Wenzler. Aktualisiert am 01.10.2010 34 Kommentare
Regionalgefängnis Bern
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«Die Bundesanwaltschaft (BA) bestätigt, dass der verstorbene Mann im Rahmen der Strafuntersuchung wegen Bankdatendiebstählen und dem Verkauf der Daten nach Deutschland seit Mitte September inhaftiert war», heisst es in einer Stellungnahme der BA gegenüber DerBund.ch/Newsnet.
«Die BA führt seit Februar 2010 ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verdachts auf wirtschaftlichen Nachrichtendienst (Art. 273 StGB). In gleichem Sachzusammenhang hat die BA mehrere Rechthilfebegehren an deutsche Bundesländer gerichtet. Die deutschen Behörden haben zwischenzeitlich den Empfang bestätigt», so die BA weiter.
Angeblich ein Tiroler
Das Verfahren der BA dauere an. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zur Wahrung des Untersuchungszwecks würden im jetzigen Verfahrensstadium keine weiteren Einzelheiten aus der laufenden Strafuntersuchung bekannt gegeben.
Beim 42-jährigen Häftling, der am Donnerstag tot im Berner Regionalgefängnis aufgefunden worden ist, handelte es sich laut der österreichische Boulevardzeitung «Krone» um einen Mann aus dem Tirol. Dies berichtet das Blatt unter Berufung auf «Geheimdienstkreisen aus der Schweiz und Österreich». Der Tiroler soll den deutschen Finanzbehörden sensible Daten von 2000 Kunden einer Schweizer Bank verkauft haben.
«Er hiess Wolfgang»
Gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagt der «Krone»-Journalist Klaus Loibnegger: «Wir kennen diese Quelle seit langem und vertrauen ihr. Mitautor Christoph Budin und ich haben keine Zweifel daran, dass dieser Mann der gesuchte Steuerspion ist.» Da weitere Strafuntersuchungen bei der Bundesanwaltschaft laufen, gehe man davon aus, dass weitere Personen in diesen Fall involviert sind. «Die genaue Aufgabenteilung dieser Personen bei diesem Deal mit Deutschland ist uns aber auch unbekannt. Klar ist: Der Mann war da mit dabei. Wir kennen noch den Vornamen. Er hiess Wolfgang.»
Vor zwei Wochen wurde der Tiroler von der Polizei offenbar verhaftet - ohne Wissen seiner Familie. Die genauen Umstände seines Todes sind noch nicht geklärt, die Polizei geht aber von einem Suizid aus. Der Mann hatte in Winterthur gewohnt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.10.2010, 11:18 Uhr
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34 Kommentare
@Peter Müeller da all das in einem CHer gefängniss passierte geh ich mal davon aus sie reden von der CHer regierung? und genau danach sieht es leider auch aus er wurde mundtot gemacht. die alte dame scheint mal wieder die CH zu besuchen und sucht auch diesmal nach neuen erben. Antworten
Seit ca. 20. September in Untersuchungshaft und nun gestorben, wenn es sich bestätigt, eine Untersuchungshaft in einem ultimativ heiklen, internationalen, aufsehenerregenden Fall! Bitte Behörden informieren Sie die Öffentlichkeit und zwar schnell, es gibt ein Recht auf Information! Ich habe das Gefühl, dass unsere Behörden immer weniger offen kommunizieren (z.b. Fall in K.bühl in Biel) ist das so? Antworten
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