Schweiz

Spuhler: Staat soll sich nicht bei UBS einmischen

Aktualisiert am 11.02.2009 31 Kommentare

Die Forderung der SVP nach mehr Staatseinfluss auf die Grossbanken hat beim Wirtschaftsflügel der Partei Widerspruch ausgelöst.

Artikel zum Thema

Kontroverse um SVP-Spitze

Spuhler will nicht in SVP-Leitung

Der Thurgauer Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler will keinen Sitz in der Parteileitung der SVP Schweiz. Dies sei noch nie sein Ziel gewesen, sagte er in einem Interview der «Schaffhauser Nachrichten» und verwies auf die Limiten, die er sich wegen seiner zeitlichen Beanspruchung gesetzt habe. In einem gleichentags veröffentlichten Interview der «Südostschweiz» wies auch Parteichef Toni Brunner interne Forderungen nach einer Verstärkung der Parteileitung mit Spuhler zurück. Die Parteigremien seien vor einem knappen Jahr für eine Dauer von zwei Jahren neu bestellt worden. Brunner begrüsste aber die Aussprache, die die SVP-Fraktion der Bundesversammlung auf den 20. Februar angesetzt hat. Bei den internen Kontroversen geht es vor allem auch um die Position von alt Bundesrat Christoph Blocher in der Partei.

Er kenne Forderungen nach mehr Staat sonst nur von links, sagte der Thurgauer Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler in einem Interview der «Schaffhauser Nachrichten». Es könne nicht sein, dass die SVP jahrelang für einen schlanken Staat eintrete und jetzt den Banken von Staats wegen die Strukturen vorschreibe. Die SP verlange seit langem Salärbegrenzungen, gegen die sich die SVP bisher immer gewehrt habe. Undenkbar ist für Spuhler auch der von der SVP geforderte Einzug des Bundes in den UBS-Verwaltungsrat.

In einem Interview mit «Tagesanzeiger.ch/Newsnetz» kritisierte auch der Zürcher Nationalrat und frühere Bankökonom Hans Kaufmann die jüngsten Forderungen seiner Partei. Sie seien ohne sein Zutun beschlossen worden. Im SVP-Parteiprogramm stehe nirgends, dass die Partei irgendwelche Löhne beschränken wolle.

SVP-Präsident Toni Brunner verteidigte den Vorstoss im Schweizer Radio mit dem Argument, man habe eine Diskussion auslösen wollen. Nach der Intervention des Staats bei der UBS sei es auch nötig, neue Denkweisen einzubringen, sagte der St. Galler Nationalrat. (vin/ap)

Erstellt: 11.02.2009, 09:16 Uhr

31

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

31 Kommentare

Rolf Knecht

11.02.2009, 10:03 Uhr
Melden

Hört, hört das Sprachrohr Ospels! Antworten


Patric C. Friedlin

11.02.2009, 09:55 Uhr
Melden

Der - an sich - geschätzte Peter Spuhler und seine gleich oder ähnlich strukturierten, also fortgeführt autonom denkfähigen und denkwilligen Kollegen aus dem Thurgau, dem Aargau und eventuell aus anderen Regionen sollten nun in der Tat Nägel mit Köpfen machen, so sie sich nicht der Lächerlichkeit preigeben wollen. Nägel mit Köpfen sind in diesem Fall: Auschlussantrag Blocher & Cie oder Austritt. Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.