Schweiz
Schweiz startet Verhandlung mit Österreich
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 05.04.2012 35 Kommentare
Artikel zum Thema
- «Die Schweiz sollte standhaft bleiben»
- «Es ist wie bei Kindern»
- «Bild» reicht Strafanzeige gegen Sommaruga ein
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Eigentlich wollte die Schweiz erst dann mit anderen Staaten Verhandlungen über eine Abgeltungssteuer führen, wenn die entsprechenden Verträge mit Deutschland und Grossbritannien unter Dach und Fach sind. Mit den Briten ist man sich seit einiger Zeit einig. Morgen Freitag soll in Bern auch der Vertrag mit Deutschland über eine Abgeltungssteuer unterschrieben werden. Dies hat Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf heute verkünden lassen. Offenbar gehen der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und Widmer-Schlumpf davon aus, dass am Ende auch der deutsche Bundesrat, diesem Vertrag zustimmen wird.
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat heute darum beschlossen, auch mit dem Staat Österreich Verhandlungen über ein Abgeltungssteuerabkommen aufzunehmen. Die Österreicher rennen dafür schon seit Wochen im Finanzministerium von Eveline Widmer-Schlumpf die Türen ein. Das Land braucht offenbar für den Abbau horrender Staatsschulden rasch Geld und will es sich durch die Besteuerung österreichischer Schwarzgelder auf Schweizer Konten beschaffen, wie der «Tages-Anzeiger» und andere Medien wiederholt berichtet haben.
Unklar, wie viel Geld fliessen würde
Die Österreicher hoffen, dass die Schweizer Geldquelle bereits ab 2013 sprudeln wird, ein Zeitplan, der vom Informationschef des Schweizer Staatssekretariates für Finanzfragen (SIF), Mario Tuor, wiederholt als ehrgeiziger Terminplan bezeichnet wurde. Gedämpft werden die Erwartungen allerdings auch, was die Summe der zu erwartenden Gelder betrifft. Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter rechnet offenbar mit einer Milliarde Euro für 2013. Solche Schätzungen werden aber selbst von österreichischen Medien in Zweifel gezogen.
Damit kommt die Schweiz ihren Ziel ein bisschen näher, die Abgeltungssteuer international als Alternative zum automatischen Informationsaustausch zu etablieren. «Für den Finanzplatz ist die Abgeltungssteuer nach wie vor ein Konzept, mit dem die Weichen für die Zukunft wohl am besten gestellt werden können», sagt Bankenspezialist und BDP-Nationalrat Martin Landolt. Wichtig sei aber – gerade im Fall von Deutschland –, dass schon bald Klarheit herrsche. Eine zu lang anhaltende Ungewissheit verunsichere verständlicherweise die betroffenen Kunden.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.04.2012, 18:02 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
35 Kommentare
Vielleicht sollten wir auch noch die Schäden aus der Habsburger Zeit inklusive Zinses-Zins verrechnen. Wie ist das eigentlich - werden Zinseinnahmen aus Schwarzgeldern in Oesterreich und Deutschland von Schweizer-Kunden auch an die Schweiz geliefert? Antworten
Schweiz
Heizöltank: Tankrevision oder Sanierung
Möchten Sie mehr über die Revision und Sanierung von Heizöltanks erfahren? Dann sollten Sie hier klicken und weiterlesen.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.


Bitte warten

























