Schäuble im Spital – Treffen mit Merz vertagt

Aktualisiert am 01.03.2010

Das für morgen geplante heikle Treffen von Finanzminister Hans-Rudolf Merz mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble ist vertagt worden. Die beiden Minister hätten einiges zu klären.

Sie haben viel zu besprechen: Finanzminister Hans-Rudolf Merz (links) und Wolfgang Schäuble.

Sie haben viel zu besprechen: Finanzminister Hans-Rudolf Merz (links) und Wolfgang Schäuble.
Bild: Keystone

Wegen Komplikationen nach einer Operation muss Wolfgang Schäuble etwa zwei Wochen im Spital bleiben. Wie ein Sprecher Schäubles sagte, wurde dem querschnittgelähmten Minister vor wenigen Tagen ein Implantat eingesetzt. Der Routineeingriff sei zwar erfolgreich verlaufen, beim Heilungsprozess seien jedoch Probleme aufgetreten, so dass eine Nachoperation notwendig werde.

Nach der Rückkehr Schäubles aus dem Spital werde mit der Schweizer Regierung ein neuer Termin vereinbart, sagte der Sprecher. Schäuble und Merz wollten insbesondere über das geplante neue Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sprechen.

Die dritte Verhandlungrunde zwischen der Schweiz und Deutschland ist für Mitte März geplant. «Wir hoffen, dass das Treffen der beiden Minister noch vorher stattfinden kann», sagte Merz' Sprecher Roland Meier auf Anfrage.

Thema gestohlene Bankdaten

Bei dem Gespräch sollte es auch um den umstrittenen Kauf von gestohlenen Schweizer Bankdaten gehen, mit denen die deutschen Behörden Steuersünder überführen wollen. Der Bundesrat hatte den Datendiebstahl scharf kritisiert.

Er will in das neue DBA die Regel aufnehmen, dass auf Basis gestohlener Bankdaten keine Amtshilfe geleistet wird. Zudem will Merz in Erfahrung bringen, welche Art Bankdaten Deutschland angeboten werden und wie sie in Besitz des Anbieters gelangten. (bru/sda)

Erstellt: 01.03.2010, 16:40 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Schweiz

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Gratis ePaper für «Bund»-Abonnenten