Schweiz
Sammeltag für Flutopfer: «Wir haben einige grosse Beträge erhalten»
Von Jan Derrer. Aktualisiert am 19.08.2010 64 Kommentare
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Über 16 Millionen Franken hat die Schweizer Bevölkerung der Glückskette bisher für die Opfer der Überschwemmungen in Asien gespendet. Allein am nationalen Sammeltag am Mittwoch erhielt die Glückskette Zusagen über insgesamt 13,035 Millionen Franken.
Während 18 Stunden - von 6 Uhr bis Mitternacht - nahmen über 500 Freiwillige die Telefonanrufe der Spendewilligen entgegen. Die Gaben reichten vom Batzen aus dem Kinder-Kässeli bis zur Million eines privaten Unternehmens, wie die Glückskette in der Nacht auf Donnerstag in ihrer Bilanz schrieb.
Insgesamt hat die Glückskette für die Hilfe in den überschwemmten Gebieten in Asien mehr als 16 Millionen Franken zur Verfügung. 3,1 Millionen waren bereits vor dem Sammeltag eingegangen.
Spendebereitschaft gestiegen
Die Glückskette arbeitet vor Ort mit acht Partnerorganisationen zusammen und begleitet die von ihr mitfinanzierten Projekte. Damit sei sichergestellt, dass das Geld direkt den von der Katastrophe betroffenen Menschen zugute komme, hielt die Organisation fest.
Die Bereitschaft, für die Opfer der Flutkatastrophe zu spenden, ist nach den wiederholten und dramatischen Aufrufen der UNO und von Hilfsorganisationen nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland gestiegen.
UNO braucht noch mehr Geld
Die UNO erhielt bis Mittwoch 228 Millionen Dollar. Das ist knapp die Hälfte der 460 Millionen, die sie für die erste Versorgung der Flutopfer benötigt. Weitere Spenden seien zugesagt worden, sagte Maurizio Giuliani, Sprecher des UNO-Koordinationsbüros für humanitäre Hilfe (OCHA). Die Spendebereitschaft habe zugenommen.
Die EU erhöhte ihre humanitäre Hilfe auf 115 Millionen Euro. Die EU- Kommission stellte zusätzliche 30 Millionen Euro als Nothilfe bereit, sagte die zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa am Mittwoch. Damit kommen aus dem EU-Budget jetzt 70 Millionen Euro. Zusätzlich haben die einzelnen EU-Staaten bisher 45 Millionen Euro aus ihren nationalen Budgets bereitgestellt. Dieses Geld reiche aber nicht, um Pakistan wieder aufzubauen, sagte Georgiewa. Deswegen sei die internationale Geberkonferenz nötig, die EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso angeregt hatte.
Die USA stellten bisher rund 90 Millionen Dollar zur Verfügung. Die finanzielle Hilfe soll am Donnerstag ein weiteres Mal aufgestockt werden, wie ein Sprecher des Aussenministeriums am Mittwoch sagte.
Mindestens 6 Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe
Laut UNO-Sprecher Giuliani ist das von der Flutkatastrophe betroffene Gebiet so gross wie die Schweiz, Österreich und Belgien zusammen. Bisher konnten laut UNO erst ungefähr 700'000 Flutopfer mit Lebensmitteln und sauberem Wasser versorgt werden. Mindestens sechs Millionen Menschen brauchen dringend Überlebenshilfe.
Die Regierung von Pakistan sicherte zu, gewissenhaft mit den Hilfen umzugehen. Man überlege, ausländische Prüfer zur Überwachung der Verwendung von Spenden einzusetzen, sagte Innenminister Rehman Malik dem britischen Sender BBC. Die Hilfe gehöre «den Armen, den Flutopfern», sagte Malik.
Pakistan bat die NATO inzwischen um Hilfe bei Lufttransporten. Der Bundesrat beschloss am Mittwoch, dem Land Schweizer Armee-Helikopter zur Verfügung zu stellen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.08.2010, 22:26 Uhr
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64 Kommentare
Herr Müller, als Muslimin weiss ich "was im Original steht". Zakat ist eine der Pflichten der Muslime, und würde nicht auf die Flutopfer verwendet, der Verwendungszweck ist im Koran festgeschrieben, ebenso wie die Höhe. Sadaqa sind freiwillige Spenden. Im Ramadan ist es für Muslime Brauch zu spenden, so wie Christen an Weihnachten Geschenke machen, Höhe und Zweck sind nirgends vorgeschrieben Antworten
Zuerst waren 20 Millionen Leute betroffen, dann sah man vorgestern in englischsprachigen Medien die Zahl 11 Millionen, jetzt sind es laut Artikel noch 6 Millionen. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, dann ist das erfreulich. Das wirkliche langfristige Problem ist übrigens die Bevölkerungsentwicklung (1950 ca 33Mio, 2010 ca 180Mio), die dazu führt, dass immer mehr Menschen in Flussnähe wohnen. Antworten
Die Flutkatastrophe stimmt mich traurig. Ich staune wie die europäischen Länder helfen, nur frage ich mich wo die überreichen asiatischen Ölländer geblieben sind? Man hört nie davon. Warum helfen sie ihren Glaubensbrüdern nicht? Tun dies nur die so verhassten Christen ? Antworten
Ih spende, denn wenn auch nur die Haelfte ankommt, so ist das immer noch sehr viel fuer Leute die alles verloren haben. Die Argumente der Nichtspender sind billig, denn auch bei den erwahenten oder andern Organisationen versickert sicher ein Teil. Wer Hilf erhalten hat weiss dies zu schaetzen trotz der Talibanpropaganda. Eine Hilfe ist auch eine Investition in die Zukunft. Antworten
Es ist erfreulich, das die Schweizer so viel Geld sammelt, aber was sind die 12 Millionen Franken schon, wenn man Ueli Maurer sagen hört, er will für über 6,3 Milliarden Franken Waffen kaufen. Und eine Frage wo mir schon lange auf der Zunge brennt: Wird im Ausland auch für uns gespendet, wen bei uns ein Unglück geschieht z.B die Hochwasseropfer von Gondo VS ? Antworten
Ja, auch ich bin mir sicher dass viel Spendengelder in falsche Hände gelangt, aber eine Spende zu verweigern aufgrund der Politik, Religion oder was auch immer all die Kommentatoren hier vorschieben, kann ich einfach nicht Ernst nehmen. Erklären sie doch mal einem pakistanischen Kind, welches seine Eltern verloren hat, weshalb sie ihm nicht helfen wollen. Weil die Saudis auch nicht genug fehlen? Antworten
Es liegt auch an der Presse dafür zu sorgen, dass die Spendegelder richtig genutzt werden. Die Berichte nach den Spendetagen werden immer spärlicher und das stinkt mir. Putin macht es richtig, er lässt per Video die Gebiete überwachen um den Fortschritt der Aufbauten zu kontrollieren. Es würde schwieriger für Bescheisser wenn mehr darüber berichtet wird. Antworten
Niemand wird zum Spenden gezwungen, aber die Ausreden der Nicht-Spender sind peinlich. Klar hat Pakistan keine bewundernswerte Regierung, klar sollen wir die Menschenrechtsverletzungen anprangern. Aber bitte, stellen wir uns nicht nur die Frage "Was passiert mit meinem Geld, wenn ich spende", sondern auch "Was passiert, wenn ich nichts spende". Humanitäre Hilfe darf nicht verpolitisiert werden. Antworten
Spenden sind nach wie vor freiwillig. Wozu also all die Rechtfertigungen hier im Forum? Primär geht es darum, das Überleben möglichst vieler Menschen in den Katastrophengebieten von Pakistan und China zu sichern. Dies unabhängig der schwierigen politischen Lage. Antworten
wer garantiert mir, dass Spenden wirklich für die P-Bevölkerung eingesetzt werden? Niemand kann mir das garantieren also spende ich lieber an eine Institution in der Schweiz wo ich sicher bin, dass die Spende den Armen/Kranken etc. zu Gute kommt...komisch für hilfsbedürftige Schweizer wird "nie" ein Spendetag ins Leben gerufen. Antworten
Natürlich geht es um Menschen die einfach Pech hatten dort geboren zu werden. Es geht aber auch um die Frage; helfe ich den Menschen mit meiner Spende dort wirklich? Fakt ist, dass Pakistan grundsätzlich die notwendigen finanziellen Mittel hat um den Menschen zu helfen! Für mich ist es keine Frage der Religion, ob ich Spende oder nicht. Wo war der nationale Sammeltag für die Opfer von "Katharina"? Antworten
Schiebt nicht alles was schlecht ist dem Islam zu. Die Korruption hat doch nichts mit der Religion sondern mit Staat, Kontrollorganen, Erziehung, Justiz zu tun. Unser katholischer Nachbar Italien ist doch auch korrupt (siehe Aquila). Ich habe gespendet und fühle mich gut. Ein ausw. Abendessen weniger, was solls! Auch wenn nur 25% ankommen. Immerhin können vielleicht Menschenleben gerettet werden! Antworten
Pakistan ist eine Atommacht und hätte, ich bin da fast 100%sicher, genug Geld um dieses Elend zu bekämpfen! Und jetzt plötzlich sollen wir Ungläubigen gut dafür sein, zu helfen, wohl verstanden anscheinend mehrheitlich mit Geld? Schon vergessen, was mit den Millionen von der Tsunamihilfe passiert ist resp. wieviel davon im Korruptionssumpf versickert ist? Und Pakistan ist Korruption pur...leider Antworten
Ich bin Hin und Her gerissen. Wenn ich gelesen habe, was mit den Tsunamigelder damals für Unsinn finanziert wurde dann sagt der Verstand Nein. Das Herz sagt Ja. Das Deza und Herr Jeanneret sollten uns einmal abschliessend erklären was denn in Sri Lanka und an anderen Orten so falsch gelaufen ist. Dies wäre Vertrauensbildend. Antworten
Schrecklich wie die Bevölkerung, vor allem Frauen und Kinder in diesem Staat leiden. Nicht nur wegen der Flutkatastrophe, auch wegen frauen- und mädchenfeindlichen Gesetzen dieses Moslemstaates. Mit den Ausgaben die Pakistan für das Atomwaffenprogramm tätigt, könnten die Probleme im Land geregelt werden! Spenden wir also ohne Bedingungen an die Regierung, dass das Geld für Waffen nie ausgeht! Antworten
@Erich Deiss: Eine billigere Ausrede habe ich selten gehört. Um zu spenden muss man sich nicht anmelden und auf die Schulter klopfen lassen. Das PCK 10-15000-6 ist hinlänglich bekannt. Also einfach leeren Einzahlungschein ausfüllen, bei Bemerkungen "Überschwemmung Asien" eintragen und zur Post gehen, oder noch besser per e-banking oder ZA überweisen (keine Spesen für die Glückskette). Antworten
Mich würde mal eine Studie interessieren, in dem nachgegengen wird, in welchem politischen Lager sich der potenzielle Spender sieht. Ich denke wir würden hier staunen... Denn den Rechten wird ja nachgesagt, sie können nur bis zum Nasenspitz denken, sind daher also auch eher mit Kinderphotos köderbar. Den studierten Linken aber sehen hier wohl eher die Taliban, Atomwaffen, Korruption, ect. ... Antworten
@martin schenkel. Ich bin Atheist und lasse mir von niemanden diktieren wem oder wieviel ich spenden muss. ich verweigere heute bewusst und aus verschiedenen gründen eine spende an pakistan. dafür werde ich 100 franken an die krebshilfe schweiz spenden. dort weiss ich, dass mein geld sinnvoll investiert ist und nicht zu 75% in den taschen korrupter militärs und regierungsbeamten verschwindet. Antworten
Herr Müller: ich meine nicht! Almosen (Zakat) ich meine freiwillige Spenden (Sadaqa). Zur Zeit reisen viele Vertreter von Hilfswerken und Schulen in Asien, Afrika und andern Gegenden durch den Golf und sammeln Spenden von Privaten und den Regenten, wie jedes Jahr im Ramadan. Vielleicht sollte man sich bewusst machen, dass hier kaum je realistisch über das Leben in diesen Ländern berichtet wird. Antworten
Es ist schon erschreckend wie bestimmte KommentatorInnen hier argumentieren. Es sind Menschen von einer ungeheuren Katastrophe betroffen. Menschen die dringendst unsere Hilfe benötigen! Menschen die weder mit der Politik ihrer Regierung noch mit islamistischen Extremisten etwas am Hut haben. Hier kann der Extremismus und Terrorismus erfolgreich bekämpft werden. Indem man diesen Menschen hilft. Antworten
@Armin Landert: Danke für den (einzigen) hoffnungsvollen Beitrag! Schliesslich sind Menschen einfach Menschen! ...aber wetten, dass sich (fast) alle vorherigen Kommentarschreiber trotz ihrer zynischen Beiträge trotzdem als "humanitär eingestellt" betrachten? Woher wollt Ihr wissen, dass die anderen muslimischen Staaten nichts spenden? Ihr seid die Totengräber der humanitären Tradition der Schweiz! Antworten
Spenden hilft! Wenn man die Kommentare hier liest, fragt sich der Freidenker, wie manche "Christen" humanitäre Hilfe definieren und wovon sie sie abhängig machen wollen?! Ich werde etwas spenden, auch wenn ich weiss, dass nicht 100% ankommen. Wer ALLES verloren hat, ist froh um die kleinste Hilfe! Ich bin wirklich alles andere als reich, aber gegenüber den Betroffenen habe ich ALLES! Antworten
Ein Unternehmen hat also eine Million gespendet. Ein echtes Vorbild, weil es auch ohne Namensnennung verbunden ist. Im Tages-Anzeiger. Andernorts allerdings darf man lesen, dass es sich um die AMAG handelt. Wieso eigentlich darf man dies nicht erfahren? AMAGseits ist sicher kein Werbezwecke damit vorgesehen, ist doch Walter Haefner wie die Firma als allgemein bescheiden auftretend zu nennen. Antworten
Trotz dem Spendenbedarf und der unsäglichen Not in Pakistan kann ich die Zurückhaltung der Geldgeber verstehen. Erstens häufen sich die Katastrophen weltweit derart massiv, dass nicht mehr genügend Mittel zur Verfügung stehen werden. Zweitens ist es im Falle korrupter Regimes (auch Zardari gehört dazu) im Verbund mit den nachdrängenden Talibans nicht sonderlich motivierend, gerade dort zu spenden. Antworten
Wenn man im Internet spenden will bei Glückskette, muss man sich mit Namen und Adresse anmelden. Mein Wohnort Bad Zurzach ist aber im Glücksketten-Wohnortsverzeichnis nicht eingetragen, und ich kann mich nicht anmelden. Eine diesbezügliche Email an die Glückskette wurde bis jetzt nicht beantwortet. Antworten
Was seit ihr doch alle (fast alle) für engstirnige und herzlose Egoisten. Und ihr wollt Christen sein? Es widert einem an, mit was für dummen Argumenten ihr den hilflosen Opfern die Hilfe verweigert. Ekelhaft ist das. Wenn jemand am ertrinken ist, verlangt ihr zuerst den Pass, um zu sehen ob es sich lohnt zu helfen? Aber denkt dran, alles was ihr tut, kommt eines Tages auf euch zurück. Antworten
Die 20 Millionen Betroffene sind etwa 11% der 180 Millionen der Bevölkerung Pakistans. (1950 lag die Zahl noch bei ca 32 Millionen). Langfristig werden sich die Desaster wiederholen, da die Bevölkerung genau dort lebt, wo es Überschwemmungen gibt. Langfristig wirkt nur Geburtenpolitik, Siedlungspolitik und Infrastruktur. Wer darauf vertraut, dass die gebaut wird, soll spenden. Antworten
Am meisten stört mich, dass immer hervorgehoben wird, wie die Kinder leiden. Wieso müssen immer die Kinder herhalten. Da geht es lediglich darum, dass die Leute dabei schwach werden und spenden. Wenn erzählt wird, wie sehr die Erwachsenen unter der Flut leiden, dann würde niemand spenden. Ich habe schon vor Jahren beschlossen, nichts mehr an islamische Länder zu spenden. Antworten
Auch ich werde keinen Rappen spenden. Pakistan hat Milliarden für Atomwaffen, also hat es auch das notwendige Geld die Infrastruktur wieder aufzubauen und die Hilfsmiitel zu bezahlen. Dies im Gegensatz zu Haiti, wo zwar auch alle Politiker korrupt sind aber der Staat tatsächlich kein Geld hat. Antworten
@sam Gerber. Ich kann ihren Groll verstehen. Wie der pakistanische Mensch dazu kommt, so zu denken ist vielleicht auch interessant. Im Westen wie in der islamischen Welt werden kritische Meinungen übereinander hochgeschaukelt. Es gibt sicher Grund für Kritik, die wird aber so nicht sinnvoll aufgenommen. Eine Spende in Not ist für mich etwas menschliches als positive Ergänzung zu Scharfmacherei. Antworten
Für mich ist es undenkbar, dass ich nach Pakstian auch nur einen Franken überweise. Einerseits is dieses besitzt dieses Land Atomwaffen, deren Entwicklung sicher Abermilliarden gekostet hat, andrerseits sind DIE nicht fähig (willens?) bei dem Vorliegenden "Poblem" auch nur im Ansatz richtig zu reagieren. So geht das nicht! Da überweiase ich lieber etwas an eine CH-Behindertenwerkstatt. Antworten
nicht zu spenden, ist natürlich jedermanns eigene entscheidung. ich denke aber, dass man damit nicht etwa die politspitze trifft sondern eben doch die betroffene bevölkerung. mir ist lieber, von meinem gespendeten geld kommt wenigstens etwas dort an, wo es hin soll, als dass die bevölkerung einfach im sumpf sitzen gelassen wird. polit-religiöse kommentare u. vorgeschichten interessieren jetzt nicht Antworten
Man weiss ja, für was Pakistan steht (Atombombe, Taliban, Kashmir, Verurteilung der CH etc.). Auch die Glückskette weiss darum, darum heisst der Nationale Spendentag auch nicht "Hilfe für Pakistan", sondern "Hilfe für Asien". Ich jedenfalls werde die Taliban nicht indirekt unterstützen - das Leid in der Welt ist unermesslich - ich werde das Geld für etwas anderes spenden: Haiti, Afrika, Malaria.. Antworten
Frau Bundesrat Leuthard, haben Sie schon gespendet ? So leid mir die betroffenen Pakistaner tun, ich werfe kein Geld einem Land nach, wo alle politisch Verantwortlichen korrupt sind, die Schweiz ueber die Medien angreifen, Geld fuer Atombomben haben und sich einen Dreck um die eigenen Leute kuemmern. Leider. Ich spende fuer Leute in der Schweiz, das macht Sinn ! Antworten
Dass die Spendengelder zu 100 % bei den Bedürftigen landen, glaubt ja niemand. Gerade eben im Fernsehen (10vor10) wurde gezeigt, wie Hilfsboote an die Taliban (schwarzes Schwert) übergeben wurden. Internationale Geberkonferenzen sind auch ein Witz - die Milliardenversrechen an Haiti haben gerade 3! Länder eingehalten (u.a. Schweiz und China). Wer wagt sich überhaupt in die Talibangebiete? Antworten
Es kann nicht sein, dass wir in den letzten Jahren den Gürtel enger schnallen, Teilzeit, ja sogar Kurzarbeit leisten mussten, den Bankern & Managern trotz Verlusten Boni in Mio-Höhe 'nachgeworfen' wird & nun versucht man uns auf die Tränendrüse zu drücken?! Liebe/r Frau Leuthart, Frau Calmy-Rey, Herr Jeanneret , sie wissen genau wo das Geld für Pakistan zu holen ist, aber sicher nicht beim Volk... Antworten
Es gibt nur einen Grund, warum die Islamischen Länder nicht spenden: die wissen genau wo das Geld in einem islamischen Land wie Pakistan versickert. Ein paar Pakete werden aus der Luft abgeworfen, der Rest fliesst in die Taschen der Regierungsmitglieder. Mit ein bisschen "Glück" sponsert der Westen mit den Spenden sogar direkt die Talibans. Antworten
Herr Bleuler, Spenden ist einer der Grundpfeiler des Islam. Es gibt mehrere islamische Hilfswerke, welche ständig sammeln: Islamic Relief, Muslime helfen sind nur zwei von den hier tätigen, die immer wieder Sammelaktionen machen, auch für nichtmuslimische Länder. Im Ramadan wird traditionell viel gespendet, zweifellos beteiligen sich auch Saudis, Kuwaiti, Türken etc. grosszügig. Antworten
Das was jetzt in Pakistan und anderen Erdteilen abläuft, haben uns Wissenschaftler vor mehr als 20 Jahren vorausgesagt. Trotzdem kümmert sich der Durchschnittsmensch einen Deut um die Umwelt: Flugferien, LKW-Verkehr, Abholzung tausender Waldkilometer jedes Jahr, Austrocknung von riesigen Seeen, usw. Sein Verhalten ändern - nein danke - lieber rasch 20.00 spenden und zur Tagesordnung übergehen... Antworten
Rekordsummen wurden für Haiti gesammelt. Die Leute leben noch immer in Zelten. Die Hilfswerke beschäftigen zu viel Personal welches zu viel Lohnkosten verbraten. Die Lohnkosten sind Spendengelder. Jeanneret arbeitet sicher auch nicht für einen bescheidenen Lohn. Soll doch Pakistans Staatschef sein CH Konto plündern und spenden. Die Hilfswerindustrie läuft und mancher lacht uns aus. Antworten
Ich werde nichts spenden. Vor nicht langer Zeit wurde die Schweiz aus Pakistan als rassistisch und intolerant betitelt. Helfen tut man gerne, wenn eine gewisse Gemeinsamkeit besteht. Der Stellenwert der "Westler" ist bekannt. Wo ist den die vielbeschworene muslimische Bruderschaft? Wo sind die Spenden aus den reichen Golfstaaten? Antworten
Argumente um nicht zu Spenden sind immer leicht zur Hand. Wie sollten vielleicht einfach dafür dankbar sein in einem Land leben zu dürfen welches von solchen Katastrophen glücklicherweise bis jetzt verschont geblieben ist und für Notfälle eine entsprechende Infrastruktur hat. Solidarität hat hier nichts mit Taliban oder Atomwaffen zu tun sondern mit Menschen welche auch sonst nicht viel haben. Antworten
Wenn man sich ein Bild über das Ausmass der Katastrophe macht, müsste gespendet werden. Leider hemmt die Korruption den Spendenfluss. Transparency International stellte fest, dass rund 75% der Spendengelder seit 1971 in den Taschen korrupter Beamter gelandet ist. Die Überschwemmungen haben Pakistan um Jahre zurückgeworfen. Nutzniesser diese Tragödie werden die Extremisten sein, wenn niemand hilft. Antworten
Das katstrophale Elend in Pakistan erfordert natürlich Hilfe der Welt. So richtig ins Portemonnaie greifen will man nirgens. Ursachen sind klar: Talibanland, Korruption bis ins Präsidentenzimmer, mit Hilfsgeldern Waffen gekauft, statt Dämme gebaut. Wenn der milliardenschwere Vatikan Nächstliebe lebt, schickt dieser mal einige Mio. dorthin. Dann spende ich auch, vorher nicht, Hart aber wahr. o.s. Antworten
Nach dem schlimmen Erdbeben im 2005 wurde in Pakistan vieles wieder aufgebaut. Die UNO verliess jedoch das Land bereits nach einem halben Jahr wieder, viel zu früh- auch andere Organisationen waren rasch wieder weg.Muslimische Organisationen bauten vor allem prächtige Moscheen, anstatt den armen Leuten zu helfen. An vielen Orten stand schon eine neue Moschee,- das Volk lebte noch in Zelten. Antworten
Was bedeutet "rund 100.-- von 100.-- gespendeten Franken kommen den Opfern zu Gute"? Wieviel von den seinerzeit grosszügig gespendeten Fränggli sind bei den Tsunami-Opfern angekommen? Es gibt auch bei uns Menschen, welche Hilfe benötigen. Die Heilsarmee mit ihren vielen Mitgliedern, die Freiwilligenarbeit leisten, lassen grüssen und freuen sich über jeden Batzen. Antworten
Darf man daran erinnern, dass die Bevölkerung Pakistans 2,3 % netto um rund 4 Mio. jährlich wächst? Die Fluten werden daran nichts ändern. So lange das Wuchern der Weltbevölkerung tabuisiert wird, bleibt die «humanitäre Hilfe» bestenfalls Flickwerk. Antworten
Wenn ich allerdings heute Morgen früh den pakistanischen Innenminister im Interview auf "BBC World" höre, der versichert, er stehe mit seinem Namen dafür, dass die internationale Hilfe zu 100 Prozent bei den Opfern ankomme + man überlege sich, internationale Beobachter einzusetzen, so sind damit meine Zweifel nicht ausgeräumt. Aber vielleicht sollte trotzdem das Herz statt der Verstand sprechen. Antworten
Warum wird verschwiegen, dass in diesem Fall zwei militärische Mittelmächte, welche im Besitz von Atomwaffen sind, unterstützt werden. Sicher, es geht um die Ärmsten und Schwächsten, dies steht ausser Frage. Aber wo sind die Millionen der Regierungen von Pakistan und Indien???? Dass! sollen uns die Medien erklären. Absolut unzufrieden, Patrik! Antworten
Ich werde auch kein Geld spenden. Diese Region ist hochgefährlich, so dass die Hilfswerke kaum eigene Leute in die Krisenregion schicken werden. Am Schluss landet doch der Grossteil des Geldes in den Händen einiger Lokalfürsten, die am Ende wieder die Taliban unterstützen. So leid mir die Menschen tun, aber dafür bin ich einfach nicht bereit zu spenden. Antworten
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Chadischa Leuenberger
@Hans Müller: es gibt drei Arten von Spenden im Islam: Zakat, ist eine der 5 Säulen und der Verwendungszweck ist vom Koran vorgeschrieben. Sadaqa, freiwillige Gaben, die jeder wann und für wen er will ausrichten kann. Awqaf, das sind Stiftungen für einen gemeinnützigen Zweck. Für die Flutopfer wird Sadaqa geleistet. Als Muslimin weiss ich, was im Original steht. Antworten