Schweiz
SPD will gegen Schweizer Banken ermitteln
Aktualisiert am 05.04.2012 55 Kommentare
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- Bundesrat will nachgebessertes Steuerabkommen unterzeichnen
- Schweiz startet Verhandlung mit Österreich
- «Geben Sie den Widerstand auf, Herr Walter-Borjans»
- Warum Frankreich den Steuerstreit meidet
- «Die Schweiz sollte standhaft bleiben»
- «Bild» reicht Strafanzeige gegen Sommaruga ein
- Die Schweiz schickt ihre Kavallerie
- «Die Schweiz wird das Steuergeheimnis nicht abschaffen»
- Der automatische Informationsaustausch auf dem Vormarsch
- Von Neuverhandlungen keine Rede
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die SPD sperrt sich nach wie vor gegen das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz. Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) sagte heute Morgen, er wolle der Vereinbarung im Bundesrat trotz Korrekturen nicht zustimmen. SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte ein härteres Vorgehen gegen Schweizer Banken, bei denen deutsche Steuersünder ihr Geld anlegen.
Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Birgit Homburger warf den Sozialdemokraten vor, sie schützten mit ihrer Verweigerung die Reichen. Die Gespräche zwischen Deutschland und der Schweiz sollten heute abgeschlossen werden.
«Banken systematisch untersuchen»
Schmid sagte der «Welt», Länder mit SPD-Regierungen sähen die Änderungsvorschläge als unzureichend an. Dem Blatt zufolge sehen die Änderungen eine Reihe von Verschärfungen vor. Unter anderem soll der Steuersatz, mit dem Altvermögen von deutschen Staatsbürgern in der Schweiz nachbesteuert werden, von derzeit maximal 34 Prozent auf bis zu 41 Prozent steigen.
Gabriel forderte, die Beihilfe ausländischer Banken zur Steuerhinterziehung müsse endlich systematisch untersucht werden. «Es kann nicht angehen, dass die Finanzämter hierzulande bei jedem kleinen Handwerker penibelste Betriebsprüfungen veranstalten, sich aber niemand gründlich um die Steuerhinterziehung mithilfe ausländischer Institute kümmert», sagte der SPD-Chef der «Bild»-Zeitung.
Vorwurf der Verlogenheit
Gabriel verlangte die Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft. Vorstellbar sei auch, dass der Generalbundesanwalt mit den Ermittlungen betraut werde. «Kreditinstitute, die sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig machen, können von uns belangt werden, auch wenn sie im Ausland sitzen und das Delikt dort begangen wurde», sagte er.
FDP-Vize Homburger warf der SPD Verlogenheit vor. In elf Jahren Regierungszeit habe die SPD Steuerflucht zugelassen und nichts dagegen unternommen. Jetzt gehe Schwarz-Gelb gegen Steuerflucht vor, und die SPD versuche, dies zu verhindern. «Unter dem Vorwand, es gehe nicht schnell genug, versuchen Gabriel und seine Truppe, eine Regelung zu verhindern», sagte sie der «Passauer Neuen Presse» heute laut Vorabbericht. (fko/dapd)
Erstellt: 05.04.2012, 07:44 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
55 Kommentare
Deutschland betreibt Wirtschaftsspionage. Deswegen wurde 1934 das Bankkundengeheimnis ins Leben gerufen. Und heute? Schweizer, wehrt euch! Wechselt eure unfähigen Angsthasen-Politiker aus! Ausserdem beklaut und versklavt die Deutsche Politik mit den exorbitant hohen Steuersätzen ihre Staatsbürger und lebt auf deren Kosten. Antworten
Es ist die D-SPD (Steinbrück) die gegen Steuerdelikte scharf vorgegangen ist.
Frau Homburgers Partei erhielt Parteispenden von Mövenpick / CH und die CDU versteckte
illegale Parteispenden in CH u. FL.
Es ist nicht nur der Wahlkampf. In D werden Gruppen gegen das Abkommen mit CH bis zum
Verfassungsgericht ziehen. Amnestie für Millionenstraftäter und Verfolgung von
Kleinsttätern das geht nicht
Antworten



Bitte warten



























