Schweiz

Prediger Vogel: Im Notfall wird ihn die Polizei von der Bühne holen

Aktualisiert am 11.12.2009

Der umstrittene deutsche Islamprediger Pierre Vogel will mit seinen Anhängern schon heute Abend die Schweizer Grenze überqueren. Das Grenzwachtkorps ist alarmiert.

«Das Grenzwachkorps hält die Augen offen»: Schweizer Behörden wollen um jeden Preis einen Auftritt des Predigers Vogel verhindern.

«Das Grenzwachkorps hält die Augen offen»: Schweizer Behörden wollen um jeden Preis einen Auftritt des Predigers Vogel verhindern.

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Der muslimische Prediger Pierre Vogel und seine Anhänger wollen heute Abend um 22 Uhr Uhr bei Basel über die deutsche Grenze in die Schweiz kommen - trotz Einreiseverbot. Aus diesem Anlass haben die Schweizer Behörden an der Grenze die Bereitschaft erhöht: «Das Grenzwachtkorps ist informiert und hält die Augen offen», erklärt Michael Glauser vom Bundesamt für Migration (BfM) auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet.

Werde man Vogel habhaft, würden die Beamten ihn anhalten und wegweisen. Gelinge es Vogel jedoch, ungesehen in die Schweiz einzureisen, könne man davon ausgehen, dass dieser – nicht zuletzt auch aufgrund seines Aussehens – früher oder später auffallen werde. «Spätestens wenn er öffentlich auftritt, wird die Polizei ihn festnehmen», so der BfM-Sprecher.

Prediger Vogel nicht über Einreiseverbot informiert

Das BfM bestätigt überdies, den deutschen Prediger nicht über das Einreiseverbot in Kenntnis gesetzt zu haben, wie dies von dessen Anhängern kritisiert wurde. Es sei nicht möglich gewesen, Vogel in so kurzer Zeit zu erreichen, so Glaus. Zudem habe man über keine Zustelladresse verfügt. «Das ändert aber nichts daran, dass das Verbot ausgesprochen und damit rechtskräftig ist.»

Obwohl sich Vogel stets von terroristischen islamischen Organisationen distanziert hat, hält das BfM die Ordnung und Sicherheit durch den deutschen Prediger für gefährdet. «Die Kundgebung findet mitten im Weihnachtsverkauf statt. Wir wollen nicht, dass die Stimmung zu diesem Zeitpunkt in der Stadt aufgeheizt wird», so Glaus. Es gehe darum, für die Sicherheit der Menschen in der Berner Innenstadt zu sorgen. (dvp)

Erstellt: 11.12.2009, 17:58 Uhr

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