«Politik muss sich gegen Banken durchsetzen»

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf übt massive Kritik an Banken und Bankern, die sich gegen schärfere Regeln wehren

Sympathie für Obama-Steuer: Eveline Widmer-Schlumpf.

Sympathie für Obama-Steuer: Eveline Widmer-Schlumpf.
Bild: Keystone

«Viele haben überhaupt nichts dazu gelernt», sagt Eveline Widmer Schumpf in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Widmer-Schlumpf fordert die Politik auf «standfest zu bleiben und sich im Interesse der gesamten Volkswirtschaft gegen die Banken durchzusetzen».

Sie fordert schärfere Eigenkapitalvorschriften und zeigt Sympathie für die von US-Präsident Obama vorgeschlagenen Massnahmen für die Risikoabgabe. Weil sich die UBS in den USA sehr risikoreich verhalten habe, sei es richtig, Obamas Vorschläge genau zu prüfen. Wenig Verständnis hat die Justizministerin hingegen für das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das die Umsetzung des UBS-Vertrags mit den USA verhindert. Das Urteil berge viele Widersprüche. (vin)

Erstellt: 30.01.2010, 23:28 Uhr

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