Schweiz

Nur ein Kanton hat weniger Einwohner als im Vorjahr

Aktualisiert am 26.04.2012 150 Kommentare

In der Schweiz leben fast acht Millionen Menschen. Damit ist die Bevölkerung letztes Jahr um ein Prozent oder 82'421 Personen gewachsen. Dies zeigen Daten des Bundesamtes für Statistik.


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Die grössten, die kleinsten und die frauenstärksten Gemeinden

Die bevölkerungsstärkste Gemeinde ist laut den provisorischen Bevölkerungszahlen 2011 Zürich mit 376'900 Personen, die kleinste Corippo (TI) mit 12 Personen. Von den Kantonen hat Zürich mit 1'392 Millionen die meisten Einwohner, Appenzell Innerrhoden mit 15'741 die wenigsten.

Der grösste Männerüberschuss herrscht in der Gemeinde Mairengo (TI). Dort kommen 332 Männer auf 100 Frauen. In Lohn (GR) dagegen sind die Frauen am stärksten übervertreten (70 Männer auf 100 Frauen).

Leysin (VD) ist die Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil (61,7 Prozent), während in gewissen Gemeinden wie Rebévelier (BE), Berken (BE), Hüniken (SO), Mon (GR), Mulegns (GR), Gresso (TI) und Martisberg (VS) im Jahr 2011 keine Ausländerinnen und Ausländer registriert waren.

Die Bevölkerung ist erneut gewachsen: 7'952'600 Personen leben heute in der Schweiz. (Bild: Keystone )

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Die Schweiz zählt fast 8 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung wuchs 2011 um rund ein Prozent, ähnlich stark wie in den beiden Vorjahren. Dies zeigen die ersten provisorischen Ergebnisse der Volkszählung 2011 auf.

Wie das Bundesamt für Statistik heute mitteilte, belief sich Ende 2011 die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf 7'952'555 Einwohnerinnen und Einwohner. Das sind 82'421 Personen mehr als Ende 2010. Die Zunahme ist vergleichbar mit den Jahren 2010 und 2008; im Jahr 2008 war die Bevölkerungszahl um 1,4 Prozent gewachsen.

Im Jahr 2000 zählte die Schweiz 7,2 Millionen, 1900 3,3 Millionen Einwohner. Zur ständigen Wohnbevölkerung zählen Schweizer und Ausländer, ausgenommen Kurzaufenthalter und Personen im Asylprozess.

0,4 Prozent Zunahme der ausländischen Staatsangehörigen

Die Zahl der ständig in der Schweiz wohnhaften ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2011 auf 1'814'755 Personen, rund 48'500 mehr als Ende 2010. Dies entspricht 22,8 Prozent der gesamten ständigen Wohnbevölkerung, verglichen mit 22,4 Prozent im Jahr 2010. Im Jahr 2000 lag der Ausländeranteil bei 19,8 Prozent.

Die Schweiz gehört zusammen mit Frankreich, Italien und Österreich zu den europäischen Ländern, die ein Bevölkerungswachstum verzeichnen. Zu den Ländern mit abnehmender Bevölkerungszahl zählt beispielsweise Deutschland.

Mehr Frauen als Männer

Ende 2011 zählte die Schweiz 4 Millionen Frauen und 3,9 Millionen Männer. Während bei den Altersgruppen bis 29 Jahre die Männer leicht in in der Überzahl sind, verringert sich die Differenz mit zunehmendem Alter.

In der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen ist das Geschlechterverhältnis dann praktisch ausgewogen. Ab 60 Jahren sind die Frauen zunehmend übervertreten. In der Alterskategorie 100 plus gab es Ende 2011 1200 Frauen und 200 Männer.

Fast die Hälfte ist verheiratet

Derzeit sind 43,8 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung verheiratet, 43,2 Prozent ledig, 7,8 Prozent geschieden und 5,1 Prozent verwitwet. Nur 0,1 Prozent der Bevölkerung leben in eingetragener oder in aufgelöster Partnerschaft.

Während die Männer die Mehrheit der Ledigen und der Verheirateten stellen, überwiegen die Frauen bei den Verwitweten und Geschiedenen. Die eingetragenen Partnerschaften betreffen in erster Linie die Männer.

Freiburg ist Spitzenreiter

Die meisten Kantone verzeichnen ein Bevölkerungswachstum. Am stärksten wuchs die Bevölkerung im Kanton Freiburg mit 2,2 Prozent. Wachstumsraten zwischen 1,1 und 1,8 Prozent hatten Luzern, Aargau, Wallis, Zürich, Thurgau, Glarus, Zug und Waadt. In Appenzell Ausserrhoden und Basel Landschaft blieb die Bevölkerungszahl stabil, in Uri ging sie leicht zurück.

Schweizweit kamen 2011 auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) im Schnitt 33 Kinder und Jugendliche sowie 28 ältere Personen (über 65). In den Kantonen Tessin, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Schaffhausen ist die Alterung am weitesten fortgeschritten ist. Dort kommen über 32 Personen ab 65 Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.

Viele Jugendliche in Appenzell und im Welschland

Den höchsten Jugendquotienten weisen mit über 36 Personen unter 20 Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter die Kantone Appenzell Innerrhoden, Jura, Freiburg und Neuenburg auf.

Diese provisorischen Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) stammen aus dem neuen registerbasierten Volkszählungssystem des Bundesamtes für Statistik (BFS). (rbi/sda)

Erstellt: 26.04.2012, 10:46 Uhr

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Berta Müller

26.04.2012, 10:11 Uhr
Melden 264 Empfehlung 0

Man könnte auch sagen Deutschland produziert mit seienen tiefen Löhnen Wirtschaftsflüchtlinge. Antworten


Dragan Pilic

26.04.2012, 10:53 Uhr
Melden 256 Empfehlung 0

Eine äusserst bedenkliche Entwicklung, die wir alle teuer bezahlen mit einer ganzen Reihe von Problemen, die wir ohne dieses Bevölkerungswachstum nicht hätten. Die einst schöne Natur wird zubetoniert, mehr Menschen = mehr Stress und Konkurrenzkampf, um den Arbeitsplatz, die Wohnung, den Platz im Bus..., mehr Kosten für Infrastruktur, soziale Probleme etc. Wir müssen endlich den Riegel schieben... Antworten



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