Noten-Guillotine für Deutsche an Schweizer Unis
Aktualisiert am 22.08.2011 53 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Gebt jedem Studenten ein Darlehen!
- Teuer ist das Studentenleben
- In England studieren und doch daheimbleiben
- Ausländer kommen schneller als Frauen in die Schweizer Chefetage
- «2014 haben wir mehr Ausländer als Schweizer»
- Der Sommaruga-Trick
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die Schweizer Universitäten reagieren jetzt mit einer Aufnahme-Bremse auf den Zustrom an Studierenden aus Deutschland. Sie führen auf das im September beginnende Herbstsemester Zulassungsbeschränkungen für Deutsche ein. Neu müssen diese auch von einer deutschen Hochschule zugelassen sein. Für alle anderen deutschen Bewerber gilt ab sofort eine Noten-Guillotine, wie die Zeitung «Der Sonntag» meldet.
Die Universitäten Zürich und Bern verlangen ein Abitur mit Notenschnitt 2, das entspricht in der Schweiz der Note 5. An den Universitäten Basel, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern und Neuenburg liegt die Aufnahmehürde bei der Mindestnote 2,5 respektive einem Viereinhalber auf der Schweizer Notenskala.
«Wir wollen nicht jeden»
Die verschärften Zulassungsbedingungen hat eine Arbeitsgruppe der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus) erarbeitet. «Die Regelung steht im Licht der Qualitätssicherung», sagt Crus-Präsident Antonio Loprieno: «Wir sind offen für ausländische Studenten. Aber wir wollen nicht jeden, sondern die guten Leute.» Die Universitäten führen die verschärften Zulassungsbedingungen schweizweit ein. Nur die Universität St. Gallen (HSG) und das Tessin haben anderslautende Bestimmungen.
Bisher, so die Zeitung «Der Sonntag», war es für Deutsche einfacher, in der Schweiz einen Studienplatz zu erhalten als in ihrer Heimat. «In Deutschland gibt es für viele Fächer einen Numerus clausus», sagt Thomas Tschümperlin vom Rektoratsdienst der Universität Zürich: «Mit den neuen Zulassungsbedingungen wollen wir verhindern, dass wir zur Ausweich-Universität für jene Studierenden werden, die in Deutschland die Voraussetzung für einen Studienplatz nicht erfüllen.»
Der Druck auf die Schweiz wird sich wegen doppelten Abiturjahrgängen und der Aussetzung der Wehrpflicht weiter verstärken. Derzeit fehlen in Deutschland noch 50'000 Studienplätze. An der Universität Zürich erhöhten sich die Anmeldungen von Deutschen gegenüber dem Vorjahr bereits um 20 Prozent. Dies sage jedoch noch nichts darüber aus, wie viele Deutsche ihr Studium in der Schweiz tatsächlich antreten würden, sagt Tschümperlin dem «Sonntag». Denn die Studienplätze für das Herbstsemester würden in Deutschland erst jetzt vergeben. Derzeit studieren rund 10'000 Deutsche an Schweizer Universitäten.
Erstellt: 21.08.2011, 10:46 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
53 Kommentare
Bei diesem einseitigen Zuwanderungssaldo müssen Massnahmen ergriffen werden. Nur sind die verlangten Notendurchschnitte viel zu tief angesetzt. In Deutschland, wo fast jeder Abitur macht, wird auch fast jeder einen Notenschnitt von 4.5 vorweisen können. Wenn also Massnahmen, dann solche, die greifen. Schlussendlich gehts ja auch darum, für unsere Jugendlichen einen Numerus Clausus abzuwenden. Antworten
Der Ansatz zielt in die richtige Richtung. Studentische Mobilität ja - aber die Quantität darf nicht auf die Qualität drücken. Der Wanderungssaldo fällt zu stark "zugunsten" der Schweizer Unis aus. Wir können indes nicht die Universität für die halbe EU sein. Wer soll das bezahlen? Aber klar lancieren die Uni-Kantone damit ein neues, heisses Gesprächsthema für den gemischen Ausschuss CH/EU... Antworten
Schweiz
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.


Bitte warten




