Mörgelis Informant in Hildebrand-Affäre verwickelt

Von Edgar Schuler. Aktualisiert am 27.03.2012 450 Kommentare

Bei Christoph Mörgelis Informanten zum Pub-Gespräch eines Staatsanwaltes im Fall Blocher-Hildebrand handelt es sich um den Zürcher Kantonsrat Claudio Schmid. Gegen ihn läuft ein Verfahren.

Habe die Äusserungen «als Mensch und interessierter Bürger» mitangehört: Claudio Schmid. (Bild: Kantonsrat ZH)

Habe die Äusserungen «als Mensch und interessierter Bürger» mitangehört: Claudio Schmid. (Bild: Kantonsrat ZH)

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Hausdurchsuchung bei Blocher

Hausdurchsuchung bei Blocher
Nach der Hausdurchsuchung bei Christoph Blocher in der Affäre Hildebrand will das Zürcher Obergericht der Staatsanwaltschaft Einblicke in die Unterlagen erlauben, die im Haus des SVP-Strategen gefunden wurden. Dieser akzeptiert den Entscheid nicht.

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Der Informant, der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli über brisante Äusserungen eines Staatsanwalts zum Fall Hildebrand informiert hat, ist selber in den Fall verwickelt. Es handelt sich um den Zürcher Kantonsrat Claudio Schmid. Gegen ihn läuft seit Mitte Januar eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlung gegen das Bankengesetz. Schmid und der Thurgauer Rechtsanwalt und SVP-Kantonsrat Hermann Lei hatten Kontakt mit dem Angestellten der Bank Sarasin, der Bankdaten an Christoph Blocher weitergegeben haben soll. Schmid wurde mehrmals im Zusammenhang mit der Affäre vernommen.

Schmid war es aber auch, der am letzten Freitagabend im Horse Pub in Bülach gehört hat, wie der Zürcher Oberstaatsanwalt Martin Bürgisser sich zur Strafuntersuchung gegen SVP-Nationalrat Christoph Blocher geäussert hat. Laut Schmid hatte Bürgisser Blocher «laut und forsch» abgekanzelt, weil er angeblich nicht einmal die Grösse habe, freiwillig auf seine Immunität zu verzichten. «Laut und vernehmbar» habe der Oberstaatsanwalt ausserdem die Meinung geäussert, die ganze SVP werde zusammenbrechen, falls Blocher stürze. Damit sei auch Christoph Mörgeli endlich erledigt.

«Als Mensch und interessierter Bürger»

Schmid sagt, er habe diese Äusserungen «als Mensch und interessierter Bürger» als «inakzeptabel» empfunden. Schmid gab seine Beobachtungen an Blocher und Mörgeli weiter. Dieser beurteilt die Aussagen als ehrverletzend. Zudem sieht er das Amtsgeheimnis durch Bürgisser verletzt. Bürgisser gehört dem dreiköpfigen Leitungsteam der Oberstaatsanwaltschaft an. Die Untersuchung gegen Blocher führt ein anderer Staatsanwalt, Peter Pellegrini.

Dass Schmid der Informant Mörgelis in dieser Sache ist, wirft ein neues Licht auf die Affäre: Schmid muss sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten, die er über Mörgeli öffentlich anschwärzt. Mörgeli bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA den Bericht. «Schmid war einer von zwei Zeugen, die im Pub in Bülach waren.» Er habe ein Wortprotokoll von ihm, welches der zweite Zeuge bestätigt habe. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.03.2012, 19:09 Uhr

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450 Kommentare

Tom Inco

26.03.2012, 18:11 Uhr
Melden 691 Empfehlung 0

Das passt doch mal wieder, wie die Faust aufs Auge... Hinlänglich bekannte Methoden, missliebige Leute, die einem unangenehm werden könnten, einfach zu diskreditieren...Aber so was von peinlich, weil durchschaubar, liebe SVP... Antworten


hans-ueli durrer

26.03.2012, 18:14 Uhr
Melden 564 Empfehlung 0

... offenbar liegt die svp (v.a. ihre unmündigen exponenten) wirklich in den letzten zügen. anders kann man sich diese wiederholte effekthascherei nicht mehr erklären. merke: medien springen dann an, wenn es sich um eine personalisierung, verbunden mit einer skandalisierung handelt... Antworten



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