Schweiz

Mehr Tote und Verletzte im öffentlichen Verkehr

Aktualisiert am 30.06.2009

Die Zahl der Toten und Verletzten bei Unfällen im öffentlichen Verkehr ist 2008 in der Schweiz gestiegen.

Im April 2008 prallte ein Tram mit einem italienischen Reisecar zusammen und kippte um: Acht Personen wurden verletzt.

Im April 2008 prallte ein Tram mit einem italienischen Reisecar zusammen und kippte um: Acht Personen wurden verletzt.
Bild: Keystone

Dennoch sei der öffentliche Verkehr auch im letzten Jahr sehr sicher gewesen, teilte das Bundesamt für Verkehr (BAV) zu dem am Dienstag veröffentlichten Sicherheitsbericht 2008 mit.

Bei Unfällen mit öffentlichen Verkehrsmitteln kamen im vergangenen Jahr 40 Menschen ums Leben. Das waren zehn Tote mehr als 2007. Gleichzeitig erlitten 182 Menschen bei Unfällen im öffentlichen Verkehr schwere Verletzungen, verglichen mit 154 Verletzten im Vorjahr. Die Unfallzahlen lagen laut BAV aber im Bereich der Jahre seit 2001.

Die Zahl der Todesfälle stieg gegenüber dem Vorjahr vor allem wegen unberechtigten Betretens von Bahngeleisen sowie wegen Unfällen auf Bahnübergängen. Bei Unfällen mit Eisenbahnen starben 23 Menschen. 16 Personen kamen bei Unfällen im Nahverkehr mit Bus oder Tram und mit Autobussen ums Leben. Darunter ist der Busunfall vom 3. Oktober im Oberengadin mit drei Toten. Erstmals seit 1999 ereignete sich zudem ein tödlicher Seilbahnunfall, und zwar am 3. Januar auf der Sesselliftbahn Fallboden im Skigebiet Kleine Scheidegg. Keine tödlichen Unfälle gab es bei der öffentlichen Schifffahrt.

3838 kontrollierte Güterwagen

Um den hohen Sicherheitsstandard im öffentlichen Verkehr zu halten und zu verbessern, führte das BAV auch 2008 zahlreiche Kontrollen vor Ort durch. Verordnungen und Regelwerke wurden angepasst, Auflagen an Verkehrsunternehmungen ausgesprochen, Bauprojekte oder Fahrzeuge wurden geprüft. Im Berichtsjahr reichte das BAV eine Strafanzeige ein. Sie betraf die Inbetriebnahme eines Baufahrzeugs ohne Betriebsbewilligung. Es kippte bei einem Einsatz und stürzte eine Böschung hinunter.

Weiter intensiviert wurden laut dem Bericht die Betriebskontrollen der Güterzüge. So wurden bei 3838 kontrollierten Güterwagen 261 Fehler festgestellt. Darunter waren 194 technische Fehler, die die Betriebssicherheit hätten gefährden können. (sam/ap)

Erstellt: 30.06.2009, 09:28 Uhr

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