Schweiz

Maurer lobt Widmer-Schlumpf

Aktualisiert am 02.09.2012 47 Kommentare

Manch einer dürfte sich die Augen reiben: SVP-Bundesrat Ueli Maurer lobt die Arbeit von BDP-Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf in den höchsten Tönen.

«Das muss man ihr einfach attestieren»: Ueli Maurer (l.) und Eveline Widmer-Schlumpf während der Wintersession im Nationalrat. (14. Dezember 2011)

«Das muss man ihr einfach attestieren»: Ueli Maurer (l.) und Eveline Widmer-Schlumpf während der Wintersession im Nationalrat. (14. Dezember 2011)
Bild: Reuters

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Sie führe die Sitzungen effizient, sei immer gut vorbereitet und «unbestechlich». Bundesrat Ueli Maurer findet lauter positive Worte für seine Amtskollegin und Parteifeindin Eveline Widmer-Schlumpf.

Ihre Seriosität sei vorbildlich: «Das muss man ihr einfach attestieren», sagte Maurer gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag» (online nicht verfügbar). Der derzeitige Vizepräsident Maurer übernimmt das Bundespräsidium von Widmer-Schlumpf im nächsten Jahr. Auf die Frage, ob er die Landesregierung im nächsten Jahr nach ihrem Vorbild führen werde, antwortete der Vize: «Ich bin eine andere Person, also werde ich es anders machen.»

Er habe grossen Respekt «vor der Würde, die das Amt mit sich bringt». Sicher freue er sich darauf, das Gremium möglichst effizient zu führen, die Repräsentationspflichten seien aber eher eine Belastung. «Wenn die Förmlichkeiten vom Ziel ablenken, belastet mich das eher.»

Angriff auf Maurer «gehört zum Spiel»

Im Gegensatz zu anderen Bundesräten geniesse er die Repräsentationspflichten nicht. «In Büros einiger Kollegen hängen ganze Wände voller Bilder mit Handshakes. Mir sagt das einfach nichts.» Er sammle keine Bilder von sich, «sondern schmeisse alles weg, auch jedes Fotoalbum von jeder Bundesratsreise».

Die Wahl des Bundespräsidiums erfolgt in der Wintersession der eidgenössischen Räte. Als amtierender Vizepräsident dürfte Maurer vom Parlament turnusgemäss zum Präsidenten gewählt werden. Eine Kampfansage von SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin warf zwar im Sommer hohe Wellen, versandete aber inzwischen wieder.

Maurer nimmt Tschümperlins Angriff sportlich. «Das gehört zum Spiel.» Als er noch Parteipräsident gewesen sei, habe er jeweils auch gesagt, «dieser oder jener würde gescheiter aufs Präsidium verzichten».

(rub/sda)

Erstellt: 02.09.2012, 14:49 Uhr

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47 Kommentare

Eric Schmid

02.09.2012, 15:34 Uhr
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Herr meister und alle anderen denen das scheinbar nur mangelhaft klar ist: der bundesrat hatte noch nie in seiner geschichte eine linke mehrheit. Genauso wie beide kammern des parlaments. Also gab's auch noch nie linke entscheide, sondern einfach mehrheitsentscheide des bürgerlich dominierten parlaments die ihnen persönlich nicht passen. Mathematisch logisch und eigentlich einfach zu verstehen. Antworten


Pascal Meister

02.09.2012, 15:05 Uhr
Melden 147 Empfehlung 0

Eigentlich ist EWS ein Glücksfall für das Land. Sie macht definitiv keine linke Politik, wurde aber massgeblich von Linken gewählt - mit dem Resultat, dass der Bundesrat als Ganzes in Ruhe eine ziemlich bürgerliche Politik machen kann. Hoffentlich mit raschen Resultaten endlich auch im Asylbereich... Antworten



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