Schweiz

Levrat will für Berset in den Ständerat

Aktualisiert am 05.01.2012 2 Kommentare

Der SP-Chef will im März bei der Ersatzwahl für den Ständratssitz von Alain Berset kandidieren. In der SP dürfte die Nomination von Christian Levrat eine Formsache sein. Noch ist offen, ob die SVP antritt.

Will Berset Schützenhilfe leisten: SP-Präsident Christian Levrat.

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Bild: Keystone

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Warmer Empfang für Berset

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Fribourg feiert seinen Bundesrat: Alain Berset wurde in seiner Heimat enthusiastisch empfangen.

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Der Präsident der SP Schweiz, Christian Levrat, will die Nachfolge von Alain Berset im Ständerat antreten. Er stehe als Kandidat für die Freiburger Ersatzwahl vom 11. März zur Verfügung, kündigte Levrat in Interviews mit den Freiburger Zeitungen an. Der 41-jährige Levrat gehört seit 2003 dem Nationalrat an. Sein langjähriger Weggefährte Berset wurde im vergangenen Dezember in den Bundesrat gewählt.

Der Kanton Freiburg entsende seit Jahrzehnten einen CVP- und einen SP-Politiker in den Ständerat, sagte Levrat den Zeitungen «Freiburger Nachrichten» und «La Liberté». Das sei «eine erfolgreiche Formel». Nur von 1999 bis 2003 war ein CVP-FDP-Tandem am Werk, «und in dieser Zeit war der Kanton geschwächt».

Nomination ist Formsache

Seine Kandidatur erklärt Levrat auch mit dem Umstand, dass Berset das Innendepartement übernommen hat. Er wolle seinen Parteifreund bei der Reform der Sozialversicherungen und dem Umbau des Gesundheitswesens unterstützen.

Ob Levrat der einzige SP-Kandidat bleibt, ist offen. Beobachter gehen davon aus, dass seine Nomination durch Parteileitung und Delegierte eine Formsache sein wird.

Auch die FDP wird zur Ersatzwahl im März antreten. Mögliche Kandidaten sind Nationalrat Jacques Bourgeois und der ehemalige Staatsrat Claude Lässer. Die SVP will noch diese Woche bekannt geben, ob sie antritt. Eingabefrist für Kandidaturen ist der 16. Januar. (kpn/sda)

Erstellt: 05.01.2012, 10:52 Uhr

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2 Kommentare

Roland Kämpe

05.01.2012, 11:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung

War das jetzt der einzige Grund, weshalb sich Levrat (zum bisher einzigen Mal) kritisch gegenüber Migration und Asylwesen geäussert hat?! Antworten


Alex Schneider

09.01.2012, 08:53 Uhr
Melden

SP und die Einwanderung: (Zu) späte Einsicht in ein drängendes Problem!
Musste die SP das mässige Abschneiden bei den nationalen Wahlen 2011 und die Bundesratswahlen abwarten, um im neuen Jahr zur späten Einsicht zu kommen, dass eine zahlenmässige Beschränkung der Zuwanderung nötig ist? Es ist erstaunlich, wie lange etablierte Parteien jeweils brauchen, um auf neue Entwicklungen in der Gesellschaft adäquat zu reagieren.
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