Leutschenbach verfehlt sein Quoten-Ziel
Aktualisiert am 02.01.2012 59 Kommentare
Marktanteil der Sender SF1, SF2 und SF Info.
Versprach 32 Prozent: SRG-Generaldirektor Roger de Weck. (Bild: Keystone )
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Die neuen Chefs beim Schweizer Fernsehen (SF) setzten sich das Ziel, im Jahr 2011 einen Marktanteil von 32 Prozent zu erreichen. Dieses Ziel haben sie klar verfehlt, wie die Zeitung «Der Sonntag» schreibt. Das SF verlor demnach sogar massiv Zuschauer: Erstmals überhaupt lag der Marktanteil der Sender SF 1, SF 2 und SF Info mit 29,8 Prozent unter der 30-Prozent-Marke. Das zeigen die neusten Zahlen, die das Fernsehen dem «Sonntag» zur Verfügung gestellt hat.
Es handelt sich um die tiefsten Werte, seit Zuschauerzahlen erhoben werden. Am deutlichsten ist die Entwicklung bei SF 2 – der Sender verlor fast 3 Prozent Marktanteil, von 10 Prozent auf 7,2 Prozent.
Flops bei den Serien
Hatte das Jahr 2011 noch passabel begonnen, sackten die Quoten ab April regelmässig unter 30 Prozent. Einzig im Dezember kletterten die Zahlen wegen der Feiertage wieder ein wenig nach oben. 2011 fehlten die grossen Sportereignisse wie die Fussball-WM.
Ausserdem floppten eingekaufte US-Serien wie «Glee» und «Hung». Doch auch eigene Produktionen enttäuschten. So blieb das Kinderprogramm «Zambo» deutlich unter den Erwartungen.
Flaggschiffe im Rückwärtsgang
Auch die Aushängeschilder des Leutschenbach machten laut dem «Sonntag» rückwärts: Die Tagesschau etwa erreiche heute im Schnitt von rund 700'000 Zuschauer, während es vor einigen Jahren noch über eine Million waren. Den anderen Informationssendungen gehe es ähnlich. Der Abwärtstrend habe zwar – ausser bei der Arena – «vorerst gestoppt» werden können. Dennoch ist klar, dass die Fernsehwelt im Umbruch ist. Die Zahl der monatlichen User des SF-Videoportals sei 2011 um mehr als 300'000 auf rund 2,2 Millionen angestiegen, so der «Sonntag».
Zudem macht dem SF das Digitalfernsehen zu schaffen. Bereits diesen September verfügten über eine Million Schweizer über Digital-TV mit rund 150 Sendern – und die Nachfrage «steigt enorm», wie es bei der Swisscom (SCMN 352 0.09%) und der Cablecom auf Anfrage des «Sonntag» heisst. In einigen Jahren würden alle Schweizer ein Abo haben. (ami)
Erstellt: 02.01.2012, 09:59 Uhr
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59 Kommentare
Grundsätzlich ist auf allen öffentlich rechtlich Kanälen diesselbe Entwicklung wie damals bei den werbefinanzierten Fernsehkanälen zu beobachten. Dazu kommen die zusätzlichen "verordneten" überrissenen Gebühren für Fernsehprogramm und Billag für ein mieses Preis/Leistungsverhältnis. Zum Glück gibt's das Internet. Antworten
Mit immer wiederkehrenden Sendungen wie: Fünf gegen Fünf, SF bi de Lüt, Landfraue-Chuchi oder der seichten Sendung Glanz und Gloria verjagt SF sämtliche "Kunden" die Lust auf interessantere Sendungen haben. Und die findet man auch, auf deutschen Kleinsendern wie z.B. NDR oder WDR, oder Phoenix, 3Sat oder Arte. Einmal dort zusehen und daraus lernen, liebes SF! Antworten
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