Schweiz

Leuenberger schliesst zweite Röhre nicht aus

Aktualisiert am 30.09.2009

Bundesrat Leuenberger spekuliert längerfristig mit dem Bau einer zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Die Verbindung ins Tessin soll jederzeit gewährleistet sein.

Nicht auszuschliessen: Vielleicht kommt es in einigen Jahren bereits zum nächsten spektakulären Tunnel-Durchbruch.

Nicht auszuschliessen: Vielleicht kommt es in einigen Jahren bereits zum nächsten spektakulären Tunnel-Durchbruch.
Bild: Keystone

Im Hinblick auf die anstehende Sanierung des Tunnels irgendwann nach 2020 werde jede erdenkliche Variante geprüft, auch eine zweite Röhre, sagte Verkehrsminister Leuenberger am Kongress von Ticino Turismo in Lugano. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Verfassung jegliche Erweiterung der Strassenkapazität durch die Alpen verbiete. Eine zweite Röhre komme also nur in Betracht, wenn sie keinen Mehrverkehr auslöse.

Davon müssten das Parlament und auch die Stimmberechtigten überzeugt werden, die sich an der Urne mehrmals eindeutig für den Schutz der Alpen vor zusätzlichem Strassenverkehr ausgesprochen hätten. «Sie wollen keine zweite Röhre, weil sie ein trojanisches Pferd fürchten», sagte Leuenberger. Eines stehe aber ausser Diskussion. Die Verbindung des Tessins mit den übrigen Landesteilen werde jederzeit sichergestellt, mit oder ohne zweite Röhre. (mrs/ap)

Erstellt: 30.09.2009, 20:30 Uhr

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