Kampfjet-Debakel: Forderung nach personellen Konsequenzen beim VBS
«Prioritäten falsch gesetzt»: Max Ungricht, Aviatik-Experte.
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Weil das Geld fehlt, will Bundesrat Ueli Maurer nun auf die 22 neuen Kampfjets verzichten. Der Rückzieher führt zu harschen Reaktionen. In der neuen Ausgabe des Fachmagazins «Cockpit», die am kommenden Freitag erscheint, fordert Chefredaktor Max Ungricht den Rücktritt von Jürg Weber, beim VBS-Kompetenzzentrum armasuisse für die Kampfjet-Beschaffung verantwortlich.
«Der Projektleiter steht in der Verantwortung», so der Aviatik-Experte. «Er hat die Prioritäten falsch gesetzt. Ein Schnitt ist nun fällig.» Die jetzt vorliegenden Erkenntnisse, zu denen Bundesrat Maurer gelangt sei, hätte Ungricht nach eigenen Angaben schon vor zwei Jahren auf einem Bierdeckel vorrechnen können.
Ungricht kritisiert, dass es dem VBS nie gelungen sei, die Notwendigkeit und die Chancen des Kaufs neuer Kampfflugzeuge aufzuzeigen. «Das Feld hat man Zweiflern, Taktierern und Gegnern überlassen.» Der Rettungsversuch mit einer Kleinflotte sei derweil untauglich – was ebenfalls auf einem Bierdeckel aufgezeigt werden könne. Hinzu komme, dass der nun erfolgte Rückzug ein Affront gegen die Anbieter sei. Schliesslich könne man die Spielregeln nicht während des Spiels ändern.
Bei armasuisse war niemand erreichbar, der zur Kritik Ungrichts Stellung nehmen konnte. (dvp)
Erstellt: 21.10.2009, 12:16 Uhr
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