Schweiz
Kalte Dusche für Calmy-Rey in Paris
Artikel zum Thema
- Paris ist gegen Steuerdeal mit der Schweiz
- EU warnt Mitgliedstaaten vor Schweizer Steuerabkommen
- Deutschland will Steuerabkommen nachverhandeln
- «Die EU sieht ihre Felle davonschwimmen»
- Warum reiche Russen auf den Bankenplatz Schweiz stehen
- Erdrückend viele Beweise
- Falciani: Keine Belohnung für Bankdaten verlangt
- Pauschalsteuer: Ringen um Pferde und Helikopter
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Frankreich wolle nicht auf die Vorschläge der Schweizer Banken eingehen, weil diese dazu führten, dass Frankreich Kompromisse gegenüber seinen eigenen Prinzipien eingehen müsse. Deshalb lehne Paris ein neues Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz ab. Dies gab die französische Budgetministerin Valérie Pécresse am Donnerstag in Paris bekannt.
Mit den Schweizer Vorschlägen würden die Steuerpflichtigen nicht einmal dazu verpflichtet, ihre Konten, die sie in der Schweiz besitzen, zu deklarieren. Zudem könnte das französische Steuerrecht in einigen Fällen nicht mehr angewendet werden, sagte Pécresse weiter.
Vorgehen gegen Steuerbetrug
Frankreich will gleichzeitig die Massnahmen gegen Steuerbetrug verstärken. Eine davon betrifft die Ausweitung der Verjährungsfrist für nicht deklarierte Vermögenswerte im Ausland von drei auf zehn Jahre, wie Pécresse weiter sagte.
Die französische Regierung hatte zuerst nicht ausgeschlossen, ein ähnliches Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz abzuschliessen, wie es Deutschland oder Grossbritannien ausgehandelt hatten. Diese Abkommen sehen vor, dass Personen dieser beiden Länder ihre Konten in der Schweiz legalisieren können und dabei aber anonym bleiben. Im Gegenzug erhebt die Eidgenössische Steuerverwaltung eine Abgabe und leitet diese an das entsprechende Land weiter.
«Schweiz will nicht Zuflucht für Steuerhinterzieher sein»
Frankreich habe die Wahl, sagte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey am Donnerstag in Paris. Sie habe die Haltung der Schweiz mit dem französischen Premierminister François Fillon erörtert, sagte sie vor den Medien nach einer rund einstündigen Unterredung.
Sie habe Fillon erklärt, wie die Vorschläge der Schweiz in der Praxis funktionieren. Und sie habe dem französischen Premier klargemacht, dass die Schweiz eine Politik der versteuerten Gelder betreibe und nicht Zufluchtsort für Steuerzahler sein wolle, die ihr Vermögen vor dem Heimatstaat versteckten. Deshalb habe die Schweiz mit einer ganzen Reihe von anderen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD-Norm abgeschlossen, sagte Calmy-Rey weiter. (rub/sda)
Erstellt: 24.11.2011, 22:56 Uhr
Schweiz
- 10:13Bericht: Bundesräte wollen Widmer-Schlumpf zur Rede stellen
- 06:44Das Volk duldet keine Abstriche an der Zweitwohnungsinitiative
- 15:13CVP und EVP-Fraktion gegen befristete AWK-Laufzeiten
- 14:32«Bei gewissen Produkten sind die Regeln nicht ideal»
- 12:34Zwei lange Tunnels verbinden ab 2025 Schwyz und Uri
- 11:35Innerschweizer Finanzdirektoren auf «Tour de Berne»
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.






























