Schweiz

Justiz ermittelt gegen prügelnden Genfer Regierungsrat

Aktualisiert am 25.01.2012 3 Kommentare

Es war in der Silvesternacht, als Mark Muller in einem Genfer Nachtclub einen Barman am Kragen packte. Gegen den Genfer Regierungsrat ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Negative Schlagzeilen: Mark Muller in Genf. (17. Januar 2012)

Negative Schlagzeilen: Mark Muller in Genf. (17. Januar 2012)
Bild: Keystone

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Gegen den amtierenden Genfer FDP-Regierungsrat Mark Muller wird eine Strafuntersuchung eingeleitet. Dies hat Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli heute angekündigt. Muller war wegen eines Streits mit einem Angestellten des Nachtclubs «Moulin à Danse» vernommen worden.

Die Staatsanwaltschaft wolle Licht in die Affäre bringen, liess die Genfer Justiz heute in einem Communiqué verlauten. Denn die Versionen der beiden Männer würden sich stark unterscheiden. Am 9. Februar sollen die beiden Parteien und mehrere Zeugen angehört werden. Mehr wollte Generalstaatsanwalt Zappelli zu diesem Fall nicht sagen.

«Die Eröffnung einer Strafuntersuchung bedeutet nicht, dass derjenige schuldig ist», sagte der Genfer Regierungspräsident Pierre-François Unger zur Nachrichtenagentur sda. Im Rahmen ihrer wöchentlichen Medienkonferenz stellte die Genfer Regierung am heute klar, dass sie die Untersuchungen abwarten will.

Streit im Dancing

Der Streit zwischen den beiden Männern ereignete sich in der Silvesternacht. Der Barkeeper wirft dem FDP-Regierungsrat vor, ihn während einer Zigarettenpause angegriffen und bedroht zu haben.

Zuvor habe er sich mit Muller gestritten, weil dieser aus der Personaltoilette gekommen sei – begleitet von einer Bekannten, die ebenfalls im «Moulin à Danses» arbeitete, hatte der Angestellte ausgesagt.

Rücktritt ausgeschlossen

Nachdem die Affäre bekannt geworden war, entschuldigte sich der FDP-Regierungsrat öffentlich. Einen Rücktritt schloss er aber aus.

Bereits im letzten Sommer hatte Mark Muller für negative Schlagzeilen gesorgt. Damals deckte das Westschweizer Fernsehen auf, dass der Regierungsrat in einer Sieben-Zimmer-Wohnung mitten im teuren Genf für eine Discount-Miete von 1800 Franken wohnt. (kle/sda)

Erstellt: 25.01.2012, 16:04 Uhr

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3 Kommentare

dan meier

25.01.2012, 17:53 Uhr
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Welch ein Benehmen. Wurde der Herr Regierungsrat denn auch auf Koks und andere Partydrogen getestet? Dieses Verhalten - zu zweit aufs Klo und nachher ein übergrosses Ego, das klingt für mich nach einer gut gepuderten Nase... Antworten


Walter Bischoff

25.01.2012, 16:34 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Schon wieder ein bürgerlicher Politiker der Dreck am Stecken hat. Gleichzeitig verweigert man aber in Zürich der AL Richterstellen mit der Begründung, dass die Linken unzuverlässig seien. Ein echter Witz. Man sollte sämtliche Rechten einmal genauer durchleuchten. Antworten



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