Herr S., der Steuersünder

Aktualisiert am 03.02.2010

Ein reicher Deutscher beschuldigt die UBS, ihn zur Steuerhinterziehung verleitet zu haben – und Millionen verspielt zu haben.

Hat angeblich wegen der UBS Millionen verloren: Steuersünder S. in der «Rundschau».

Hat angeblich wegen der UBS Millionen verloren: Steuersünder S. in der «Rundschau».
Bild: Rundschau/SF

Herr S. ist wütend auf die UBS. Die Bank sei verantwortlich für einen Verlust von über 70 Millionen Franken auf seinen Konten, sagte der deutsche Unternehmer gegenüber der «Rundschau». Denselben Fall hat am Mittwoch auch die «Handelszeitung» vorgestellt, die den betreffenden Deutschen Klaus Mayer nannte.

Der frühere Kunde wirft der UBS ausserdem vor, ihn zur Steuerhinterziehung angestiftet zu haben, unter anderem mit einem Scheinwohnsitz, den sie ihm in Zürich zwecks Pauschalbesteuerung besorgt habe. S. sagt in der Sendung des Schweizer Fernsehens, er habe erst ihm Nachhinein «entdecken müssen», dass er gar nicht in der Schweiz hätte steuern dürfen.

UBS mit interner Untersuchung

Die Zürcher Steuerbehörde bestätigte gegenüber der «Rundschau», dass sie sich auf ein Schreiben der UBS abstützte, als sie dem Kunden eine Pauschalbesteuerung gewährte.

Ein Sprecher der UBS sagte gegenüber der Sendung, die Bank habe zu den Vorwürfen bezüglich Steuerfragen und Wohnsitz eine interne Untersuchung eingeleitet, um die damaligen Ereignisse zu überprüfen. Sollten sich diese Vorwürfe erhärten, werde die heutige Führung von UBS entsprechende Massnahmen ergreifen. (oku)

Erstellt: 03.02.2010, 22:04 Uhr

Schweiz

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