Hannibal Ghadhafi fühlt mit Max Göldi
Liess sein Mitgefühl ausrichten: Hannibal Ghadhafi. (Bild: Keystone)
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Hannibal Gaddafi, Sohn des libyschen Machthabers Muammar und Auslöser der ganzen Affäre, sendet überraschende Signale in Richtung Schweiz. «Hannibal hat mich heute angerufen um sein Mitgefühl für Max Göldi auszudrücken und er hat mir auch seine Unterstützung für Göldi und dessen Familie zugesagt,» erklärte Göldis Anwalt Salah Zahaf der Nachrichtenagentur AFP.
Göldi selber liess am Mittwoch über Zahaf ausrichten, es gehe ihm gut. Der Anwalt hatte den Schweizer im Ain-Zara-Gefängnis besucht, wo Göldi seit Montag einsitzt. «Er ist in gutem Zustand», sagte Zahaf der Nachrichtenagentur Reuters. «Er ist zufrieden, weil die Menschen dort ihn respektieren», so der Anwalt weiter. «Er sagte mir auch, er sei zufrieden mit dem Essen.»
Zahaf kündigte an, er werde nächste Woche ein Gesuch einreichen, dass Göldi für seine Arrestzeit 70 Tage von seiner Haft abgezogen würden. Göldi würde also statt nach vier Monaten bereits nach anderthalb Monaten freikommen.
Weniger als ein Monat im Gefängnis
Derweil mehren sich die Zeichen, dass es sogar noch weniger sein könnten. Göldis Festnahme sei Teil der zwischen der Schweiz, der EU und Libyen vermittelten Lösung, berichtete am Mittwochabend das Nachrichtenmagazin «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens. Es verweist als Informant auf einen hochrangigen EU-Diplomaten.
Das Ziel sei, dass Göldi weniger als einem Monat freikomme. Er könne jetzt ein Gnadengesuch stellen, auf das Moammar al-Ghadhafi eingehen werde. So könne der libysche Machthaber den 54-jährigen Schweizer gehen lassen, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.
Keine Frage von Monaten
Zuvor hatte es aus Kreisen der spanischen EU-Ratspräsidentschaft geheissen, in diesem Fall sei «enorme Vorsicht» angebracht. Die Freilassung sei keine Frage von Monaten. Die EU «wird ihr Bestes tun, um den Fall so schnell wie möglich zu lösen», hiess es.
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hatte am Mittwoch zurückhaltend über den Konflikt mit Libyen informiert. Die Situation sei «schwierig» und «delikat»; man werde sich darum zum weiteren Vorgehen des Bundesrates nicht äussern. (oku)
Erstellt: 24.02.2010, 22:44 Uhr
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