Schweiz
Handyverbot in Luzerner Asylzentren
Von Erwin Haas. Aktualisiert am 26.04.2012 36 Kommentare
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Alarmiert durch die zunehmende Kriminalität von Asylbewerbern aus Nordafrika, greift der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf (CVP) durch. 2009 hatte die Polizei noch 45 Straftaten von Personen aus dem Maghreb gezählt, 2011 bereits 165. Graf lässt nun abklären, ob sich die Absprache der Kleinkriminellen mit einem Handyverbot in Asylzentren unterbinden liesse.
Das Verbot soll die Verwendung von Natels, etwa für illegale Kontakte zum Drogenhandel, verhindern oder einschränken. Für notwendige Kontakte soll den Asylbewerbern ein Telefon dienen, das sie unter Aufsicht benutzen könnten. Auch in Asylzentren des Bundes kenne man ein Handyverbot, und die Umsetzung funktioniere problemlos, sagte Graf gestern. Asylbetreuer äussern hinter vorgehaltener Hand allerdings Zweifel, dass sich die erwünschte Wirkung durch ein Handyverbot erzielen lässt. Asylbewerber hielten sich tagsüber oft draussen auf, und Delinquenten telefonierten dort für ihre Absprachen ungeniert.
Asylzentrum in Armeegebäude
Als weitere Massnahmen sieht die Luzerner Regierung vor, den Drogenhandel noch konsequenter zu bekämpfen als bisher und rigoros gegen straffällige Asylbewerber vorzugehen. Um die härtere Gangart durchzusetzen, will sie zehn zusätzliche Ausschaffungshaftplätze einrichten.
Das Bundesamt für Migration gab gestern zudem bekannt, dass in der Truppenunterkunft Eigenthal in der Gemeinde Schwarzenberg LU im zweiten Halbjahr ein Bundeszentrum für Asylsuchende eröffnet wird. Die bis zu 120 Asylsuchenden werden während jeweils drei bis vier Wochen im Eigenthal leben. Das Eigenthal liegt am Fuss des Pilatus und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Luzerner. Graf lobte die Kooperationsbereitschaft der Gemeinde. Diese habe gegenüber dem Bund auch ihre Wünsche anbringen können. Die Personen, die im Eigenthal einquartiert werden, haben zuvor eine Vorprüfung in den Erstaufnahmezentren absolviert. Schwierige Fälle kämen nicht ins Eigenthal, sagte Graf. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.04.2012, 07:01 Uhr
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36 Kommentare
Na Bravo, wenigsten jemand macht was dagegen. Ich sehe massenweise Asylanten durch die Stadt laufen und telefonieren. Was und mit wem besprechen sie sich - wahrscheinlich hat es einen kriminellen Hintergrund. Wie kann ein Asylbewerber dies bezahlen? Vor 20 Jahren gab es keine Handys und es ging auch und es ist kein Menschenrecht ein Handy zu haben, daher: Absolutes Handyverbot für Asylanten!! Antworten
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