Schweiz
Gripen chancenlos – Armee heftig umstritten
Aktualisiert am 09.09.2012 252 Kommentare
GSoA sieht sich bestärkt
Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) hat sich erfreut über das Umfrageergebnis gezeigt. Es sei ein Geschenk für ihren 30. Geburtstag, den sie am kommenden Samstag in Bern feiern werde, teilte die GSoA mit.
Die Umfrage-Ergebnisse bestätigten die Einschätzung der Armeegegner, dass die neuen Kampfjets an der Urne keine Chance hätten. Die Armee sei in der «tiefsten Sinn- und Orientierungskrise seit Beginn des vorletzten Jahrhunderts» Das Umfrageergebnis bekräftige die GSoA in ihren Vorbereitungen für ein Referendum gegen den Gripen-Kauf. (rub)
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Gemäss einer Umfrage der «SonntagsZeitung» sprechen sich viele Leute für die Abschaffung der Armee aus. Könnten Sie sich eine Schweiz ohne Armee vorstellen?
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Fast zwei Drittel der Schweizer Stimmberechtigten lehnen den Kauf des Gripen-Kampfjets ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der «SonntagsZeitung», durchgeführt vom Institut Isopublic. Nur rund 26 Prozent sind für die Beschaffung des umstrittenen schwedischen Flugzeugs – 10 Prozent sind unentschlossen. Falls das Referendum gegen den Kampfjet-Deal ergriffen wird, stimmt das Volk voraussichtlich Mitte 2014 darüber ab.
Schweizerinnen und Schweizer wehren sich nicht nur gegen den Kauf des Gripen-Jets, sie wollen grundsätzlich keine neuen Kampfflieger: Eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dagegen aus – vor vier Jahren waren erst 49 Prozent dagegen. Das zeigt: Wer früher unsicher war, will heute keine Kampfflugzeuge beschaffen. Die Diskussion um die neuen Jets schadet dem Ansehen der Armee massiv: 42 Prozent wollen diese heute abschaffen. Bei früheren Umfragen lag dieser Wert bei 25 bis 30 Prozent.
Maurer warnt vor Retourkutsche
Letzte Woche noch warnte Ueli Maurer die Gripen-Kritiker vor einer Retourkutsche aus Schweden. Wer trotz Garantien auf einseitigen Forderungen bei der Kampfjetbeschaffung beharre, müsse aufpassen, dass der Vertragspartner den Spiess nicht umdrehe.
«Wir können eigentlich froh sein, dass Schweden von uns keine Garantien verlangt für den Fall, dass das Geschäft nicht zustande kommt», sagte Maurer im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Dies solle bedenken, wer behaupte, Schweden sei ein Risiko und die Schweiz brauche Garantien.
Schwedens Regierung könnte ja auch eine Konventionalstrafe beim Ausbleiben einer Bestellung aus der Schweiz fordern. Dies sei in den Verhandlungen nicht passiert, weil man in Schweden offenbar zum Schluss gekommen sei, dass hier zwei Staaten «auf Treu und Glauben» einen Vertrag abschliessen würden.
(mrs)
Erstellt: 08.09.2012, 23:29 Uhr
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252 Kommentare
maurer wird leider auf seinen bonus verzichten müssen, volk wird zum glück mit der zeit schlauer, sogar eine millionenkampagne würde da nicht helfen. schweiz kann eine freiwillige armee behalten es gibt sicher noch einige zehntausend die gerne kriegerlis spielen. die armee könnte sich dann durch spenden finanzieren. Antworten
Wie viele Leute wurden denn befragt? 10, 100? Meiner Erfahrung nach sind diese Statistiken unterdurchschnittlich repräsentativ. Das mit der Armeeabschaffung glaube ich erst, wenn wirklich dafür abgestimmt wurde - bislang sind sämtlich Versuche zu meinem grossen Bedauern gescheitert. Antworten


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