Schweiz

Gleichstellung: Schweiz in Top Ten

Aktualisiert am 01.11.2011 36 Kommentare

Die Schweiz hält sich in Sachen Gleichstellung der Geschlechter knapp unter den besten zehn. Weltweit bestehen die grössten Ungleichheiten bei der Beteiligung in der Wirtschaft.

Trotz Frauenmehrheit in der Regierung: Die Schweiz liegt in Sachen Gleichstellung nur auf Rang zehn.

Trotz Frauenmehrheit in der Regierung: Die Schweiz liegt in Sachen Gleichstellung nur auf Rang zehn.
Bild: Reuters

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Die Schweiz bleibt bei der Gleichstellung der Geschlechter in den Top Ten: Sie belegt Rang 10 von 135 im «Global Gender Gap Report 2011» des World Economic Forum (WEF), der heute Dienstag in Genf präsentiert wurde.

Die Schweiz verbesserte laut der WEF-Studie die Gleichstellung beim Zugang zur Bildung, bei der Beteiligung in der Wirtschaft und bei politischen Mitwirkungsmöglichkeiten. Bereits letztes Jahr erreichte die Schweiz den 10. Rang, 2009 lag sie noch auf dem 13. Rang.

«Potenzial wird ignoriert»

Angeführt wird die Liste von skandinavischen Ländern – Island, Norwegen, Finnland und Schweden. Sie haben mehr als 80 Prozent ihrer Geschlechterungleichheit ausgeglichen. Schlusslichter sind Saudiarabien, Mali, Pakistan, Tschad und der Jemen.

Laut der Studie sind weniger als ein Fünftel der Entscheidungsträger Frauen. «Eine Welt, in der Frauen weniger als 20 Prozent der Entscheidungsträger weltweit ausmachen, ist eine Welt, der eine riesige Wachstumschance entgeht und die ein nicht erschlossenes Reservoir an Potenzialen ignoriert», sagte Klaus Schwab, Gründer und Präsident des World Economic Forums.

Wirtschaft als Hauptproblem

Die grössten Ungleichheiten bestehen weltweit hinsichtlich der Beteiligung in Wirtschaft. Während im Bildungswesen bereits 93 Prozent der Ungleichheiten überwunden wurden, sind es bei der Beteiligung in der Wirtschaft erst 59 Prozent.

Seit 2006 haben laut der WEF-Studie 85 Prozent der Länder für mehr Gleichberechtigung gesorgt, bei 15 Prozent verschlechterte sich die Lage. Verglichen mit letztes Jahr haben Brasilien, Äthiopien, Katar, Tansania und die Türkei Fortschritte gemacht. Leicht verschlechtert hat sich die Lage für die Frauen hingegen in Neuseeland, Südafrika, Spanien, Sri Lanka und in Grossbritannien. (ami/sda)

Erstellt: 01.11.2011, 18:12 Uhr

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36 Kommentare

Karl Müller

01.11.2011, 18:36 Uhr
Melden 41 Empfehlung

Top 10? Wohl die Top 10 der Männerdiskriminierung! Der gebührende Rang der Schweiz läge knapp vor Saudi-Arabien, einfach Männer und Frauen vertauscht. Wehrpflicht, AHV + BVG, Witwerrente, Sorgerechtssprechung, Abtreibuing, Vaterschaftstests vs. Datenschutz und und und. Aber ist wieder mal typisch, dass diese Studie alleine die Frauen beleuchtet. Antworten


franz xaver doerig

01.11.2011, 19:25 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Jeder Schweizer Bürger ist wehrdienstpflichtig, obwohl in der Bundesverfassung steht, dass niemand wegen seines Geschlechts diskriminiert werden dürfe. Und trotz dieses klaren Falles von Diskriminierung kommt die CH unter die TopTen. Arme Welt...... Antworten



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