Schweiz
«Gemeinsam die Zukunft der Schweiz bauen»
Die künftige Bundespräsidentin Leuthard rief in Aarau zu Rücksicht auf Minderheiten und zum gemeinsamen Handeln auf. Mit Applaus und vereinzelten Bravorufen wurde die angehende Bundespräsidentin am Nachmittag im Aarauer Bahnhof Willkommen geheissen. Leuthard war – wie vor acht Tagen die Aargauer Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (SP) – mit einem Sonderzug von Bern in ihren Heimatkanton gefahren.
Am offiziellen Festakt in der katholischen Kirche Peter und Paul in Aarau sagte Leuthard: «Wir brauchen Menschen, die handeln, wenn es etwas zu tun gibt.» Es brauche Rücksicht auf Minderheiten, erklärte die 46-Jährige weiter: «Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen.»
Bundespräsidentin als «Prügelmädchen»
Leuthard rief dazu auf, «gemeinsam an der Zukunft der Schweiz zu bauen». Das Land stehe gut da. Dieser Erfolg habe viele Mütter und Väter. Aber die Folgen der Wirtschaftskrise würden noch länger zu spüren sein. Der Kuchen zum Verteilen werde kleiner.
In der «Mediokratie» sei der Bundespräsident mal ein Held und dann wieder ein Prügelknabe, meinte Leuthard. Die CVP-Magistratin machte in ihrer Rede klar, dass sie wohl auch einmal das «Prügelmädchen» sein werde.
Lobesrede auf die Politikerin
Der Aargauer Landammann Roland Brogli attestierte seiner Parteikollegin «Mut und einen ausgeprägten politischen Instinkt». Brogli gab sich in seiner Rede überzeugt, dass sie die Aufgabe ihres Amtes mit der «notwendigen charmanten Durchsetzungsfähigkeit» meistern werde.
Auch CVP-Parteipräsident und Walliser Nationalrat Christophe Darbellay lobte die Leistungen der «beliebtesten Bundesrätin». Als Bundespräsidentin werde sie die Landesregierung in der Bevölkerung glaubhaft vertreten. (raa/sda/)
Erstellt: 03.12.2009, 22:50 Uhr
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