«Gebührenmonster»-Petition blitzt auch im Stöckli ab
Aktualisiert am 22.12.2011 83 Kommentare
Artikel zum Thema
- Alle müssen TV-Gebühren zahlen – fast alle
- «Intelligente Bescheidenheit täte der SRG gut»
- «Keine Kochshows, keine Spielshows, keine Reiseberichte»
- Alkoholtestkäufe und Gigaliner: Der Nationalrat in Kürze
- Al-Qaida und Volksrechte: Der Abschluss der Session
- Nordafrika und Parlamentarier-Löhne: Der Ständerat in Kürze
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Stillschweigend lehnte der Ständerat heute die Petition «Radio- und Fernsehgebühren: 200 Franken sind genug» ab. Die Politiker begründeten das Nein zu der von über 140'000 Personen unterzeichneten Petition mit staatspolitischen Überlegungen. Es sei teuer, den Verfassungsauftrag der SRG-Sender umzusetzen. Die Höhe der Gebühren entspreche zu einem grossen Teil einem Solidaritätsbeitrag an die Vielsprachigkeit der Schweiz, heisst es in der schriftlichen Begründung der vorberatenden Kommission.
Mit den Gebühren werde die Kohäsion des Landes gefördert. Bei einer derart einschneidenden Reduktion der TV- und Radiogebühren könnte die Vielfalt und Qualität der Programme des Schweizer Fernsehens und Radios nicht mehr gewährleistet werden.
Ausländischen Sendern die Stirn bieten
Die Parlamentarier bezweifeln, dass die Bevölkerung bereit wäre, auf kostenintensive Eigenproduktionen des Schweizer Fernsehens und Sportübertragungen zu verzichten. Wenn das SRG-Angebot erheblich reduziert werde, profitierten davon nicht in erster Linie private Schweizer Sender. So öffne man nur die Türen für die ausländischen Sender.
Die Petition fordert neben der Gebührensenkung die Rückerstattung von eingesparten und nicht ausbezahlten Gebührengeldern an die Gebührenzahler. Ausserdem wollen die Petenten der vom Bundesrat geplanten geräteunabhängigen Gebührenpflicht einen Riegel schieben: Sie verlangen eine individuelle Abmeldemöglichkeit von der Gebührenpflicht.
Initiiert worden war die Petition von einer Gruppe um die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Die Zürcherin, die als Kadermitglied der Goldbach Group arbeitet, welche unter anderem die Schweizer Werbefenster der deutschen Privatsender vermarktet, wurde unterstützt von Personen aus der Facebook-Gruppe «Bye Bye Billag». Diese hatte über Facebook gefordert, der Inkassostelle für TV- und Radiogebühren die Gebührenverwaltung zu entziehen. (rub/sda)
Erstellt: 22.12.2011, 11:13 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
83 Kommentare
Schweiz
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


Bitte warten



