FDP-Nationalrat setzt Twitter-Account-Fälscher unter Druck

Aktualisiert am 30.12.2011 9 Kommentare

Bei den Bundesratswahlen verkündete jemand in Andrea Caronis Namen die vorzeitige Wahl von Widmer-Schlumpf. Nun droht der FDP-Nationalrat mit dem Richter.

«Twittermässig aufgelöst»: Andrea Caroni wehrte sich auf Twitter gegen den «Scherz». (Screenshot: Twitter)

«Twittermässig aufgelöst»: Andrea Caroni wehrte sich auf Twitter gegen den «Scherz». (Screenshot: Twitter)

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Muss sich für etwas rechtfertigen, das er nicht getan hat: Andrea Caroni. (Bild: Keystone )

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Der Ausserrhoder FDP-Nationalrat Andrea Caroni will bei der Bundesanwaltschaft eine Anzeige einreichen: Er möchte wissen, wer bei den Bundesratswahlen in seinem Namen auf Twitter mitgeteilt hat «Sie ist gewählt», bevor Eveline Widmer-Schlumpfs Wahl offiziell war.

Andrea Caroni möchte der Sache auf den Grund gehen, wie er am Freitag gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Schweizer Radio DRS sagte. Er müsse sich ständig gegen etwas wehren, das er nicht getan habe. Deshalb gelange er an die Bundesanwaltschaft, sofern sich der falsche Twitter-Caroni nicht bei ihm entschuldige.

Caroni hatte als Stimmenzähler gewirkt

Caroni hatte bei den Bundesratswahlen vom 14. Dezember als Stimmenzähler gewirkt und kannte das Wahlergebnis, bevor es Ständeratspräsident Hans Altherr der Bundesversammlung mitteilte.

Nachdem die Nachrichtenagentur SDA und die Westschweizer Zeitung «Le Matin» über die Angelegenheit berichtet hatten, hat Caroni beim Netzwerk Twitter interveniert. Mittlerweile hat jemand in einem weiteren Tweet geschrieben, er habe sich einen Scherz erlaubt.

Caroni hatte immer gesagt, er habe keinen Account. Inzwischen wurde ihm von Twitter mitgeteilt, dass der falsche Account vom Netz genommen worden sei. Als «Schutzmassnahme» eröffnete Caroni einen eigenen Account. Die Verantwortlichen des Netzwerks bat er, ihm bei der Suche nach dem Urheber der falschen Twitter-Meldung zu helfen.

(mrs/sda)

Erstellt: 30.12.2011, 12:57 Uhr

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9 Kommentare

r. bruggmann

30.12.2011, 15:59 Uhr
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Ein sehr wichtiger Schritt - nicht zuletzt, weil möglicherweise zukunftweisend. Da wurde eine falsche Identität vorgetäuscht! Ein sehr subtiler Fall von Internetkriminalität. Antworten


Niklaus Zumthür

30.12.2011, 15:23 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Ich nehme an, die Ausserrhödler haben Caroni dafür gewählt, dass er echte Probleme löst. Antworten



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