Erste Muslime sollen Baugesuch zurückziehen
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Der Rückzug des Baugesuchs wäre ein «Zeichen gelebter Integration», schreibt das Komitee in einer Mitteilung vom Samstag. Ausserdem wäre ein Rückzug des hängigen Baugesuchs Ausdruck dafür, eine «demokratisch legitimierte Entscheidung zu respektieren», heisst in dem Schreiben weiter. Es habe sich gezeigt, dass weder die lokale noch die nationale Bevölkerung Minarettbauten wünsche.
Das Aktionskomitee betont weiter, dass sich die Anti-Minarett- Initiative nicht gegen die muslimische Bevölkerung richtete. Es werde auch keinerlei Einschränkung der Religionsfreiheit geben.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft Langenthal hatte sofort nach der Abstimmung angekündigt, ihren Fall wenn nötig via Verwaltungs- und Bundesgericht bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg zu ziehen.
Der Anwalt der Glaubensgemeinschaft, Daniel Kettiger, erklärte am Samstag, es gehe in dem Baugesuch auch um eine Gesamtsanierung des islamischen Zentrums, und nicht lediglich um das Minarett. Dies sei mit ein Grund, warum seine Klienten am Baugesuch festhalten wollten.
Bereits seit drei Jahren kämpfen die Langenthaler Muslime auf dem Rechtsweg für den Umbau ihres Kultus- und Begegnungszentrums, der ein Minarett beinhaltet. Die Stadt Langenthal hat bisher zweimal in ihrem Sinn entschieden. Zweimal wurde dagegen aber Beschwerde erhoben. Die zweite ist derzeit noch beim Kanton Bern hängig. (tan/sda)
Erstellt: 05.12.2009, 17:53 Uhr
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