Schweiz

Ein erster Sieg heisst noch gar nichts

Aktualisiert am 22.04.2012

Die Geschichte zeigt: Das Rennen um den Elysée-Palast bleibt auch nach dem heutigen ersten Wahlgang offen. Drei Mal mussten sich Sieger der ersten Runde später geschlagen geben.

Hat heute gewonnen, ist deswegen aber noch lange nicht Präsident: François Hollande nach der Stimmabgabe.

Hat heute gewonnen, ist deswegen aber noch lange nicht Präsident: François Hollande nach der Stimmabgabe.
Bild: AFP

Bildstrecke

Frankreichs Präsidenten: Napoleon auf demokratisch

Frankreichs Präsidenten: Napoleon auf demokratisch
Im Elysée-Palast in Paris sitzt das mächtigste Staatsoberhaupt Europas. Eine Ahnengalerie.

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Seit Einführung der direkten Wahl des französischen Präsidenten vor 50 Jahren hat noch kein Kandidat in der ersten Runde die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Die Entscheidung fiel immer erst in der zweiten Runde, die diesmal am 6. Mai stattfindet.

Drei Mal musste sich der Sieger der ersten Runde in der Stichwahl geschlagen geben. 1974 passierte dies dem Sozialisten François Mitterrand, der in der ersten Runde deutlich besser abschnitt als der Konservative Valéry Giscard d'Estaing, in der Stichwahl dann aber knapp unterlag.

1981 war es dann genau umgekehrt: Amtsinhaber Giscard d'Estaing gewann die erste Runde, aber zwei Wochen später wurde Mitterrand zum ersten sozialistischen Präsidenten der Fünften Republik bestimmt. 1995 hatte der Sozialist Lionel Jospin in der ersten Wahlrunde die Nase vorn – und wurde dann von Jacques Chirac geschlagen.

Die Verlierer als Königsmacher

Entscheidend bei der Stichwahl ist, wie sich die Stimmen der ausgeschiedenen Kandidaten verteilen. Der sozialistische Kandidat bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen, François Hollande, kann mit der Unterstützung vieler Wähler rechnen, die im ersten Durchgang für einen anderen Bewerber des linken Lagers gestimmt haben – etwa für Jean-Luc Mélenchon, der laut Umfragen rund 14 Prozent der Stimmen holen wird.

Für den konservativen Staatschef Nicolas Sarkozy könnten am 6. Mai Anhänger der rechtsextremen Front National stimmen, die vor allem einen Sieg der Sozialisten verhindern wollen. Eher offen ist Meinungsforschern zufolge, wie sich die Wähler des Zentrumspolitikers François Bayrou in der Stichwahl verhalten werden. (ami/sda)

Erstellt: 22.04.2012, 15:31 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Online-Wettbewerb

Gewinnen Sie ein tropisches Wochenende in Frutigen.

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.