«Ein beträchtliches Absturzrisiko»

Der Politikwissenschaftler Claude Longchamp über die Grünliberalen als Wellenreiter-Partei.

«Ich habe die grössten Bedenken»: Claude Longchamp.

«Ich habe die grössten Bedenken»: Claude Longchamp. (Bild: Keystone)

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Herr Longchamp, sind die Grünliberalen eine Modeerscheinung, oder wächst da Nachhaltiges heran?
Im Moment reiten sie auf der Klimawelle mit, und auf die Schweiz bezogen, leben sie von einem Vorschussbonus: Die Grünliberalen sind ein neues Phänomen und attraktiv für die Medien. Zudem stösst die Polarisierung zwischen links und rechts an eine Grenze.

Ist dem so?
Es gibt zwar noch bürgerliche Wähler, die zur SVP wechseln, aber die Polarisierung ist rechts am Auslaufen, links ist sie schon vorbei. Das bringt der Mitte mehr Luft.

In Zürich jagen die Grünliberalen ausgerechnet der CVP Wähler ab.
Das ist ein neues Phänomen: Bislang ging ich davon aus, die Grünliberalen würden auf Kosten der SP, der Grünen und der FDP gewinnen. Mit der CVP wird nun aber die nationale Bündnispartnerin der Grünliberalen zur Konkurrentin.

Und wer ist im Vorteil?
Auf jeden Fall haben die Grünliberalen den Vorteil der Neuen, der Unverbrauchten, während die CVP noch immer mit einem konservativen Image zu kämpfen hat.

Nochmals: Können die Grünliberalen bestehen?
Die Grünliberalen müssen in der Ökologiefrage eine andere Antwort finden als die Grünen selbst. Sie müssen versuchen, Wirtschaft und Umwelt als Werte zu vereinen. Da liegt politisch und ökonomisch tatsächlich einiges drin. Doch ich bin nicht sicher, ob sie die Antworten schon gefunden haben. Kommt hinzu: Sie müssen auch in allen andern politischen Feldern Position beziehen, und da werden sie jeweils von links und rechts zerpflückt.

Werden die Grünliberalen auch die Sieger der eidgenössischen Wahlen 2011?
Das ist möglich. Entscheidend wird aber sein, ob sie für einen demokratischen, kohärenten innerparteilichen Meinungsbildungsprozess eine Parteiorganisation aufbauen können. Da habe ich die grössten Bedenken. Das ist häufig der Stolperstein für die Wellenreiter-Parteien. Die Grünliberalen haben noch keine harte Parteiorganisation, die das Ganze zusammenhält.

Die Erwartungen an die Grünliberalen sind immens.
Es lockt die Chance, in der Mitte ein ausschlaggebender Player zu werden und die CVP auszuhebeln. Die Partei kann aber auch scheitern. Sie hat à la longue ein beträchtliches Absturzrisiko. Erwartungen kippen rasch in Frustration und Vorwürfe.

Wachsen die Grünliberalen zu rasch?
Die Forderung, für die eidgenössischen Wahlen 2011 in möglichst vielen Kantonen anzutreten, wird kommen. Ich zweifle, ob das richtig ist. 2011 kann zum Bumerang werden.

Bei neuen Parteien werden politisch Unbedarfte plötzlich Parlamentarier. Wie das auch die SVP erlebt hat.
Die SVP hat nicht das schlechteste Personal und im Unterschied zu allen anderen Parteien eine professionelle, knallharte Parteischulung. Bei den Grünliberalen muss es einer Handvoll Leuten gelingen, sich auf nationaler Ebene Achtung zu verschaffen.

Sollten sich die Grünliberalen nicht besser auf die Kantone beschränken?
Das bleibt eine Möglichkeit: auf nationaler Ebene mitzuarbeiten und in urbanen Gebieten eine wichtige lokale Kraft zu werden. Das wäre im Moment wohl der bessere Weg, als nationale Ziele anzustreben. Ich traue der Partei den grossen Sprung noch nicht zu, ohne dass es zu erheblichen Enttäuschungen führen wird. Auch die Grünen waren schliesslich während 15 Jahren eine lokale Kraft.

Haben sich die Grünen ihrerseits zu stark links positioniert?
Die Grünen kamen aus einem gemässigt bürgerlichen Spektrum und wurden von den Rotgrünen beherrscht. Sie positionieren sich nicht selten links von der SP. Das hat ihnen Erfolge gebracht. Es ist ihnen aber nicht oder nur beschränkt gelungen, sich für Mitte-Wähler zu öffnen. Hätte sich die Partei geöffnet, so wäre es möglich gewesen, zwei, drei Prozent Wählerstimmen zusätzlich zu holen und somit bundesratsfähig zu werden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.03.2010, 08:51 Uhr

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35 Kommentare

Roman Jakob

09.03.2010, 17:34 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die GLP ist ein Hafen für jene, denen die Freiheit des Denkens, Chancengleichheit und eine florierende, aber ökologisch verträgliche Wirtschaft besonders wichtig sind. Andere Parteien halten Teile dieser Aufzählung entweder für schlecht, sekundär oder opfern sie wie die FDP oft im Interesse zahlungskräftiger Sponsoren. Für 2011 hat die GLP meine Stimme, der Rest vertritt meine Ideale zu wenig. Antworten


Philipp Aregger

09.03.2010, 17:10 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Grünliberalen verbinden Ökologie mit Sparen. Was lernen wir? Das Volk tickt zwar sozial-ökologisch, lehnt aber die linke Schuldenwirtschaft ab. Der FDP wird vorgeführt, dass Liberalismus nur noch gewinnt, wenn er nicht abzockt. Die CVP müsste bemerken, dass ein paar Dutzend konservativer Bergler keine "Mittepartei" formen können. Die SVP merkt, dass IDEEN siegen, nicht dreiste Parteisoldaten. Antworten


Daniel Moser

09.03.2010, 16:34 Uhr
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Immer wieder haben Parteien vergebens versucht, weder "links" noch "rechts" zu stehen, wie beispielsweise der Landesring oder heute die Grünliberalen oder die EVP. Meist ist daraus eine diffuse Mitte geworden, die die Fahne nach dem Wind dreht (wie das heute auch die CVP mit ihrer Ausländerpolitik tut). Wählerinnen und Wähler wollen klare Linien, was mit ideologischer Verhärtung nichts zu tun hat. Antworten


Urs Fleischmann

09.03.2010, 16:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Grünliberalen bringen endlich Frische und Modernität in die verkrustete Parteienlandschaft. Links-Rechts Denken ist doch von gestern! Martin Bäumle for Bundesrat! Antworten


Wolfgang Sidler

09.03.2010, 15:47 Uhr
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Sobald auch die Letzten merken, dass die ganze Welt einem Klimaschwindel aufgesessen ist, der nur Geld vernichtet, das wir jetzt für dringendere Probleme brauchen, und nachhaltiges und ressourcensparendes Wachstum für alle längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist, verduften wohl viele Grünliberale in Richtung FDP und SVP. Mit den Linken, also der SP und der CVP haben sie weniger am Hut. Antworten


Pascal Dinichert

09.03.2010, 14:03 Uhr
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An alle ach so klugen und fehlerfreien Kommentatoren, welche C. Longchamp kritisieren - haben Sie noch nie einen Fehler gemacht? Aha, eben doch? Tja, ich hoffe Ihnen wurde umgehend gekündigt bei der Toleranz die Sie an den Tag legen...oder alle Arbeitslos? Wer nicht arbeitet....begeht ja auch keine Fehler. Antworten


Albert Muri

09.03.2010, 13:57 Uhr
Melden 1 Empfehlung

So lange die Rechten, die sich verzweifelt "bürgerlich" nennen, es aber schon lange nicht mehr sind, auf der neoliberalen Welle reiten und wie in den USA nur für die Bereicherung ihrer Klientel auf Kosten der Bevölkerung sorgen wird die unideologische Grünliberale Partei Erfolg haben. Glückwunsch, Herr Bäumle und weiter viel Erfolg. Antworten


Reto Barandun

09.03.2010, 13:31 Uhr
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Die Klimaerwärmung ist auch nicht mehr was sie einmal war! Das kann die ganze grüne Bewegung bremsen. Die Fachleute welche die Theorien von rot/grün wiederlegen gewinnen laufend an Einfluss, man kann sie nicht weiterhin Mundtot machen. Der grosse Klimaschützer und Filmproduzent Al Gore ist in den USA bereits zur Witzfigur verkommen. Was passiert in der Schweiz diesbezüglich? Antworten


Michael Köpfli

09.03.2010, 12:39 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Als wir die Grünliberalen Bern gründeten, traute uns Longchamps Berufskollege Seitz genau einen Sitz im Berner Stadtrat zu. Gewählt wurde dann aber auf Anhieb eine ganze Fraktion und das Fazit der Berner Zeitung zum letzten Stadtratsjahr war: "Erfrischend wirken einzig die Grünliberalen. Sie zeigen, dass Mittepolitik nicht angepasst sein muss." Lassen wir den Experten doch ihre Prognosen... Antworten


Frank Hofer

09.03.2010, 11:37 Uhr
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Ach ja, und seit 16 Jahren verkuenden uns andere Propheten, dass Zuerich mit DER Regierung untergehen wuerde. Und wars so? Aber denen glauben wir ja dann trotzdem alles, oder wie? Antworten


Ralph Sommerer

09.03.2010, 11:24 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Grünliberalen decken das Bedürfnis nach einem "intelligenten Freisinn" ab, d.h. markt-ideologisch aber weniger fundamentalistisch als dieser. Dieses Segment würde eigentlich dem klassischen Freisinn gehören (in der Romandie immer noch "radikal" (-liberal) genannt), der jetzt aber nur noch der parlamentarische Arm der "Ecovenir suisse" ist. Grünliberal heisst modern, markt-orientiert, harmlos. Antworten


Luzia Keller

09.03.2010, 11:07 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ich freue mich sehr über diesen Abstimmungssonntag und auch, dass die Grün-Liberalen so zulegen konnten. Sie werden ihren Weg steil aufwärts machen und wie Longchamp richtig analysiert: 'Entscheidend wird aber sein, ob sie für einen demokratischen, kohärenten innerparteilichen Meinungsbildungsprozess eine Parteiorganisation aufbauen können.'@Müller und Caduff: ja, vielen Dank für Ihre Weitsicht! Antworten


Paul Thürig

09.03.2010, 11:03 Uhr
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Ein beträchtliches Risiko beinhaltet auch die Aussage von Claude Longchamp,denn seine letzte Voraussage vor der Minarettsabstimmung lag völlig daneben... Antworten


ruth leemann

09.03.2010, 10:56 Uhr
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Die Absturzgefahr bei die nächsten Wahlen ist vorprogrammiert, insbesondere 2011 wird es ein Köpferollen geben, denn so wie im Bundeshaus politisiert wird, kann es nicht mehr weiter gehen, insbesondere die FDP + CVP sowie BDP müssen sich warm anziehen, denn es weht ein harter Wind - Wahltag ist Zahltag Antworten


Tobias Feller

09.03.2010, 10:45 Uhr
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Nach der Minarettabstimmung und der Fehlinterpretation der gelogenen Umfrageantworten macht das die achso kompetenten Kommentatoren noch lange nicht zu besseren Experten als Longchamps... Antworten


Bruno Bänninger

09.03.2010, 10:38 Uhr
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Unbegreiflich, dass die Medien diesem Propheten wieder Gelegenheit geben, seine abstruse Wahrsagerei zu verbreiten. Interessanter wäre, seine Vorhersagen über die Rentenklau-Abstimmung zu kennen. OK, Jedermann/Frau ist kristallklar, dass er wieder massiv daneben gelegen sein muss. Alles andere hätte er laut verkündet. Schweigen und Abtreten, das wäre das Beste für alle. Antworten


Peter Meiner

09.03.2010, 10:24 Uhr
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Zur Sache bitte! Die Grünliberalen reiten ganz sicher auf einer Erfolgswelle. Doch es fehlt ihnen an Personal, um sich gesamtschweizerisch Gehör zu verschaffen. Wenn nicht Verena Diener spricht, dass merkt man kaum was. Zum Beispiel beim Tierantwalt, wo sich die Partei national profilieren wollte. Kritische Fragen sind da durchaus berechtigt. Antworten


Beat Müller

09.03.2010, 10:23 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Hr. Longchamp macht differezierte Aussagen "Wenn dann" so bleibt es gut möglich das WENN die GLP eine knallharte Parteiführung erstellt (Das traue ich der Diener zu) DANN siegen wird. Es freut mich auch wenn die Parteien wieder farbiger werden nicht nur das Links-Rechtschema, obwohl ich meist "Links" wähle. Das zwingt die Leute differenzierter zu denken und nicht nur Ja oder Nein sagen. Antworten


Ruth Chartrand

09.03.2010, 10:18 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich verstehe nicht, wieso die meisten jetzt auf Hr. Longchamp herumhacken. Ich fand seine Analysen und Hochrechn. ziemlich der Realität entsprechend. Bei der Minarett-Initiative haben sich wahrscheinlich viele Befragten nicht so ganz der Wahrheit entsprechend geäussert. Hätte es auch so gemacht, vor allem seit man weiss dass man gebüsst werden kann falls man auf Statist.d.Bundes nicht antwortertet Antworten


Daniel Caduff

09.03.2010, 10:13 Uhr
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Herr Longchamp hat in den letzten 20 Jahren mehr Abstimmungen korrekt "vorhergesagt", (so wird es aufgefasst, aber Umfragen sind eigentlich keine Prognosen!) als jeder andere Schweizer Politologe. Bei der Minarettinitiative lag er daneben. Aber seit wann ist es eigentlich die Schuld des Politologen, wenn die Befragten absichtlich lügen? Aber der Durschschnitts-Tagi-Kommentator ist ja kompetent. Antworten


Marion Müller

09.03.2010, 10:10 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Claude Longchamps erklärt auch politische Modelle, von denen die meisten keine Ahnung haben. Dahinter steckt viel Arbeit und genau jene, die die Nase rümpfen sobald Longchamps etwas publiziert, sehnen sich so sehr nach Anerkennung ihrer eigenen Arbeit. Antworten


Ben Müller

09.03.2010, 10:07 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Na ja, dass die Grünliberalen jetzt auch von Seiten der CVP Stimmen erhalten erstaunt mich nicht allzu sehr. Diese Partei politisiert (wenn auch auf Schlingerkurs) seit einiger Zeit ebenfalls eher links und grün. Konsequenterweise wechseln diese Wähler dann halt zu den Grünliberalen. Ich wage (im Gegensatz zu Herrn Longchamps) zu behaupten, dass die GLP ihren Weg machen wird! Antworten


adrian strebel

09.03.2010, 09:54 Uhr
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Sim Merki, sie geben Herrn Lonchamps recht. Hinter Ihrer Aussage "Die Glp sucht noch Mitglieder. Heute anmelden, morgen seine Meinung einbringen." verbirgt sich genau dieses von Ihm erwähnte Risiko. Auf was als Wähler kann ich mich da verlassen? Ist so das Entäuschungspotential nicht sehr gross? Antworten


Peter Schmid

09.03.2010, 09:53 Uhr
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Ah! Hr.Longchamp ratet wieder mit. Komisch nach seiner letzten Prognose. Aber vielleicht gelingt es diesmal etwas besser. Antworten


Roger Kuhn

09.03.2010, 09:44 Uhr
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Mich wundert es schon, dass sich Herr Longchamp noch zu Prognosen äussert! Nicht sehr glaubwürdig nach dem letztem Fiasko... Antworten


Andy Wöllner

09.03.2010, 09:21 Uhr
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Aha - Claude Longchamp traut den Grünliberalen den grossen Sprung noch nicht zu. Dann wird es ja auch so sein, wenn ER es sagt. Angesichts seiner professionellen Kompetenz, welche er in jüngerer Zeit dokumentiert hat, ist wohl eher mit dem Gegenteil zu rechnen. Die Grünliberalen werden demnach den grossen Sprung schaffen. Das ist zwar nur bedingt erfreulich, aber immherhin besser als "grün-rot". Antworten


Peter Meier

09.03.2010, 09:09 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Grünliberalen stehen tatsächlich vor der Bewährungsprobe. Jetzt entscheiden sie in der grössten Schweizer Stadt über die Mehrheitsverhältnisse im Parlament. Man wird genau hinschauen, wie sie stimmen, und sie risikieren, Vorwürfe von beiden Seiten zu kassieren. Ich wünsche der GLP gerade deswegen Standfestigkeit. Antworten


adrian strebel

09.03.2010, 09:06 Uhr
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Herr Ludwig, Prophet und -Analyst ist doch nicht ganz das selbe, zudem sollte nicht vergessen werden, dass Longchamps nie Prognosen gemacht hat, seine Befragungen aber von den Medien so verkauft wurden... Antworten


Richard Chrenko

09.03.2010, 08:58 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ein ausführlicherer und gleichzeitig unfundierterer politischer Rufmord wurde kaum mal geschreiben. Ist Herrn Longchamp nicht vielleicht geheimer Strategieberater der CVP? Als ökologisch bewusster EU-Gegner gibt es mit den Grünliberalen endlich eine Partei der ich ohne Bedenken meine Stimme geben kann. Gleiches gilt sicher für viele die bisher je nach Thema links- bzw. rechts-extrem wählen müssten Antworten


Georg Hofmann

09.03.2010, 08:53 Uhr
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Die SVP hat eine "knallharte, professionelle Schulung".... Das heisst im Klartext, es geht nicht um die Sache, um das Wohl des Landes und der Leute. Es geht nur um Macht. Dieses Interview macht dies ganz deutlich. Die anderen Parteien sind da nicht besser - nur weniger schlecht. Deshalb passiert z.B. an einem Klimagipfel nichts. Antworten


Beat Schneider

09.03.2010, 08:33 Uhr
Melden

Grüne zu links, SVP zu rechts. SP mit zu schwachen Bundesräten, FDP nur noch Interessengemeinschaft der Superreichen. Es bleibt die CVP, aber da stört mich persönlich das C. Also wähle ich grünliberal, quasi per Ausschlussverfahren. Mit Oekologie hat das nur am Rande zu tun, aber Sie sind der Analyst, der Longchamp. Antworten


Pascal Fröhlich

09.03.2010, 08:30 Uhr
Melden

@Ludwig: Weil sein Institut sich jetzt einmal grässlich verhauen hat, heisst es noch lange nicht dass alles Schlecht ist was er macht oder sagt. Er lag ja auch schon oft genug sehr genau in seiner Analyse. Mit alten Kakerlitzchen herzukommen wenn man sonst keine Argumente hat, zeigt nicht grad von viel Grösse, in einer solchen Diskussion bestehen zu können. Die Grünliberalen werden aber Mühe haben Antworten


Res Zaugg

09.03.2010, 08:13 Uhr
Melden

Ein solche, negative Prognose aus dem Munde von Longchamp verspricht - statistisch gesehen - ein blumige und nachhaltige Zukunft für die Grünen. Antworten


Sim Merki

09.03.2010, 08:04 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Erstaunlich wieviel Panik die GLP verursacht. Die Glp sucht noch Mitglieder. Heute anmelden, morgen seine Meinung einbringen. Antworten


Daniel Ludwig

09.03.2010, 07:22 Uhr
Melden

Herrn Longchamps Fähigkeiten als CH-Politprophet und -Analyst sollten nach der Abstimmung über die Anti-Minarettinitiative (bei allem nötigen Respekt) doch mittlerweile mit Vorsicht genossen werden. .. Aber man(n) muss ja irgendwie im Geschäft bleiben, life goes on. Daniel Ludwig Antworten



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