«Ein Pseudomarkt mit hohen Kosten»

Suva-Präsident Franz Steinegger hält den Wettbewerb unter den Krankenkassen für teuer und ineffizient. Der frühere FDP-Präsident empfiehlt für die Grundversicherung eine Einheitskasse nach dem Vorbild der Suva.

Franz Steinegger: «Bei der Suva haben wir viel grössere Einflussmöglichkeiten.»

Franz Steinegger: «Bei der Suva haben wir viel grössere Einflussmöglichkeiten.»
Bild: Keystone

Herr Steinegger, die SP plant erneut eine Volksinitiative für eine Einheitskrankenkasse. Was halten Sie als Suva-Präsident und ehemaliger FDP-Präsident davon?
Ich rede nicht von einer Einheitskasse, sondern vom Suva-System. Dieses beinhaltet, dass kein Gewinn erwirtschaftet wird und die Versicherten die Versicherung selbst verwalten. Es stellt sich die Frage, ob das nicht ein System wäre für die Grundversicherung.

Aus Ihrer Sicht bringen all die Krankenkassen, die mit ihren Modellen um die Versicherten werben, nichts?
Die beiden diesjährigen Nobelpreisträger für Ökonomie reden von Transaktionskosten – Aufwand für Informationsbeschaffung, Werbung, Vertrieb. Im KVG-Bereich wird mit relativ hohen Transaktionskosten ein Pseudomarkt veranstaltet – und dann wird der Markt wieder abgefedert mit einem Risikoausgleich. Ein Markt ist es aber eigentlich nicht: Wir haben ein Versicherungsobligatorium, die Prämien müssen bewilligt werden, die Leistungen sind durch den Leistungskatalog definiert, und die Preise werden teilweise tariflich vorgeschrieben.

Wäre denn eine Versicherung wie die Suva günstiger?
Davon bin ich überzeugt. Das ist auch erhärtet durch eine Studie, die der Bundesrat im Zusammenhang mit dem Unfallversicherungsgesetz (UVG) machen liess. Von einem Prämienfranken kommen bei uns 95 Rappen wieder zurück. Die Systemanalyse ist also gemacht. Bei einer Sozialversicherung, die für alle obligatorisch ist, sollte man die Transaktionskosten möglichst tief halten.

Wie viel könnte man sparen?
Der Wettbewerb im Bereich des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) kostet 200 bis 300 Millionen Franken im Jahr. Und dieser Wettbewerb dreht sich nur darum, junge Männer in die Kasse zu bekommen, also gute Risiken. Und am Schluss werden die Folgen dieses Wettbewerbs wieder abgefedert. Das ist zumindest problematisch, und darüber sollte man diskutieren.

Die Krankenkassen sagen aber, dass ihre Verwaltungskosten tiefer sind als jene der Suva.
Das ist formell richtig. Im UVG sind die Verwaltungskosten höher, weil wir auch die ganze Prävention zur Arbeitssicherheit und die Vermögensverwaltung durchführen müssen. Besser vergleicht man daher die Verwaltungskosten der verschiedenen Anbieter in der obligatorischen Unfallversicherung. Hier sind die Kosten der privaten Versicherungen und der Krankenkassen, die ja auch Unfallversicherungen anbieten, höher als bei der Suva.

Bei der letzten Abstimmung über die linke Einheitskassen-Initiative sagten die Gegner, die Einheitskasse hätte mangels Konkurrenz kein Interesse an Kosteneinsparungen.
Ich habe mich bei diesen Diskussionen nie eingeschaltet, weil die jeweiligen Initiativen zusätzlich zur Forderung nach einer Einheitskasse noch einkommensabhängige Prämien verlangten. Das heutige Finanzierungssystem mit Kopfprämien und der massiven Abfederung durch die Prämienverbilligung ist nicht schlecht.

Aber was sagen Sie zum Vorwurf des mangelnden Interesses an Kosteneinsparungen?
Im Suva-System besteht der Verwaltungsrat aus Vertretern der Prämienzahler. Diese wollen weder hohe Prämien noch hohe Rechnungen. Neben tiefen Prämien und Kosten sind wir auch an einer guten Qualität interessiert.

Nun zahlt die Suva den Ärzten und Spitälern aber einen höheren Tarif als die Krankenkassen. Das zeigt doch, dass die Kassen ein stärkeres Interesse an tiefen Kosten haben als die Suva.
Die Suva zahlt einen etwas besseren Tarif als die Krankenkassen, weil wir Qualität wollen und diese auch mit eigenen Ärzten kontrollieren. Über die Dauer ist das nach unserer Erfahrung effizient. Die Krankenkasse ist für den Patienten nur verantwortlich, solange er bei ihr versichert ist. Sie hat deshalb eine andere Optik. Auch in der Krankenversicherung müsste man zum Sachleistungsprinzip übergehen: Der Versicherer kauft die Leistung für den Versicherten ein. Stattdessen kauft im KVG der Versicherte die Leistung ein, die Kasse bezahlt nur. Bei der Suva haben wir viel grössere Einflussmöglichkeiten. Weil dies im KVG nicht möglich ist, verwarf die Suva vor Jahren die Idee, eine Krankenkasse anzubieten.

Wer wäre der Träger einer Krankenversicherung à la Suva?
Bei der Suva sind die Versicherten repräsentiert durch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen. Pro forma gibt es so etwas auch bei den Krankenversicherungen. Soweit es Genossenschaften sind, ist jeder Versicherte ein Genossenschafter oder ein Vereinsmitglied. Dies müsste anders ausgestaltet werden, sodass diese Versicherten ein effektives Mitgestaltungsrecht hätten.

Bei einer Krankenversicherung à la Suva hätte es der Versicherte mit einem Monopol zu tun. Wer mit dem administrativen Gebaren dieser Einheitskasse nicht zufrieden ist, wäre ihr einfach ausgeliefert.
Das ist tatsächlich ein Problem. Das Gegengewicht zur Pflichtmitgliedschaft ist aber die Selbstverwaltung. Das war seinerzeit schon die Idee von Bismarck, als er bei den Sozialversicherungen zu Monopollösungen kam. Der Druck auf Effizienz muss von den Versicherten kommen.

Wollen Sie mit der Suva in die Krankenversicherung einsteigen?
Wir wollen das nicht aktiv forcieren. Wenn die Politik dereinst zu anderen Einsichten kommt, müssten wir diesen Bedürfnissen entgegenkommen.

Wie lange würde es dauern, bis in der Schweiz eine Suva-Lösung für den Krankenkassen-Bereich steht?
Das geht in der Schweiz etwa fünf bis sieben Jahre.

Mit Franz Steinegger sprach Markus Brotschi

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.11.2009, 04:00 Uhr

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79 KOMMENTARE

Lukas Klopper

09.11.2009, 09:21 Uhr

Müssten wir wirklich einen überhöhten Preis bei der Einheitskasse bezahlen, Herr Gerber? Die sehr hohen Werbeausgaben der ver. Versicherer würden bei einer solchen Kasse gleich mal verschwinden. Zudem könnte ich ab 18:00 Uhr meinen Feierabend geniessen und würde nicht mehr durch agressives Telefonmarketing gestört werden.


Edy Gerber

03.11.2009, 07:27 Uhr

Wenn nun auch im Gesundheitsbereich die Einheitskasse kommt, werden wir alle einen massiv überhöhten Preis dafür zahlen müssen. Haben denn die Befürworter aus den Debakeln der AHV und vor allem der IV überhaupt nichts gelernt ? Staatliche Zwangslösungen sind immer teurer und bürokratischer als privatwirtschaftlich-freiwillige.


Stefan Werner

03.11.2009, 06:54 Uhr

Herr Steinegger sollte erwähnen, dass die SUVA aus einkommensabhängigen Prämien finanziert wird. Solche findet er bei der KK schlecht. Lustig. Im übrigen dürfte auch mal die unsinnige Unterscheidung von Unfall und Krankheit hinterfragt werden. Wieso kostet dieselbe Leistung unterschiedlich bei Unfall und Kranklheit? Wieso ist ein Wespenstich eine Krankeit, ein Zeckenbiss aber ein Unfall?


Nadine Binsberger

03.11.2009, 00:51 Uhr

@Joe Bauer 17:34: Konkurrenz ist nicht belebend sondern ruinös und zermürbend. Im besten Fall bringt sie die suboptimale Lösung hervor. Denn eine optimale Lösung bedeutet das Ende jeder Geschäftstätigkeit. Wer zB ein funktionierendes, sehr langlebiges, wartungsfreies Produkt herstellt und verkauft, hat bald nichts mehr zu tun. Wollen wir wirklich eine Welt voller suboptimaler Lösungen?


Othmar Egli

02.11.2009, 23:58 Uhr

Schon mehrmals, auch heute Mittag habe ich meiner Tochter erklärt, dass nach meiner Auffassung es nur eine staatliche Krankenkasse geben sollte und zwar in Verbindung mit der SUVA. Diese Organisation hat die genügende Erfahrung und Instrumente für eine solche Kasse. Beim bisherigen System hat es über 100 Kassen mit entsprechenden teuren VR und CEO, und zudem mit tausenden zuvielen Büros.


Peter Treichler

02.11.2009, 22:26 Uhr

Endlich! - Danke, Herr Steinegger. Nur schade, dass es bis zur Realisierung so lange braucht. - Wie vieles in der Schweiz. - Oder manchmal scheint mir, als zögen die Schweizer(innen) das Komplizierte, Umständliche vor. Peter Treichler


Hans Willi

02.11.2009, 20:40 Uhr

@M. Colussi : Genau dies ist das Problem bei den Zusatz-Kassen nach VVG. Jahrzehnten geleistete Prämien und wenn im Alter die Krankheiten sich melden, kann man den Versicherten einfach künden . Deshalb müsste die Einheitskasse ebenfalls diese Zusätze anbieten. Ein Ausschluss wäre nicht mehr möglich


Joe Baur

02.11.2009, 17:34 Uhr

Konkurrenz belebt das Geschäft. Eine Einheitskasse belebt doch höchstens den Lobbyismus von Ärzten und Pharmaindustrie. Und deren politische Neigung ist ohnehin relativ eindeutig! Wenn angeblich Werbung soviel kostet, warum nicht schlicht ein Werbeverbot analog zu Tabakwaren beschliessen. Man muss deshalb doch nicht ein ganzes System hinterfragen! Mir ist das ganze jedenfalls äusserst suspekt.


Giovanni Fiore

02.11.2009, 17:07 Uhr

@S. Makovic: Gut, dann ist Ihre Rechnung nicht lustig, sondern falsch. :-) Ich finde weiterhin, dass nicht nur der Leistungskatalog zu aufgebläht, sondern auch die Löhne der meisten Leistungserbringer zu hoch sind. Schönen Abend! :-)


hans zumstein

02.11.2009, 16:53 Uhr

Noch eine staatliche Institution à la AHV / IV ? Nein danke! Gegen die Arroganz der Mitarbeiter in diesen Institutionen ist nämlich kein Kraut gewachsen, man ist ihnen auf Gedeih oder Verderb ausgeliefert. Viele arbeiten dort nach dem Prinzip, dass die Kunden (Versicherten) für die Institution da sind und nicht umgekehrt. Wieso? Weil sie wegen ihrer Monopolstellung keinen Komkurrenzdruck haben.


Erwin Berchtold

02.11.2009, 16:31 Uhr

Es kann nur einen Grund geben, weshalb Herr Steinegger von der bürgerlichen FDP eine SUVA-ähnliche Versicherung machen will. Er von der Suva möchte diese Krankenversicherung an "seine" Versicherung anhängen und damit das bürgerliche Imperium Vergrössern. Dies bestätigt er mit dem Satz "wir wollen das nicht aktiv forcieren", was selbstverständlich heisst "wir sind sehr interessiert!".


Makovic Slavica

02.11.2009, 16:24 Uhr

@Giovanni Fiore: "Meine" Rechnung ist nicht lustig. Sondern richtig oder falsch. Hinzu kommt: Die Komplimentärmedizin übernimmt die KK aktuell noch nicht. Weshalb bieten Kassen Zusatzversicherungen für Komplimentärmedizin an. Ist es jetzt eine Pflichtleistung oder nicht? Sehen Sie, mit "lustig" kommen wir nicht weiter. Darum: Eine Einheitskasse mit klarem Leistungskatalog für alle.


adrian strebel

02.11.2009, 16:06 Uhr

Thomas Taler, dass funktioniert die Einheitskasse in den skandinavischen Ländern also nicht? Die Gesundheitskosten dort sind jedenfalls tiefer, und die Qualität (wenn man den relevanten Indikatoren anschaut) auch nicht. Wie können sie das erklären?


Giovanni Fiore

02.11.2009, 15:57 Uhr

@S.Makovic: Ihre Rechnung ist lustig, ich arbeitete bei einer KK und hatte mit 100% 25.-/h brutto. Noch Fragen? :-) Auch Ihre Broker/Werbeberechnung ist kreuzfalsch. @R. Schumacher:der Leistungskatalog ist viel zu umfassend, da haben Sie recht. Aber das Volk wollte ja die Kompl.med. im KVG...aber eben, es gibt keine Leistung zum Nulltarif.


Maria Minolfi

02.11.2009, 15:26 Uhr

@Martin Colussi: Das Obligatorium wurde nicht vor 30 Jahren (1979) eingeführt. Damals gab es zur Krankenpflegeversicherung "nur" eine Spitalzusatz- und Spitalbehandlungskostenversicherung. Noch keine freie Arztwahl in der Schweiz. Einverstanden? Aber Sie haben trotzdem recht: Die Sache ist ausgeufert, sprich zu teuer!


Rolf Schumacher

02.11.2009, 15:21 Uhr

@Giovanni Fiore: Und der psychoenergetische Therapeut 100/Std. Der Paartherapeuth 150sfr/h, Bioresonanz 120/h, Physiotherapie 100/h, Akupunktur 100/h, Allgemein Versicherte , welche im Privaspital operiert werden 1000 sfr und mehr por Stunde, etc etc etc all das subventionieren die KK CEOS quer. Guten Abend pseudo-liberales Gesundheitsystem, das wars.


Makovic Slavica

02.11.2009, 15:17 Uhr

@Giovanni Fiore: Falsch. Werbung bei höchsten Einschaltquoten; Super-Gagen für Broker ( Junge Männer abwerben/umbeigen); Durchschnittslohn bei KK für 60 % Anstellung zutreffend.


Jerome Slasio

02.11.2009, 14:52 Uhr

Einheitskasse besser in 5-7 Jahren als nie. Vorher aber bitte ein zahlbare Übergangslösung.


Paul Rohner

02.11.2009, 14:43 Uhr

@Peter Meister, entschuldigung für eine 0 zuviel in meiner Berechnung. Denke nicht nur Sie haben diesen Tippfehler erkannt. In Wirklichkeit geht es doch darum, dass Ihre gutgemeinte Idee für grössere Arbeiterfamilien unmöglich ist. Ich bin für eine einzige KK analog der SUVA. @Thomas Taler, erwähnt die komunistisch - sozialistischen Machenschaften der DDR. Soweit sind wir Gottseidank noch nicht.


Rolf Burki

02.11.2009, 14:43 Uhr

Es kommt nicht auf den Inhalt an, sondern aus wessen Mund die Kunde kommt. Wie schon darauf hingewiesen, wurde der Vorschlag schon mal gemacht und von Bürgerlichen (ist diese Bezeichnung hier richtig) zerrissen. Wie lange können wir uns noch KK-CEO's leisten mit einem Gehalt von 800kFr. / Jahr; bei den wirklich Arbeitenden i.d. Spitälern wird immer wieder gespart,bis sie kein Personal mehr finden


rene klingler

02.11.2009, 14:39 Uhr

Herr Steinegger empfand ich schon als Politiker sehr speziell, was er jedoch jetzt zum Besten gibt, das schlägt dem Fass den Boden eindeutig aus.


Martin Colussi

02.11.2009, 14:37 Uhr

Seit der Einführung des KK-Obligatoriums haben sich meine Prämien (Privat-und Grundversicherung) verdreifacht. Die einbezahlten Gelder in die Privatversicherung sind für mich nach über 30 Jahren verloren, da ich die Privatversicherung aufgeben muss. Ein 2-Säulensysten wie bei der Altersvorsorge wäre dringend notwendig, also für die medizin. Versorgung ansparen können ! Keine Quersubvention mehr !


ulrich streit

02.11.2009, 14:35 Uhr

Einmal mehr dürfte dann dank einkommensabhängigen Prämien der Mittelstand geschröpft werden, danke Hr. Steinegger! Billiger wird es erst werden wenn die Leute Verantwortung übernehmen und nicht wegen jedem "Bobo" zum Arzt/Spital rennen. Daher: Obligatorischer Selbstbehalt von min. 2000.- + Praxisgebühr, freiwilliger Selbstbehalt bis 5000.-, weniger Spitäler. DAS würde Kosten sparen!


Peter Werner

02.11.2009, 14:32 Uhr

Das Problem ist ja, dass die KK gar kein Interesse daran haben, dass die Kosten nicht steigen. Mehr Kosten = Prämien steigen = mehr Umsatz = mehr Geld verdienen. Das Spiel geht solange weiter, bis der Staat das Zepter übernimmt und die Prioritäten festlegt. Dies heisst nicht, dass alles billig sein muss - aber dass die Kosten nicht weiter steigen dürfen, oder höchstens um die Teuerung.


Giovanni Fiore

02.11.2009, 14:21 Uhr

An diejenigen, die die Werbung, VR-Honorare, etc, kritisieren: 22Mia. Gesundheitskosten entstehen dadurch nicht, die entstehen durch hohe Medipreise, hohe Arzthonorare, zuviele Hightech-Spitäler, etc. KK-Sachbearbeiter verdienen im Schnitt 4'500.-/Monat, ein Psychiater in ZH hat einen Stundensatz von 190.-...wer ist hier der Kostentreiber?


Christoph Flückiger

02.11.2009, 14:18 Uhr

@Roland Peter: Lesen und verstehen scheint bei Ihnen nicht zu klappen. Habe ich geschrieben, dass ich den medizinischen Fortschritt aufhalten will? Ich habe nur gesagt, dass dieser halt kostet.


Thomas Taler

02.11.2009, 14:09 Uhr

Die Einheitskasse hat nur ein mal funktioniert. In der DDR. Mit staatlichen Krankenhäusern. Ärzten als Angestellte im öffentlichen Dienst und staatlichfestgezurten Preisen für Medikamente. UND nicht zu vergessen einem Büchlein wo ein Arbeitgeber 30 Jahre Rückwirkend schauen konnte wie oft man mit was krank war.


steve walthard

02.11.2009, 13:44 Uhr

19 Kantone haben eine kantonale Gebäudeversicherung, in den anderen Kantonen spielt der freie Markt (z.B. Genf, Wallis). Ein Einfamilienhaus in einem Monopol-Kanton zu versichern, kostet ca. Fr. 300.-/Jahr, ein Ferienchalet im Wallis ca. Fr. 1200.-. Grund für die tiefen Prämien: keine Werbung, keine Offertabteilung, keine Umtriebe wegen Fluktuation. Bei den KK würde das auch so funktionieren.


Gion Saram

02.11.2009, 13:07 Uhr

Die Idee wäre wahrscheinlich bedenkenswert, aber ich befürchte das sich Franz Steinegger bereits selber als Präsident einer solchen Einheitskasse sieht und da kommen mir dann doch Zweifel auf. Warum eigentlich nicht eine von der Suva geführte staatliche Alternative zu den privaten Krankenkassen? Beim Unfallrisiko scheint das ja zu funktionieren.


Gudrun Götsch

02.11.2009, 12:53 Uhr

Wenn man ein System wie es im Mittelalter mal bestand (dass der Arzt nur bezahlt wird, wenn die Krankheit auch wirklich geheilt ist) wieder einführen würde, dann würen 1. die Arztkosten sinken, 2. keine Pseudokrankheiten wie die Schweinegrippe erfunden werden & 3. sehr viel weniger Kosten für unnötig verschriebene Medikamente entstehen und demnach auch die Kosten der Krankenkassen sinken!!!


Bleiker Rolf

02.11.2009, 12:52 Uhr

Die Interessen der Kassen sind nicht unsere Interessen. Wir Versicherte sollten uns selbst vertreten! Bravo Steinegger! Ich finde: Wir brauchen nicht Wettbewerb unter Versicherungen, sondern einen Markt unter den Anbietern: Es sollte sich für Ärzte, Therapeuten und Spital lohnen, günstig anzubieten, und für uns Patienten, günstig einzukaufen.


Joe Baur

02.11.2009, 12:31 Uhr

Es wäre vielleicht sinvoller, wenn die Kassen in Konkurrenz blieben, und sich alle Versicherten an den angeboten Listenmodellen beteiligen würden. Es sind nicht zuletzt die Ärzte die durch ihre Preispolitik die Kosten beeinflussen. 5-10% schwarze Schafe sind auf den Listen nicht enthalten und die Prämien dementsprechend signifikant tiefer! Man sollte nicht von den Rechnungsstellern abgelenken.


Andreas Keller

02.11.2009, 12:22 Uhr

@Stefan Jost: Neben schlechter Ernährung, zuwenig Bewegung und zuviel Stress sind auch Rauchen, zuviel Alk und zuwenig Wasser trinken, Fernsehitis, Kiffen und andere Drogen der Gesundheit abträglich. Doch Selbstverantwortung ist nicht mehr gefragt, mit genug Aufwand und Geld lässt sich heute fast alles kurieren und therapieren. Kosten? Kein Problem, die Allgemeintheit bezahlt ja...


Thomas Späni

02.11.2009, 12:16 Uhr

Nicht alles was durch den Staat gemanagt wird, ist à priori schlecht , nicht alles was privatisiert wird besser. Das Sparpotentional bei einer Einheitskasse ist gross (Verwaltung, Werbung, Verhandlungen mit den Kostenträgern), diese müsste nur kostendeckend aber nie gewinnbringend arbeiten. Keine VR-Honrare, keine Boni. Wieviel hat die NBU der Suva und wieviel haben die Prämien aufgeschlagen?


Markus Schöpfer

02.11.2009, 11:45 Uhr

Für mich ist logisch, was Hr. Steinegger analysiert hat. Da die Grundversicherung obligatorisch ist, und da die Prämien jeweils wieder angepasst werden, besteht kein lieberaler Markt. Oder soll der Prämienzahler die Werbelobby mittragen? Also, ein System wie bei der SUVA wäre denkbar, Betriebswirtschaftlich transparent getrennt von der Zusatzversicherung.


Willi Herrmann

02.11.2009, 11:36 Uhr

Noch besser wären regionale Genossenschaften mit den Versicherten als Miglieder. Von den Prämien sollten 80 % als solidarischer Beitrag für Kranke und 20 % auf ein indiviudelles Konto fliessen. Das individuelle Konto stände zur Verfügung, wenn der/die Versicherte wider Erwarten ernsthaft erkrankte. Das individuelle Konto erlöschte, wenn der/die Versicherte Flügeli und Posaune fasste.


Andreas Meyer

02.11.2009, 11:35 Uhr

Man reibt sich verwundert die Augen, wer plötzlich für diskutabel hält, was bisher als ideologisch und systemwidrig verschrien wurde. Es ist nur zu hoffen, es handle sich nicht um ein (Stroh-)Feuerchen zum Amtsantritt von Bundesrat Didier Burkhalter und die Lernfähigkeit beschränke sich nicht auf eine schmale bürgerliche Elite.


Martin Waeber

02.11.2009, 11:28 Uhr

Dass das Thema Einheitskasse wieder aufgegriffen wird, ist zwar legitim. Die SUVA als effizientes Vorbild anzupreisen ist aber doch etwas gewagt. Siehe Thema Verwaltungskosten, auch wenn Herr Steinegger dies im Interview beschönigt. Und höhere Tarife lassen sich natürlich immer mit mehr Qualität schönreden.


Kurt Aegeri

02.11.2009, 11:27 Uhr

Da muss ich ja lachen! Herr Steinegger gehörte doch jahrzehntelang zu denen, die auch im Gesundheitswesen ständig vom "freien markt" gefaselt haben! Sowas verlogenes ist ja beinahe nicht zu übertrumpfen. Aber beim Opportunisten Steinegger überrascht mich das nicht.


hans meister

02.11.2009, 11:22 Uhr

ein aspekt, der zuwenig beleuchtet wird, ist ähnlich der aktionärsrechte übrigens, die trittbrettfahrerproblematik. wer hat in ch unter berücksichtigung der individuellen kosten und nutzen ein interesse an niedrigen kosten? sogar die politiker interessieren sie erst, wenn die prämiensubventionssumme zu hoch wird. ich wäre für drei konkurrierende einheitskassen


andreas schweizer

02.11.2009, 11:10 Uhr

Die FDP 'ler wollen offensichtlich die totale Kontrolle über die Finanzierung der vom KVG Abhängenden Industrie. Immerhin ein 60 Milliarden Markt. Erst lassen die FDP'ler die Sozialisten die Drecksarbeit machen, dann reissen die sich das Gebilde unter den Nagel. Die Schweiz sollte erstmal darüber klar werden, ob ein Vertragsobligatorium überhaupt legal ist. Laut OR sind Zwangsverträge nichtig.


Peter Meister

02.11.2009, 11:03 Uhr

@ Paul Rohner: 5 x 2000 Franken, = 10'000 Franken. - Nicht 100'000 Franken wie Sie schreiben (und mit 'gut gerechnet' kommentieren...). Sie scheinen bei einer Krankenkasse zu arbeiten (Scherz!).... Das Problem ist, dass viele Versicherte MEHR herausholen möchten, als sie bezahlen. Und dies lässt sich leider nur mit einer Selbstbeteiligung unterbinden.


Paul Rohner

02.11.2009, 10:40 Uhr

@Peter Meister, gut gerechnet. Das macht für eine 5 - Köpfige Familie, wenn sie Pech hat, maximal 100000 Fr. Selbstbehalt. Dazu dürften dann noch verschiedene Arztbesuche, wenns dumm geht auch noch Spitalaufenthalte kommen. Von den Krankenkassen Beiträgen nicht zu sprechen. Wenn jemand weniger Steuern wie KK Beiträge zahlt, dann hat dieser Beiträge vom Kanton zugut. oder sogar Steuerbefreiung.


Schuepfer Guido

02.11.2009, 10:38 Uhr

Die Krankenkassen sind parastaatliche Organisationen geworden, die nicht vom Parlament kontrolliert werden, weil sie sich das Parlament gekauft haben: Keine Branche hat soviele Vertreter im Parlament wie die KK. Mit einer Einheitskasse fällt die teuere Administration, aber auch die hohen Gagen der Würdenträger wie Verwaltungsräte weg, die sich schamlos am Prämienzahler bedienen.


Franz Weber

02.11.2009, 10:15 Uhr

Comparis hilft die günstigste Versicherung zu finden, wird aber das heutige System empfindlich stören. Denn dadurch werden zunehmend grössere Migrationstsunamis zur günstigsten Kasse ausgelöst. Kleinere Kassen laufen effektiv Gefahr, in einem Jahr den halben Kundenstamm zu verlieren. Die wird auf dauer nicht mehr funktionieren.


Andreas Keller

02.11.2009, 10:15 Uhr

@Peter Meister: Was soll da die Einheitskasse (oder welche Krankenkasse auch immer) noch "gut verhandeln" können, wenn sich das Dreamteam von Leistungserbringern und Leistungsbezügern längst auf das Motto "je mehr desto besser" geeinigt haben??


Daniel Müller

02.11.2009, 10:09 Uhr

Neulich die Meldung, dass alleine schon das jährliche Krankenkassenwechseln den Steuerzahler 100CHF Verwaltungskosten pro Mutation kostet...davon wird niemand gesünder...Aber eben, bis anhin war die Illusion der Wahlfreiheit und Selbständigkeit den Leuten halt sehr viel Wert, das ist bei der EU-Frage ja nicht so anders (lieber auf dem Papier unabhängig als Abhängigkeit anerkennen und mitreden..)


Thomas Hanhart

02.11.2009, 10:05 Uhr

Der Wettbewerb in diesem Bereich ist also nicht nur sinnlos sondern sogar massiv kostentreibend. Wahnsinn, die Einsicht kommt also doch noch. Ich rege eine Studie an, die ermittelt, was dieser Pseudowettbewerb, dieses sinnlose Experiment von wenig weitsichtigen Deregulierungsfanatikern, uns in den letzten zwanzig Jahren gekostet hat. Ich bin sicher, es ist eine gewaltige Summe.


Hans Berger

02.11.2009, 10:04 Uhr

Das Gerede von Markt ist eh Augenwischerei! Wo das Produkt identisch ist und der Käuferkreis abgeschlossen und durch ein Obligatorium verpflichtet ist kann ein Markt gar nie entstehen. Die Bürger werden jetzt einfach jährlich wie eine Viehherde von Tränke zu Tränke getrieben, die jeweils abgegebenen Spartipps sind etwa so abgedroschen wie die Erklärungen der Politikerinnen und Politiker!


Patrick Haas

02.11.2009, 10:01 Uhr

Das würde alles noch viel schlimmer machen! Eine Einheitskasse hätte überhaupt keine Anreize, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anzustreben. Das Problem ist nicht der Wettbewerb unter den Krankenkassen, sondern der fehlende Wettbewerb bei der Leistungserbringung. Es braucht die Vertragsfreiheit für die Krankenkassen und die monistische Spitalfinanzierung.


Peter Meister

02.11.2009, 09:41 Uhr

@ Andreas Keller 08.31: Falsch! Was wir benötigen ist: 1. EINE öffentliche (gut gemanagte) Krankenkasse, bei welchem die Versicherten im VR vertreten sind. - 2. 100-150 Spitäler weniger - 3. Eine Pauschale, z.B 20.- pro Arztbesuch (einmalig pro Krankheit) sowie 40.- pro Spitalbesuch. Dazu einen Selbstbehalt von 20% (max. 2000.--) pro Jahr. Und dann muss die Einheitskasse nur noch gut verhandeln!


max fischer

02.11.2009, 09:36 Uhr

es ist zwar begrüssenswert, dass Steinegger sich positiv zur einheitskasse äussert, nur hat er diese nicht erfunden. das thema ist schon ein fast ein dauerbrenner, der souverän hat sich dagegen verweigert und heult jetzt tränen. möge der neue anlauf gelingen, mit einkommensabhängigen prämien anstelle der unsozialen kopfprämien. die kassenlobby imparlament wid sich wehren mit weihnachtsmärchen.


fabian högger

02.11.2009, 09:17 Uhr

Danke - Bericht gefällt mir sehr gut. Zahle nächstes Jahr +47% mehr in der Grundversicherung. Ohne Kassenwechsel. "Pseudomarkt" trifft für mich den Nagel auf den Kopf.


michael maier

02.11.2009, 09:13 Uhr

Wäre schon seit langem fällig. Und an den Kritiker: Die SUVA ist die BILLIGSTE Unfallversicherung!


Pierre Rappazzo

02.11.2009, 09:11 Uhr

Ja zur Einheitskasse unter einer Bedingung. Sie muss direktdemokratisch und mit einem kleinen Parlament geführt und kontrolliert sein. So wird der Markt simuliert.


Reto Lippold

02.11.2009, 09:09 Uhr

Herr Steinegger hat völlig recht. Man muss unterscheiden zwischen Grund- und Zusatzversorgung. Es kann nicht sein, dass die obligatorische Grundversorgung dem Markt ausgesetzt ist. Das führt unweigerlich zu einer Selbstbedienmentalität auf seiten der Leistungserbringer. Der Hinweis von Lars Mazzuchelli ist völlig zu recht: viele Familien zahlen inzwischen mehr KK-Prämie als Steuern.


Beat Müller

02.11.2009, 09:09 Uhr

Solange Krankheit nicht teurer als Gesundheit sein darf, wird alles nichts bringen. Wenn schon Einheitskasse, dann Einheitskopfprämie für Gesunde, Kranke zahlen bis zum 3-fachen (max 10% des Nettolohns II pro Familie). Dann braucht es nur noch für die Subventionierten auch einen starken finanziellen Anreiz, nicht unnötig zum Arzt zu rennen (z.B. 30% der gesparten Prämien-Kosten Ende Jahr in Bar).


Hansjürg Meier

02.11.2009, 09:07 Uhr

Es kann ja sein, dass ich irgendwas verpasst habe, aber gab es nicht erst vor "kurzer" Zeit eine Abstimmung zur "Einheits"-Krankenkasse? Und wurde die nicht vom Volk abgelehnt? Unter anderen, wehrte sich nicht auch die FDP (Couchepins-Versprechen) dagegen? Und jetzt ist plötzlich das FDP-Urgestein und die Mehrzahl der unten aufgeführten Kommentare doch noch dafür! Ich muss im falschen Film sitzen.


Stefan Jost

02.11.2009, 08:58 Uhr

Die Schweizer Bevölkerung isst zuviel, zu fettig, zu süss und zu chemisch-industiell bei zuwenig Bewegung und zuviel Stress. Solange das Krankenkassensystem für die Versicherten keinerlei Anreiz schafft dies zu ändern steigen die Kosten weiter, egal ob 100 oder nur 1 Kasse. Erst wenn gesundheitliche Selbstverantwortung sich wieder lohnt, können sich die Krankenkassen-Ausgaben stabilisieren.


Paul Rohner

02.11.2009, 08:56 Uhr

Gut gemeint. Was mich etwas nachdenklich stimmt, ist dass die SP mit dieser Sache kommt. War es nicht die SP mit der glanzvollen Idee des KVG Gesetzes. BR Dreyfuss hat den Stimmbürgern den Kopf verdreht, indem sie wieder besseren Wissen, der damaligen Gegner behauptet hat, dass es dann Billiger werde. Allerhand Neues wurde hineingepackt, sogar Abtreibung wurde zur Krankheit. Bin sehr skeptisch.


adrian strebel

02.11.2009, 08:50 Uhr

Vor zwei Jahren wurde dieser Ansatz der Linken u.a. von der FDP als sozialistische Idee abgetan und vom Volk klar verworfen. Schön haben es aber einzelne Personen in der Zwischenzeit eingesehen,


Pedro Gonnet

02.11.2009, 08:44 Uhr

Gratuliere, Herr Steinegger, dass Sie der SP und der restlichen Linke endlich recht geben! Solch eine Einsicht fordert viel Mut und Demut. Bleibt nur zu hoffen, dass Ihre eigene Partei nun den gleichen Weg einschlägt, doch daran glaube ich kaum.


Roland Peter

02.11.2009, 08:43 Uhr

@Christoph Flückiger: Dann befürworten Sie in der Medizin ein Stillstand der Erungenschaften? Super Hr. Flückiger! Willkommen im Mittelalter wo die Menschen an einem simplen Nierenstein, einen Leistenbruch, an einer Schnittwunde oder an Syphilis gestorben sind. Das nächste mal wenn Sie in ein Spital müssen, seien Sie wenigstens konsequent und verzichten Sie einfach darauf!


peter Rickenbacher

02.11.2009, 08:43 Uhr

Warum so kompliziert Herr Steinegger? Die Gründung und der Aufbau der Infrastrukur eines solchen Molochs verursacht unötige Kosten! Wäre es nicht einfacher die bestehenden Krankenkassen rechnen einen Einheitstarif ab und bekommen dafür eine einheitliche Verwaltungsentschädigung, die zentral festgelegt wird? Dies hätte zudem noch den Vorteil, dass die Umsetzung sehr rasch erfolgen kann!


Werner Holliger

02.11.2009, 08:42 Uhr

@Christoph Flückiger: Fragen Sie doch einmal in einer Spitalverwaltung nach, ob man dort etwas dagegen hätte, wenn man in Zukunft nicht bei jeder Hospitalisation eine Kostengutsprache verlangen müsste. Nur schon dieses unnötige Theater kostet alljährlich X Millionen und entfällt bei einer Einheitskasse. Soviel ganz spontan zum Thema teuer und kompliziert......


Giovanni Fiore

02.11.2009, 08:38 Uhr

Witzigerweise wird eine Einheitskasse die Prämien nicht senken, da die Prämien von den KK nicht gemacht, sondern weitergegeben werden. Die Gesundheitskosten von 22 Mia. (2008) müssen gedeckt werden, ob von der Einheitskasse oder den KK. Vielmehr schicken NR und SR Sparmassnahmen bachab - und solche Leute sollen dann im VR der Einheitskasse sitzen? Prost Nägeli!


Eva Alther

02.11.2009, 08:32 Uhr

Danke, Herr Steinegger!


Andreas Keller

02.11.2009, 08:31 Uhr

Die Leistungserbringer (Spitäler, Ärzte, Therapeuten und insbesondere die Pharmaindustrie) verkaufen gerne viele Leistungen. Auf der anderen Seite beziehen die Patienten gerne viele Leistungen (“wenn ich so viel Prämie bezahle, will ich auch etwas dafür“). Dazwischen steht eine Einheitskasse genau so auf verlorenem Posten wie unsere 94 Kassen. Ohne grundsätzlich neue Lösung wird es nicht besser.


Jakob Denzler

02.11.2009, 08:26 Uhr

Diese Erkenntnis hatte ich als ganz gewöhnlicher Bürger von seit langer Zeit. Ich frage mich, warum dies Steinegger nicht schon erkannte, als er noch FDP-Parteipräsident und Nationalrat war, dann hätte dieser Vorschlag Gewicht gehabt. Aber eben, erkannt hat er es schon damals: aber, wenn FdPler aktiv politisieren, sind sie eben verfilzt. Jetzt als Rentner ohne Einfluss ehrlich zu werden, hmm...


Lars Mazzucchelli

02.11.2009, 08:25 Uhr

Ich bezahle ca. 25 % mehr nächstes Jahr, mittlerweile mehr KK-Prämie (Grundversicherung!) als Staatssteuern. Und wirklich ganz toll ist ja, dass diese galoppierende Inflation sich noch nicht mal in der allgemeinen Teuerung niederschlägt, da diese Kosten nicht im Index sind....


Rolf Schumacher

02.11.2009, 08:23 Uhr

Franz Steinegger, ein sehr integerer und starker Politdinosaurier, bringt eine einleuchtende Idee auf s Tabet.. Bravo. Es ist gut, dass wir nicht nur Selbstdarsteller und Vasallen der Grossindustrie haben in unserer Politik. Danke Otto Ineichen, Urs Schwaller u.a. die Schweiz hat euch nötiger als je.


Albert Luterbacher

02.11.2009, 08:22 Uhr

Endlich Einer der Denkt denn Diese vielen K.Kässeli gibs nur um gewinn zu machen und esgibt ein rechtes gtsürm um die Kundenwerbung ,Pprima Herr Steinegger


Jean M Weber

02.11.2009, 08:21 Uhr

Der einzig richtige Weg! Bravo Hr. Steinegger. Dazu noch 150 der 350 Spitäler schliessen und weg sind die gröbsten Geldprobleme..


Patricia Galli

02.11.2009, 08:20 Uhr

Anno 1994 trat einzig die SVP gegen die unselige Revision des Kranken-Versicherungs-Gesetzes an. Man reibt sich nun schon etwas die Augen, wenn erst 15 Jahre später auch Franz Steinegger davon spricht, dass das heutige Krankenkassen-System nur ein Pseudomarkt mit hohen Transaktionskosten ist ... und er ist bei weitem nicht der einzige, der so lange brauchte für diese Einsicht!


Felix Meier

02.11.2009, 08:11 Uhr

Bravo Herr Steinegger! @ Christoph Flückiger 7.24: Wegen einem Korruptionsskandal die ganze SUVA ins Schlechte zu ziehen ist unfair. Bei den privaten KK laufen auch viele Sauereien - aber die bleiben schön unter dem Deckel, da ja keiner dahintersieht! Aber es ist klar, solange sich die KK, Spitäler, Ärzte und Pharmafirmen frei aus dem Topf bedienen können, wollen sie nichts ändern!


Christoph Flückiger

02.11.2009, 07:24 Uhr

Die SUVA ist eine ineffiziente Monopolfirma. Zudem herrscht Korruption (siehe Immobilienskandal). Billiger wird es nicht, nur komplizierter und aufgebläht. Die Kosten verursachen nicht die Kassen, sondern der medizinische Fortschriftt. Die Frage ist, ob wir uns den leisten wollen oder nicht. Punkt.


Thomas Pfluger

02.11.2009, 07:23 Uhr

Bravo, Herr Steinegger!


Hugo Müller

02.11.2009, 07:21 Uhr

Endlich einmal jemand, der das Problem erkannt hat. Gratulation!


Markus Niederberger

02.11.2009, 06:48 Uhr

Was die privaten Krankenversicherer bei der Jagd nach guten Risiken veranstalten ist ein Trauerspiel. Dieser Teil gehört ihnen weggenommen und in eine wirkliche Solidargemeinschaft verpackt. Wir haben es unter dem "der Markt regelt alles" Axiom geschafft, den Versicherungsgedanken ad absurdum zu führen. Die Versicherungsprämie ist keine Investition, die es gilt, zurückzuholen.





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