Schweiz
Ein Drittel profitiert von verbilligten Prämien
Aktualisiert am 10.04.2012 32 Kommentare
Bund bezahlt 2 Milliarden Franken: Anstieg der Schweizer Krankenkassenprämien im Zeitverlauf.
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2010 sind in der Schweiz rund 2,3 Millionen Personen in den Genuss einer Verbilligung der Krankenkassenprämien gekommen. Dies entspricht 29,8 Prozent aller Versicherten, wie aus einem heute veröffentlichten Monitoring des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervorgeht.
Überproportional vertreten im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche, Einpersonenhaushalte, Betagte und Alleinerziehende. 14 Prozent beziehen gleichzeitig Ergänzungsleistungen und weitere 10 Prozent Sozialhilfe.
Insgesamt gaben Bund und Kantone rund 4 Milliarden für die Prämienverbilligung aus. Der Bundesanteil belief sich auf knapp 2 Milliarden Franken.
Waadtländer und Berner bezahlen mehr
Beim prozentualen Anteil der Bevölkerung eines Kantons, die Prämienverbilligung erhält, und der durchschnittlichen Höhe der ausbezahlten Beträge, gibt es grosse kantonale Unterschiede. Die durchschnittlichen Beträge pro Bezüger lagen zwischen 780 Franken (Appenzell-Innerrhoden) und 2705 Franken (Basel-Stadt) pro Jahr.
Den grössten Prämienanteil in Prozenten des verfügbaren Einkommens müssen die Modellhaushalte in den Kantonen Waadt und Bern bezahlen. Die tiefste Belastung in Prozenten des Einkommens weisen die Kantone Zug, Nidwalden und die beiden Appenzell auf. (fko/sda)
Erstellt: 10.04.2012, 14:07 Uhr
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32 Kommentare
Verdienen hier die Leute zu wenig oder warum muss man mit Steuergeldern Aktiengesellschaften unterstützen? Besser ist am Ende wohl doch eine staatliche Einheitskasse a la AHV ohne Beitragsplafonierung d.h. ohne Kopfsteuern d.h Prämien nach Oekonomischer Leistungsfähigkeit. Dann wären mal die roten Zahlen weg, Steuergelder könnte man sich sparen... Nicht? Antworten
1/3 aller Versicherten wird de facto subventioniert. Das bedeutet, dass das System falsch ist. Es kann nicht sein, dass 1/3 aller Versicherten derart arm ist, damit sie nicht einmal ihre vollen Prämien bezahlen können. Und wäre es so, müsste dringend der Leistungskatalog des KVG entschlackt werden! Unnötige Leistungen raus aus dem Obligatorium. Antworten
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