Duty Free – auch nach der Landung
Aktualisiert am 12.03.2010 9 Kommentare
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Der Bundesrat hat dazu am Freitag die Botschaft mit den entsprechenden Gesetzesänderungen vorgelegt. Derzeit müssen die in Duty-Free-Shops gekauften Waren ausgeführt werden, damit die Kunden in den Genuss der Abgabebefreiung kommen. Um den abgabefreien Einkauf auch bei Ankunft aus dem Ausland zu ermöglichen, schlägt der Bundesrat dem Parlament nun vor, die Zoll-, Mehrwertsteuer-, Alkohol- und Tabaksteuergesetzgebung entsprechend anzupassen.
Der Bundesrat rechnet damit, dass in der Schweiz dank der neuen Regelung 60 bis 80 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Den zu erwartenden Mehrumsatz schätzt die Regierung auf 50 bis 60 Millionen Franken. 20 bis 23 Millionen Franken davon sollen in die Kassen der Flughafenbetreiber fliessen, in Form von umsatzabhängigen Mietzinseinnahmen.
Keine Sorge um den Detailhandel
Eine nennenswerte Benachteiligung des schweizerischen Detailhandels sei nicht zu erwarten, schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) in einem Communiqué. Zum einen hält die Schweiz nämlich an den Freimengen für die Einfuhr von Alkohol und Tabak fest, den zwei beliebtesten Duty-Free-Produktkategorien.
Zurzeit sind dies 2 Liter alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt bis 15 Volumenprozent und 1 Liter Höherprozentiges sowie eine Stange Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Schnitttabak. Bei den übrigen Produkten gilt eine Wertfreigrenze von 300 Franken.
Zum Zweiten geht der Umsatzzuwachs in der Schweiz hauptsächlich zu Lasten von Duty-Free-Läden im Ausland. Im Vergleich zum aktuellen Einkaufsvolumen in den benachbarten Grenzregionen sei der Umsatz zudem gering.
Keine Idee aus der Schweiz
Der abgabefreie Einkauf bei der Ankunft ist keine Schweizerische Erfindung. Weltweit ist dies bereits in 58 Ländern möglich. Darunter befinden sich aber nur fünf europäische Länder. Die EU kennt das «Tax free on arrival» nicht.
Der Bundesrat setzt mit der Botschaft eine Motion um, die auf Nationalrat Hans Kaufmann (SVP/ZH) zurückgeht. In der Vernehmlassung waren die Umsetzungsvorschläge des Bundesrats mehrheitlich begrüsst worden. Nur eine Minderheit stand der Neuerung kritisch gegenüber. Sie sehen in diesen Bestimmungen eine einseitige Bevorzugung des Luftverkehrs. (raa/sda/)
Erstellt: 12.03.2010, 13:09 Uhr
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9 Kommentare
Alkohol, Tabak und Parfum halten so die Fluggebühren tief! Dies jedenfalls will die KVF-Nationalrat mit der Revision des Luftfahrtgesetzes, das nächste Woche im beraten wird. Der Bundesrat soll den Fughafenbetreibern Gewinnabschöpfungen erlauben können. Nichts von Verursacherprinzip oder Kostenwahrheit im Luftverkehr! Im Gegenteil - tiefe Fluggebühren dank Schnapsverkauf, heisst die Devise! Antworten
Sehr gut. Ich war mir das im Ausland gewohnt. jetzt kaufe ich nicht mehr in den USA ein sondern in der CH bei der Ankunft und beileibe wird das nicht Schnapps und Tabak sein, sondern etwas teueres wie CH Uhren < 300 die ich sonst in SGP oder sonstwo kaufe. Antworten
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daniel hügli
Preisvergleiche zeigen: Die meisten Dinge bekommt man bei Denner z.B. günstiger - mein Lieblingswhisky - einfach auf 7dl umgerechnet - oder Toblerone etc. In Duty Free Shops ist das meiste teuer - die Leute kaufen weil sie glauben es ist billiger... Antworten