Schweiz

«Die Schweiz hat in Finanzfragen Gewicht»

Aktualisiert am 13.11.2010 8 Kommentare

In der G20 hat die Schweiz kein Mitentscheidungsrecht. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy möchte dies ändern. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wertet Sarkoys Aussagen positiv.

Die Schweiz soll unter der französischen Präsidentschaft in die Entscheide der G20 eingebunden werden. Es sei ratsam Staaten wie die Schweiz in die Vorbereitungen des nächsten Gipfels einzubeziehen, sagte Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy am Freitag an einer Medienkonferenz in Seoul.

«Im Rahmen der Vorbereitungsseminare sollen Länder eingeladen werden, die in Finanzfragen etwas zu sagen», sagte Sarkozy: «Und die Schweiz hat in Finanzfragen Gewicht». Dies habe er auch Bundespräsidentin Doris Leuthard so gesagt. Eine direkte Teilnahme der Schweiz am nächsten G20-Gipfel im November 2011 in Cannes schloss der französische Präsident dagegen aus.

Wenn schon nicht Vollmitglied, dann...

In der Schweiz wird die Ankündigung Sarkozys begrüsst. «Das ist sehr positiv zu werten», sagte die neue Finanzministerin, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, am Samstag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Und: «Es ist richtig, denn die Schweiz hat etwas zu sagen in Finanzfragen, und Präsident Sarkozy weiss das auch.»

Es sei «ein gutes Zeichen», dass man die Schweiz in der Vorbereitungsphase dabei haben wolle. «Schön wäre es natürlich, wenn wir dann am Gipfel auch mal dabei sein könnten», sagte Widmer- Schlumpf weiter.

Als einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt müsse die Schweiz in Fragen der Finanzmarktregulierung in die Entscheide der mächtigsten Länder der Welt einbezogen werden, heisst es in Bern. «Wenn schon nicht als Vollmitglied, dann mindestens auf der Ebene von Vorgesprächen, wo ja häufig auch in Arbeitsgruppen Entscheide vorgespurt werden», sagte Mario Tuor, Sprecher des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen am Samstag gegenüber Schweizer Radio DRS. (mrs/sda)

Erstellt: 13.11.2010, 18:49 Uhr

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8 Kommentare

Hans Müller

13.11.2010, 10:16 Uhr
Melden

Wer die Freunde der Schweiz sind sieht man an den Taten. Antworten


Markus Weilenmann

13.11.2010, 10:32 Uhr
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Dass die Schweiz nicht Mitglied der G-20 ist, hat sie sich selber zuzuschreiben. Viel zu lange ist man in Bern davon ausgegangen (und ein Teil meint das noch immer), diese internationalen Plattformen wie G-20, UNO, ILO, EU usw seien nichts als "Schönwetter-Vereinigungen", ohne jede Wirkung für die Entwicklung globaler Beziehungen. Die Zeiten haben sich aber geändert und jetzt rennt man hinterher.. Antworten



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