Schweiz
Die Rega fliegt auch für die US-Armee
Aktualisiert am 03.05.2012 48 Kommentare
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Für gewöhnlich rettet die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) verunfallte Bergsteiger oder bringt kranke und verletzte Schweizer aus dem Ausland zurück. Seit mindestens zwei Jahren gehören zu den Passagieren aber auch verwundete US-Soldaten, wie die «Handelszeitung» von heute schreibt. Die Rückführungen von Soldaten aus Krisengebieten wie dem Irak oder Afghanistan erfolgten gegen Bezahlung.
Sascha Hardegger, Kommunikationschef der Rega, bestätigt die Flüge gegenüber der Zeitung. «Ja, wir fliegen verletzte oder erkrankte Angehörige von Streitkräften», so Hardegger. So könne die Rega einen Deckungsbeitrag erwirtschaften. Die Flüge würden laut Hardegger nur durchgeführt, wenn freie Kapazitäten vorhanden seien.
17 Flüge nach Ramstein
Zudem würden diese Einsätze das operationelle und medizinische Know-how erhöhen, so Hardegger weiter. Davon profitieren letztlich auch die Schweizer Bevölkerung und die Gönnerinnen und Gönner der Rega. Eine Bewilligung für die Flüge braucht die Rega nicht. Laut dem Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sei die Rega eine private Stiftung und brauche kein Einverständnis des EDA, um die Flüge durchzuführen. Die Rega finanziert sich überwiegend durch die Beiträge ihrer 2,4 Millionen Gönner.
Ausgelöst wurden die Recherchen der «Handelszeitung» durch Beobachtungen von Flugzeugspottern. Diese hatten am 12. Februar 2012 in Deutschland ein Rega-Flugzeug beim Landeanflug auf den Militärflughafen Ramstein beobachtet. Ramstein ist der grösste Stützpunkt der US Air Force ausserhalb der USA. Die US-Armee nutzt den Stützpunkt häufig für Evakuierungsflüge, da sich im nahen Landstuhl das grösste amerikanische Militärkrankenhaus ausserhalb der Vereinigten Staaten befindet. Laut dem Artikel sollen seit Juli 2010 mindestens 17-mal Ambulanzjets der Rega in Ramstein gelandet sein. (mpl)
Erstellt: 03.05.2012, 10:24 Uhr
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48 Kommentare
Ach wie interessant: Ist man schon wieder auf der Suche nach einem Skandal? Das sind Rettungsdienste eines privaten Unternehmens gegen Bezahlung. Wo liegt denn da der Skandal? Nur weil dies Soldaten eines befreundeten Landes sind, die in einem Einsatz (an dem sich die Schweiz nicht beteiligt) verwundet wurden und ärztliche Hilfe brauchen? Es ist ein Skandal, wenn man hier die Hilfe verweigert. Antworten
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