Schweiz

«Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter»

Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 03.03.2010 11 Kommentare

Der FDP-Streit ist offenbar beigelegt: Die Zürcher Nationalrätin Doris Fiala hat Parteikollege Otto Ineichen ein E-Mail geschickt – dieser akzeptiert die Entschuldigung.

Streithähne begraben das Kriegsbeil: Doris Fiala, Otto Ineichen.

Streithähne begraben das Kriegsbeil: Doris Fiala, Otto Ineichen.
Bild: Keystone

Die Zürcher Nationalrätin Doris Fiala soll an einer Fraktionssitzung zum Thema Finanzmarktstrategie den Parteiausschluss von Philipp Müller, Werner Messmer und Otto Ineichen gefordert haben, wie die Zeitung «Sonntag» berichtete. Dies, weil das Trio beim Steuerstreit eine Weissgeldstrategie verfolgt – was nicht der FDP-Parteilinie entspricht. Sauer wurde das Trio aber vor allem deswegen, weil die Parteispitze Doris Fiala deswegen nicht zurechtwies. Der Streit wurde heute an der Fraktionssitzung kurz besprochen.

Die Differenzen seien beigelegt, versichert Unternehmer Otto Ineichen gegenüber DerBund.ch/Newsnet. «Frau Fiala hat mir eine E-Mail geschickt, die ich als Entschuldigung ansehe.» Den Inhalt der E-Mail verrät er nicht.

Doris Fiala bestätigt, dass sie den Kollegen Ineichen und Werner Messmer eine «nette E-Mail» geschickt habe. Ob dies eine Entschuldigung ist, lässt sie jedoch offen. «Ich habe gesagt, was es dazu zu sagen gibt und damit ist für mich die Geschichte erledigt. Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter», so Fiala. Sie wende sich jetzt wieder Konstruktivem zu.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.03.2010, 08:47 Uhr

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11 Kommentare

Rudolf Frauchiger

02.03.2010, 19:55 Uhr
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Hoffentlich hat das Karawannen-Kamel einen so guten Kompass, das es nicht in der weiten Wüste verdurstet. Das wäre dann wirklich nicht sehr konstruktiv. Ich bin froh, solch weitsichtige Volksvertreter zu haben. Leider werde ich sie 2011 trotzdem nicht wählen. Mit diesem Gehabe wird der Werkplatz Schweiz enorm gefährdet. Immerhin ist Deutschland unser wichtigster Handelspartner. Antworten


Kurt Aegeri

03.03.2010, 07:44 Uhr
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Frau Fiala sollte sich mal überlegen, ob nicht sie die Partei wechseln sollte. Damals hat sie ja (in Zürich notabene!) immer wieder versucht, Schulterschlüsse zur SVP zu schaffen. Diese Frau ist eine Katastrophe. Aber auch ohne Frau Fiala ist diese Partei für mich nicht mehr wählbar. Schade, zu sehen, wohin sich der Freisinn bewegt hat. In Richtung frei von Sinn. Antworten



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