Schweiz
Diskussion
Die Berg- und Talfahrt der Anti-AKW-Bewegung
Mit ihrer Demonstration in Beznau wollen die AKW-Gegner heute an ihr goldenes Zeitalter anknüpfen. Die Zeit dafür scheint günstig zu sein – doch die Bewegung wurde schon mehrmals Opfer ihres eigenen Erfolgs. Mehr...
Von Michel Wenzler.
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32 Kommentare
Nur schon der Begriff "Atomausstieg" ist ein Witz. Wir werden auch dann nicht "ausgestiegen" sein, wenn wir kein einziges KKW in der CH haben. Wir müssen den Atomstrom dann einfach aus Frankreich und Polen importieren. Sieht man ja bei den Österreichern. Lieber ein KKW als eine CO2-Schleuder. Solarenergie ist bestenfalls Science Fiction, v.a. in unseren Breitengraden. Antworten
Ach ja, dann geht mal wieder eins hoch, dann gibts wieder ein bisschen geschrei und dann schlägt auch schon wieder die gute alte arroganz "bei uns kann das nicht passieren" durch (die ch sind da drin meister). 100%ige sicherheit gibt es nicht. Die frage ist, ob der nutzen, der btw. unter dem Strich bei der atomenergie geradezu lächerlich klein ist (endlagerung) das risiko wert ist... Ist sicher nur zufall, das kein einziges akw der schweiz gegen störfälle versichert ist. Antworten
Die Forschung in Kernenergie soll Priorität haben, damit wir bald neue sichere KKw's haben. Die gibt es schon, aber die sogenannte Umweltverbesserer verhindern dies. Mit Gas und Kohle geht die Klimaveränderung noch schneller voran, und dann?? Antworten
Ich bin überzeugt, Hr. Müller argumentiert bei Budgetfragen im Sinne von «Schluss mit der Schuldenwirtschaft zulasten unserer Kinder».
Herr Zurbriggen, bei wachsender Weltbevölkerung sagen wir dann auch: Das geht so nicht weiter, es muss reguliert werden, jeder verbraucht Resourcen und Energie, in Summe wird es immer mehr, wir müssen die Erde schützen. Ganz ehrlich? Das ist Quatsch, die Menschheit wird die Erde erbarmungslos ausbeuten, bis es nicht mehr geht, der Mensch ist ganz einfach so gestrickt, tut mir Leid für die Erde.
@ Daniel Zurbriggen
Wenn die Ausbeutung des Planeten das Problem ist, dann frage ich mich, warum Sie gegen AKWs sind. Einmal erstellt, braucht es nur noch kleine Mengen Uran. Was an Material brauchen wohl Solaranlagen, die auf jedem Dach instelliert sein sollen - vom Abbau der Giftstoffe wie Queksilber gar nicht zu reden. Gas für Übergangsgaskraftwerke. Mehr Öl als Elektrizitätsersatz etc.
Sie meinen man sollte den Planeten ausqeutschen wie eine Zitrone es ergibt sich dann schon etwas? Ich denke es wäre sinnvoller soviel abzuschöpfen wie erneuert werden kann das nennt man dann Nachhaltigkeit und wird schlussendlich enscheidend sein für das Überleben des homo sapiens.
Daniel Zurbriggen. Die Forschung in erneuerbare Energien wird natürlich indirekt schon massiv subventioniert weil viele Techn. Hochschulen daran arbeiten, ist allerdings O.K. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen werden teilweise durch Inovationshilfen und Einspeisungspreise klar subventionier; aber auch dies scheint mir O.K.
@D. Zurbriggen: Doch es macht sinn mit erneuerbaren Energien zu warten. Gerade für Photovoltaik werden enorme Mengen von diversen Rohstoffen benötigt die auch nur extrem begrenzt verfügbar sind.
Herr Zurbriggen: Also, da muss ich ganz ehrlich sein, was in 150 oder 300 Jahren ist, das kümmert mich nun wirklich nicht. Wer etwas anderes behauptet, der nimmt es wohl mit der Wahrheit nicht so genau. In diesen Zeiträumen gedacht wird es wahrscheinlich Technologien geben, die wir heute noch gar nicht kennen. Denken Sie nur an die elektr. Energie, ist gar nicht so lange her, seit er Erfindung.
Und danach Herrr Müller? Es macht kein Sinn mit der Anwendung erneuerbaren Energien so lange zu warten. Wir haben es in den letzten 100 jahren beinah geschafft alles auszubeuten was es auszubeuten gibt. Ein gefährlich parasitäres verhalten.
Herr Zurbriggen: Andere Quellen sagen, dass es noch 150 Jahre Uran gibt. Das weiss niemand so genau, weil es noch unbekannte Quellen gibt.
Gleiches bei der Kohle, die wird es noch Hunderte von Jahren geben. Und dann erst das Schiefergas. Polen hat Vorräte für geschätzte 300 Jahre, da werden D und CH dann betteln.
Die Forschung für Atomenergie ist subventioniert, die der erneuerbaren Energien nicht.
Spätestens nach 70 Jahren geht das Uran aus. Und wir sollen uns dann für tausende von Jahren um Materie kümmern die absolut zerstörerisch ist und in der Natur bis anhin inexistent war.
Streiten wir uns nicht mehr. Kohle und Erdöl werden auch erneuert, nur dauert es doch recht lang. Vernünftige Energiepolitik ist gefragt, welche nichts ausklammert, und den halt immer noch steigenden Bedarf an KWHs decken kann. Sparappelle sind gut, leider jedoch nicht nachhaltig und schnell vergessen.
Sie haben vollkommen Recht ,die Welt wird an der Luft und Wasserverschmutzung zu, Ende gehen.
Ich denke zu einem ganzen Atomenergieverzicht, soweit kommt es in der CH nie! Schon gar nicht per sofort,wie es unsere gescheiten Atomgegner möchten.Mich nervt langsam diese Panik von einigen CHern,die sich ERST seit dem AKW Unfall SO verkrampft für einen Ausstieg einsetzen.Mein Motto: So schnell+vielleicht per sofort ist nicht machbar,müsste schon überlegt sein! Wursteln bringt auch nichts! Antworten
Stefan Goldener: Ja eben, dann müssten aber sofort ein oder zwei KKWs gebaut werden, welche technisch auf dem besten Stand sind. Ist aber jetzt nach Japan unmöglich, die Gesuche hätten vor 10 - 15 Jahren gemacht werden müssen. Die Schweiz schaufelt sich punko Abhängigkeit vom Ausland selbst ihr eigenes Grab (ja ja ich weiss, ein Gau würde das auch tun).
Klar bring uns der ausstieg per sofort nichts. Und die sichern AKW können wir ohne Probleme weiter betreiben. Aber so ein AKW Mühleberg muss abgeschaltet werden!
Erstens sind die alten klötze nicht mehr effizient und zweitens sind risse im Kernmantel einfach ein zu hohes risiko, welches nicht eingegangen werden darf!
Das dumme an den AKW sind die Nebeneffekte, für die es noch immer keine Lösung gibt: Das Restrisiko will niemand tragen (Kosten) und die Endlagerung ist auch noch nicht gelöst. Der geordnete Ausstieg muss das Ziel der Bewegung sein, so dass alle Folgekosten durch die Atomlobby gedeckt werden - und nicht durch die Steuerzahler. Der nachhaltige Umbau der Energieversorgung wäre ein weiteres Thema... Antworten
Egal, wie wie stark der Widerstand in dem und dem Jahr in der CH war - man wird nach ein paar weiteren schweren Unfällen alle AKWs abschalten. Manche haben das eben immer so gesehen, manche erst in 120 Jahren.Die "politische Ausrichtung" oder das Parteibuch ist dabei völlig egal. Atomkraft wird eine traurige Episode in unserer Geschichte sein. Antworten
..und deswegen Herr Müller sind diese Mitbürger ja FÜR einen Atomausstieg und nicht dagegen. Das sind Mehrheitlich besorgte verantwortungsvolle Schweizer-Bürger und keine Hooligans an dieser Kundgebung. Mehr Argumente gibt’s z.B. auch unter Wikipedia Mühleberg unter Probleme. Oder für Lösung die Kassensturzsendung vom 17.d.M. nochmals ansehen unter sf.tv podcast Solarenergie. Antworten
Hier wird unterschlagen, dass erwähnte Länder den Neueinstieg schon beschlossen haben, dass gewisse Länder den Einstieg bereits besiegelt haben, dass viele Länder sich von Japan nicht die ganze Energie versauen lassen wollen. Dass dt. Energiebetreiber nun ev. in Holland bauen, dass ganz Osteuropa die Atomkraft erhöht, Frankreich ganz anders denkt als D und CH. GEGEN etwas zu sein löst kein Problem Antworten
Stimmt, "GEGEN etwas sein" unterstützt positive Ideen ungünstig. Mutter Teresa sagte schon, als sie zu einer Demo eingeladen wurde: "Wenn überhaupt, dann komme ich zu einer Demo FÜR den Frieden und nicht GEGEN den Krieg!"
Eine gesunde, sachliche Diskussion. SOFORT bringt nichts, in 50 Jahren bringt nichts, niemand weiss, was in 50 Jahren ist. Türen nicht zuschlagen, sind schwer wieder zu öffnen. Ein guter Mix von allen möglichen Technologien, dazu aber gehört auch die KKraft. Herr Wehrlin sieht es gut, die Hysterie ist fast nur im deutschsprachigen Raum zu finden. Habe noch nie von einer Demo in der Slowakei gehört
Also Herr Müller, mit dafür sein lösen wir aber noch weniger ein Problem! Allein schon weil das Uran nur sehr begrenzt reicht und aus ihrer Sicht auch exponenziell abnehmen wird. Was tun wenn wir die alten AKWs nicht mehr kühlen können, da kein Strom mehr da ist (Atom)? Einfach das Problem verdrängen machts wohl nur grösser.
@peter müller; .......und, müssen wir denn genau den gleichen Fehler wie die "anderen" machen??
Das selber Denken und Handeln ist eine der tragenden Säulen unserer Demokratie.
Lassen wir uns die Schweiz nicht von den Atomlobyisten diktieren.......aufwachen Herr Müller!!
Wenn man Augen und Ohren offen hat, kann man festellen, dass Europa in Kürze an seiner eigenen Dekadenz zugrunde geht. Leider ist auch die Schweiz von diesem Virus befallen. Wie Sie richtig bemerken, hat man in anderen Weltgegenden den Verstand noch nicht verloren
hmm aber einfach weiter machen auch nicht :(, aber zeigen das man nicht umbedingt einverstanden wird, wie entschieden wird, sollte scon gefoedert werden
Das abschalten unserer KKWs verringert zumindest einen Supergau in unserem
eigenen Land. Ist doch schon mal was.
Und mit dem beibehalten von Atomkraft verusachen wir definitiv Probleme für Tausende von Jahren.
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