Schweiz
Diskussion
Der linke Freund der SVP
Pierre-Yves Maillard und Alain Berset sind die Favoriten der SP für die Bundesratswahl. Maillard, der Linkere der beiden, hat bei der SVP besonders gute Karten. Warum? Mehr...
Von Claudia Blumer.
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39 Kommentare
Es ist zu anerkennen, dass die SVP immerhin bereit ist, einen echten und wohl auch führungsstarken SP-Kandidaten in den BR zu wählen. Die SP wählt, aufgrund einer windigen Erklärung von CVP und BDP, die biegsame Vertreterin einer Minipartei. Zum Schaden unseres Landes.
Mir gefällt vorallem die Bemerkung, dass Maillard nichts von Political Correctness hält. Ich möchte an dieser Stelle nicht der Polteri-Politik oder Unsachlichkeit das Wort reden. Aber ich traue einem aus dem Bauch argumentierenden und handelnden Menschen nun einfach aus Erfahrung zu, Dinge zu bewegen. Obwohl die SVP so wählerstark ist und gut poltert, wirklich erreicht hat sie was? Chance für SP! Antworten
Was die SVP und ihre Jünger heute babbeln, ist morgen schon wieder überholt. Diese Partei hat mehrfach bewiesen, dass sie kein zuverlässiger Partner ist. Worum auch immer es geht. Dass der TA das nötig hat, im Vorfeld der BR-Wahlen wieder kräftig die Verwirrungs- und Spekulations-Spirale in Ganz zu setzen, erachte ich als bedenklich. Antworten
Von Applaus von der falschen Seite ist man nie geschützt. Maillard ist nicht einfach ein "Hardliner", sondern jemand, der als Waadtländer Gesundheitsdirektor ausgezeichnete Arbeit geleistet hat: die Gesundheitskosten und damit die Krankenkassenprämien wurden in der Waadt erfolgreich stabilisiert. Die Bevölkerung ist ihm dafür dankbar. Seine Wahl wäre ein Glücksfall für unser Land. Antworten
Bei der eidgenössischen Abstimmung für eine öffentliche Einheitskrankenkasse war Maillard stark engagiert. Und er hat darin Dossierkompetenz bewiesen. Vielleicht bekäme die Idee unter seinem grösseren Einfluss wieder Auftrieb. (Vorausgesetzt, er wird von seinen eigenen Leuten trotz SVP-Empfehlung gewählt. Der grosse Zuspruch von rechts grenzt schon beinahe an Verleumdung.)
Von Applaus von der falschen Seite ist man nie geschützt. Maillard ist nicht einfach ein "Hardliner", sondern jemand, der als Waadtländer Gesundheitsdirektor ausgezeichnete Arbeit geleistet hat: die Gesundheitskosten und damit die Krankenkassenprämien wurden in der Waadt erfolgreich stabilisiert. Seine Wahl wäre ein Glücksfall für unser Land. Antworten
Natürlich haben die Rechten lieber einen Hardliner-Kandidaten auf der Linken, wie auch die Linken lieber einen Hardliner rechts haben. So lässt sich einfach politisieren. Wenn je eine(r) der Linken oder Rechten in die Mitte abgleitet, wird es sehr unübersichtlich. Für alle. Verstanden? Nein? Aber es ist so. Gerade in einem Konkordanzsystem. Antworten
Sie haben die Situation sehr genau erfasst + beschrieben. Danke. So wie ich empfinde, verstehen das die meisten Mittepolitiker nicht. Die hochgejubelte neue Mitte meint, dass sowohl als auch, immer mit den Strom schimmen unser Land weiterbrint. Das ist ein grosser und fataler Irrtum. Wer für seine Ideen kämpft, ob links oder rechts, bringt uns Schritt für Schritt weiter. => Konkordanz 2/2/2/1
Ahaa, darum haben die Linken CB abgewählt?
Wieviel Wert Longchamps Analysen mittlerweile sind, sollte nun auch der Letzte gemerkt haben: "Widmer-Schlumpf, 60% wollen, dass sie BR bleibt", "SVP gewinnt, liegt fast bei 30%", "SVP verliert dramatisch, liegt nur noch knapp über 25%", "Minarettinitiative wird verworfen", spricht von Hardlinern, hat aber noch nie erklärt, was das ist, usw. Pseudowissenschaftl. Umfragitis! Glaubwürdig?Eher nicht! Antworten
Wie rühernd sie sich um die SVP kümmern. Aber sie haben recht, die SVP hatte nur 26.6 % der Stimmenden bei den letzten Wahlen. Wie wäre es mit einer Parteispende Frau Iosselini.
Der SVP geht's offensichtlich wie mir: Lieber ein ehrlicher Feind als ein falscher Freund!
Man sollte die Sache locker sehen. Alles nur Spekulation. Wir wissen doch, dass es nichts unberechenbareres gibt als Parlamentarier. Siehe Atomausstieg, Kampflugzeuge, Budget VBS etc.
Die SP will Widmer-Schlumpf wählen, anerkennt den 2. Sitz der SVP nicht und denkt über die Abwahl Schneider-Ammanns nach. Damit verscherzt es sich die SP bei FDP/SVP. Sie steht nicht mehr zur Konkordanz und ihr Parteiprogramm ist jenseits (Überwindung Marktwirtschaft). Wer sagt, dass die SP im letzten Wahlgang noch einen 2. Sitz erhält (und nicht etwa die SVP oder der abgewählte Schneider-Amann)? Antworten
@Amsler. Konkordanz heisst Stabilität durch Vertretung aller Parteien entsprechend ihrer Stärke. Wenn nun SVP und FDP mit 40% 3 Sitze zugute haben, und sich die restlichen Parteien einig sind über die Verteilung, ist ja alles klar. Mit der 1959 Logik hätte die SVP nur einen Sitz, den sie hatte damals auch nur einen. Dass 2-2-2-1 etwas mit den 3+1 stärksten Parteien zu tun hat ist reine Erfindung.
@Werner Amsler: Vielleicht zum hundertausendsten Mal wiederholt: Die SVP ist selber schuld dass sie Frau Widmer-Schlumpf aus der Partei ausgeschlossen hat.
@ M. Teunis: Die mathematische Konkordanz "gelte" seit 1959, was klingt, als sei's Verfassungsartikel/Gesetz. Das war Übereinkunft der Parteien. Ihre erwähnte "Stabilität" ist seit dem SVP-Aufstieg nicht mehr gegeben, statt 3 etwa gleich grosser Parteien + einer halb so grossen gibt es nun (eine mögliche Zählung) 1 grosse/3 mittelgrosse/3 kleinere. Dafür fehlt noch ein Parteienkonsens. Spannend!
Konkordanz ist, dass die 4 wählerstärksten Parteien und nicht alle im Bundesrat vertreten sind. Dadurch verlieren die Kleinstparteien wie BDP einen Anspruch. Mit der Abwahl von CB wurde die Konkordanz missachtet. Man mag die Positionen von EWS gut finden oder nicht, auf jeden Fall sind sie meilenweit von den SVP-Positionen entfernt. Dies führte zu den extremen Initiativen in den letzten Jahren
was jeder vergisst, ist, dass Frau Widmer-Schlumpf als SVP-Bundesrätig gewählt wurde. Wenn sie SVP sie nach ihrer Wahl aus der Partei wirdft, sind sie selber schuld. Die Konkordanz bleibt trotzdem erhalten, da die SVP heute ja theoretisch 2 Bundesräte hat.
Guten Morgen Herr Teunis. Auch Sie sollten "nicht einfach Parteien willkürlich zusammenrechnen ". Man darf in der Rechnung auch die Grünen und Grünliberalen nicht vergessen, dann sieht das ganze schon ziemlich anders aus.
Die SP anerkennt Widmer-Schlumpf, aber auch den zweiten SVP-Sitz. Was aber nicht anerkannt wird, ist der zweite FTP-Sitz. Würde zudem nach Gesamterneuerungswahlen nur ein SP-Bundesrat übrig bleiben, so muss sich die SP unbedingt aus dem BR zurückziehen, die Konkordanz wäre am Ende. Ist das ihr Ziel Herr Küng?
@ Zellweger
SVP + FDP haben 41% Wähleranteil. SP, CVP + BDP 36%. Sie können nicht einfach Parteien willkürlich zusammenrechnen ("Mitte") um einen Ihnen genehmen Anspruch zu konstruieren. Seit 59 gilt die math. Konkordanz 2-2-2-1. Das brachte der CH Stabilität. Will man dies unvernünftigerweise nicht mehr, ist eine Volkswahl vorzuziehen.Dann gibts ital. Verhältnisse. Jedes Jahr eine neue Regierung
Ich meine, ein Bundesrat mit je 2 SVP und 2 FDP (also eine Mehrheit) hat nichts mehr mit Konkordanz zu tun. Im Parlament verfügen diese beiden Parteien zusammen nur über 40 Prozent der Sitze. Darum haben sie konkordant Anspruch auf 3 Sitze. Ob 2 SVP und 1 FDP oder 2 FDP und 1 SVP sei denen überlassen. Aber Fünfer und Weggli geht nicht.
SVP + FDP je 2 BR? ausser dem etwas verblendeten Pelli wird dies wohl niemand wollen, v.a. die (politisch sicher cleveren) Strategen der SVP nicht ... da müsste ja die RECHTE, da Mehrheit, plötzlich die gesamte Verantwortung übernehmen und könnte nicht mehr Phrasen über verfehlte angeblich LINKE Politik dreschen ....
Berset wäre wohl im Volk beliebter - auch bei den Frauen - da er wohl einer der wenigen "gutaussehnden" und smarten Politiker ist. Da hätte die SP neben Somaruga eine zweite Zuglokomotive. Und das würde der SVP absolut nicht in den Kram passen. Es geht nicht um Rime - den will nicht mal die SVP wirklich ins Rennen schicken. Antworten
Maillard nicht beliebt beim Volk? Hallo? Sie haben wohl keine Ahnung der politischen Landschaft in der Romandie!!! Maillard ist der zurzeit wohl beliebteste Politiker der Romandie - er setzt sich fürs Volk ein und zwar wirklich (bin kein roter)
Hmm, nur blöd, dass ein Herr Maillard im 3. grössten Kanton der Schweiz mit einem spitzen Ergebniss in den Regierungsrat gewählt wurde und somit weit über das linke Lager hinaus Stimmen fischt. Nennen Sie mir doch einen SVP'ler, der dies in einem der 3 grössten Kantonen der Schweiz schafft? Herr Mermoud, ehemaliger SVP Regierungsrat VD, ist leider verstorben - er war wohl der einzige...
Die EU, die natürlich Ihrer geschätzten Meinung nach überhaupt nicht der wichtigste Handelspartner der Schweiz ist, wird den Sonderfall Schweiz bald sistieren. Die rigorosen Kontrollen des Deutschen Zolls vor ein paar Jahren werden da nur den Bruchteil dessen bilden, was noch folgen wird. Ich würde gerne Ihre Meinung hören, wenn die Schweiz wegen eines einzigen Landes Extrawürste braten müsste...
Herr Loetscher...Ruhig Blut. Es gibt kein Gesetz, dass verhindert, das mehrere BR aus dem selben Kanton stammen. Ich sehe das Problem nicht. Was die EU angeht: Ich wüsste nicht, was die Schweiz dort zu suchen hätte ausser zahlen natürlich.Das Friedensprojekt,an dem sich die politische Elite aufgeilen kann und das dumbe Volk verarscht wird. Mitbestimmung = Null (siehe Irland:Nur wenn ihr "Ja" sagt)
Wer von wo in den BR gewählt wird, das entscheiden die Parlamentarier, nicht Sie, Herr Stäheli. Seit Jahren geht die EU ja unter, und vermischen Sie nicht die EU mit den einzelnen Pleitestaaten, das wäre etwas gar unseriös. Die CS hat grad weitere 1'500 Jobs gekündigt, denken Sie im Ernst, die CH kann alleine lange durchhalten? Ich nicht, der EU-Beitritt kommt nun schneller, als Ihnen lieb ist...
Herr Loetscher...Von mir aus können auch alle 7 BR aus dem gleichen (Halb-)Kanton kommen. Ist doch schnuppe.
In 2 Jahren EU-Mitglied? Sie sind aber ein Optimist. Glauben Sie wirklich dass diese marode Pseudodiktatur EU noch genügend Schnauf für weitere 24 Monate hat?
Weshalb Rime verhindern? Für alle scheint doch klar, dass EWS wieder gewählt wird und die SVP nur 1 Sitz hat. Die Koalition der "Linken Mitte" wird sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, die wählerstärkste Partei nochmals vorzuführen. Ob das gut fürs Land ist, wage ich zu bezweifeln, die letzten 4 Jahre waren nicht sehr erfreulich und auf eine Fortsetzung könnte ich verzichten.
Wieso verhindert Berset Rime? Die Kantonsklausal wurde abgeschafft (sonst wäre Blocher und Leuenberger auch ein Problem gewesen oder jetzt SS und JSA)
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